Angstkultur ohne Verantwortungsübernahme
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man nicht direkt mit dem C-Level und dem Inhaber zusammenarbeitet, bietet das Unternehmen durchaus ein Umfeld, in dem eigenständiges Arbeiten Spaß machen kann. Prozesse können neu strukturiert und an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden, und es gibt grundsätzlich Raum für Entwicklung und moderne Arbeitsweisen. Auch Investitionen in neue Tools, Projekte oder Strukturen sind möglich, wenn deren Relevanz entsprechend erkannt wird. Besonders positiv ist, dass dadurch in den einzelnen Bereichen durchaus Gestaltungsspielraum und Entwicklungspotenzial entstehen können
Verbesserungsvorschläge
Eine nachhaltige Verbesserung würde aus meiner Sicht vor allem voraussetzen, dass eine Kultur geschaffen wird, in der Mitarbeitende und Führungskräfte Verantwortung tatsächlich übernehmen und Entscheidungen auf Basis ihrer jeweiligen Fachkompetenz treffen können. Aktuell entsteht eine Angst- und Druckkultur, die Eigeninitiative eher hemmt als fördert.
Insbesondere auf C-Level-Ebene sollte echte Entscheidungs- und Gestaltungskompetenz vorhanden sein. Fachliche Expertise und die Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte sollten anerkannt und genutzt werden, anstatt Entscheidungen letztlich zentral zu steuern. Eine offene Führungskultur, in der auch kritische Meinungen gegenüber dem Inhaber geäußert werden können, würde aus meiner Sicht zu besseren Entscheidungen, mehr Vertrauen und langfristig auch besseren Ergebnissen führen.
Arbeitsatmosphäre
In den Teams herrscht normalerweise eine gute Arbeitsatmosphäre, allerdings wird das durch das Handeln der Geschäftsführung sehr geprägt. Die Geschäftsführung handelt intransparent und vor allem mit einem sehr starken Hierarchiegefälle. Der Inhaber ist teilweise in den kleinsten Prozessen involviert und verbreitet Angst und Druck bei den Mitarbeitern.
Kommunikation
Intransparent von der Geschäftsführung
Kollegenzusammenhalt
In den Teams ist ein wirklich toller Zusammenhalt und jeder unterstützt sich gegenseitig so gut er / sie kann.
Work-Life-Balance
Die vorgeschriebene Work-Life-Balance ist in Ordnung - Kernarbeitszeit von 9 bis 15 Uhr, 2 Tage Homeoffice. Was hinter den Kulissen abläuft, ist leider nicht so angenehm - hier ist es eher normal, dass auch abends noch zu später Stunde eine Antwort verlangt wird oder E-Mails vom Inhaber nachts geschrieben werden mit Deadline am nächsten Tag, es ab und zu vorkommt, dass man im Urlaub oder am Wochenende verfügbar sein sollte. Allerdings kommt es hier immer darauf an, wie eng man mit dem C-Level zusammenarbeitet.
Vorgesetztenverhalten
Im Team war mein:e Vorgesetzte:r wirklich toll! Wäre sie / er der Maßstab, hätte man eine wirklich super Unternehmenskultur leben können.
Abseits vom eigenen Team, wurde Angst und Druck ohne Menschlichkeit von oben nach unten verbreitet. Das führt nicht unbedingt zu einem selbstständigen und verantwortungsvollem arbeiten.
Interessante Aufgaben
Ja, hätte man haben können, hätte man nicht 4 Kündigungswellen in einem Jahr und Gelder eingefroren.
Umgang mit älteren Kollegen
Gab es kaum
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind modern, zwar nicht wirklich praktikabel, da alles aus Glas, aber über Technik, Klimaanlage, etc. kann man nicht meckern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden - es wird immer mehr nach China verlegt.
Gehalt/Benefits
Faire Gehälter und Benefits. Mehr Flexibiltät wäre schön gewesen, da auch sehr viel Flexibilität abgefragt wird.
Image
Gutes Image der Produkte nach Außen.
Karriere/Weiterbildung
Ist möglich - je nachdem wie präsent man bei der Geschäftsführung man ist und wie positiv man dabei wahrgenommen wird.

