Nur wenns nicht anders geht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Flexibilität, also Work-Life-Balance. Mehr nicht, da zuviel Schein, zu wenig Sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Oh, da gibt es zu viel. Auf jeden Fall das entwürdigende Vorgesetztenverhalten. Die fragwürdige Sinnhaftigkeit des ganzen Unternehmens. Da braucht man nicht nach Wirtschaftlichkeit fragen. Woher die Finanzmittel kommen, will ich gar nicht wissen. Da ist weniger Wissen mehr. Hervorzuheben ist besonders das Verhalten gegenüber ehemaligen Mitarbeitern. Da hört man schonmal von Anrufen der GF beim neuen Arbeitgeber. Ich will gar nicht wissen, was da für Sachen verbreitet werden.
Verbesserungsvorschläge
Wie soll ich das sagen. Ohne Personalwechsel in den höchsten Ebenen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich was ändert oder gar bessert. In der Belegschaft gibt es sehr gute Leute, wenn die dürften wie die wollen, dann wird alles gut.
Arbeitsatmosphäre
Lob ist ein seltenes Gut. Vielmehr zählt hier der Nasenfaktor.
Image
Gerne würde ich hier Minussterne geben. Egal ob Mitbewerber, Auftraggeber oder gar Ex-Mitarbeiter, viel mieser geht es nicht. Zwar wird mit allen Mitteln versucht eine glänzende Fassade aufrechtzuerhalten, aber die bröckelt brutalst.
Work-Life-Balance
Da gibt es nix zu meckern. Homeoffice, flexible Arbeitszeit, alles möglich. Manche mussten es sich zwar hart erkämpfen, aber auf Grund der schlechten Organisation im Unternehmen hat man sehr viele Freiheiten.
Karriere/Weiterbildung
Auch hier gilt, wenn du weisst was du willst, dann nimm es dir. Gezielt Förderung seitens der Vorgesetzten war leider nicht feststellbar.
Gehalt/Benefits
Alles gut. Gehalt hat gepasst. Sozialleistungen braucht man bei guten Gehaltsverhandlungen nicht wirklich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Puh, wenn etwas in die Richtung wahrnehmbar ist, dann nur um den äusseren Schein zu waren. Wenn die GF einen dicken AMG-Mercedes mit 500 PS fährt, dann erübrigt sich die Frage nach dem grünen Daumen wohl.
Kollegenzusammenhalt
Wie immer einzelfallabhängig. Durch das seltsame Vorgesetztenverhalten ist es in den "unteren" Ebenen aber durchaus ein eingeschworener Haufen.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich wenig drüber berichten. Würde es als vernünftig bezeichnen.
Vorgesetztenverhalten
Leider wirklich nur ein Stern wert. Angefangen ganz oben, sehr ausgeprägtes Dominanzverhalten. Eher ein untereinander, als ein miteinander. Zwar werden immer flache Hierarchien gepriesen, aber die findet man nur bei der Belegschaft. Danach folgt eine sehr krasse Stufe zur Geschäftsführung. Die direkten Vorgesetzten glänzen durch bedingungslose Folgsamkeit, kein oder viel zu wenig Einsatz für "seine" Leute. Alle scheinen der GF unterworfen.
Arbeitsbedingungen
Sagen wir so, wenn du selbst genau weisst, was du brauchst und das auch gleich zur Einstellung forderst, dann funktioniert es. Tust du es nicht, dann kann es gut sein, dass du nicht höhenverstellbare Monitore einer NoName-Marke bekommst. Nur um ein Beispiel zu nennen.
Kommunikation
Es gibt zwar "Bürobesprechungen", aber weder Protokolle gibt es, noch stimmen die mit dem gesagten überein. Zudem gibt es ziemlich wirre Aussagen in den Besprechungen. Auch die Standortbesprechungen sind recht dünn. Es scheint, als ob man seine Stellung durch Informationsrückhalt sichern möchte.
Gleichberechtigung
Oh je, es gibt zwar einige weibliche Kollegen, deshalb auch den zweiten Stern. Nur wenn man so mitbekommt, welche Begriffe seitens der Entscheidungsträger gewählt werden um Frauen zu beschreiben, dann kommt man über zwei Sterne leider nicht hinaus.
Interessante Aufgaben
Es gibt zwar oft seltsame Vorgaben aus der Geschäftsführung, aber an sich nicht uninteressant. Wobei man grundsätzlich nicht nach betriebswirtschaftlicher Sinnhaftigkeit fragen darf.