Hier verschenkt ein Traditionshaus viel Potential nach innen und nach außen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
S.o.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
S o.
Verbesserungsvorschläge
Personal auf der Fläche mehr mit einbeziehen bei Entscheidungen, die den Verkauf und die Fläche betreffen.
Mehr Präsenz der Firmenleitung in den Filialen, und dann bitte nicht einfach durchlaufen und nach einer halben Stunde wieder verschwinden. Die Geschäftsführung sollte wieder mehr Nähe zu den Mitarbeitenden suchen und aufbauen. Der Einkauf muss den Verkauf stärker einbinden, und dessen Vorschläge ernst nehmen.
Und bitte nicht den Druck durch schlechte Konjunktur auf die Mitarbeitenden abwälzen.
Arbeitsatmosphäre
Von der Firmenleitung wird gerne Druck aufgebaut, aber selber nichts unternommen um Missstände zu beheben
Image
Das Geschäft wird von Kunden sehr positiv wahrgenommen. Allerdings nimmt die Unzufriedenheit zu, da aufgrund von Personalabbau immer weniger Beratung und Warenpflege möglich ist. Da dies aber Kernkompetenzen von Jost waren, wächst hier die Enttäuschung bei der Kundschaft.
Work-Life-Balance
Es gibt "Frei Variabel" und "Frei Fix". Beides ist Freizeit. Bei variabel darf man angerufen werden, bei fix nicht, so der offizielle Tenor. Allerdings ist es nicht gerne gesehen, wenn man bei "Frei Variabel" nicht erreichbar ist, oder gar ein paar Tage in Urlaub fährt. Es gibt aber keine Bereitschaftsdienst-Zulage. Dadurch gibt es ein massives Überstundenaufkommen bei den Mitarbeitenden, da sich nur wenige trauen, auf ihrer Freizeit zu bestehen. Oft wird man darauf hingewiesen, dass das doch unfair den anderen KollegInnen gegenüber sei. Also wird Druck aufgebaut.
Karriere/Weiterbildung
Man bekommt viele Coachings, die aber nach veralteten Methoden arbeiten, also Kaufdruck bem Kunden erzeugen sollen.
Die Führungskräfte-Seminare sind sehr gut, nur kann das Erlernte/Erarbeitete nicht im Unternehmen umgesetzt werden.
Siehe oben: Neue Wege sind unerwünscht.
Gehalt/Benefits
Gehalt absolut überdurchschnittlich plus Urlaubs-und Weihnachtsgeld. Für Führungskräfte Tantiemen.
Dafür aber hoher Erwartungsdruck und überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft
Obstkorb!!!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenig Fokus auf Nachhaltigkeit. Im Büro sterben ganz Wälder. Es wird gefaxt, was das Zeug hält. Alles muss ausgedruckt werden, um auf der Fläche bearbeitet zu werden. Und BITTE einseitig.
Kaum nachhaltige Ware im Sortiment und viel Greenwashing.
Immer noch Plastiktüten.
Kollegenzusammenhalt
Da die KollegInnen alle dem gleichen Druck und der Ignoranz von oben ausgesetzt sind ist hier ein starker Zusammenhalt. Dadurch entsteht eine "wir gegen die da oben"- Situation. Das ist als MitarbeiterIn toll, schadet aber dem Unternehmen langfristig.
Umgang mit älteren Kollegen
Fairer Weise muss man sagen, dass das Unternehmen Treue belohnt, indem es ältere Mitarbeitende nicht aussortiert. Andererseits wird auch von diesen noch Leistung erwartet, die nicht mehr immer zu liefern ist. Langes Stehen/Laufen, Geräuschkulisse, körperliches Arbeiten kann oft nicht mehr so erbracht werden, weil Rücken, Beine und Gelenke nicht mehr mitmachen.
Vorgesetztenverhalten
Es wird selten klar kommuniziert. Viele Vorgesetzte wollen Probleme nicht angehen. Die Firmenleitung verharrt in Stillstand und hofft auf bessere Zeiten, gibt aber den Druck wegen mangelnden Umsatzes nach unten weiter. Kein modernes Denken vorhanden.
Manche Vorgesetzte intrigieren sogar bewusst.
Viele Vorgesetzte ändern ihre Ansichten immer wieder, was es schwer macht, das "Richtige" zu tun. Gleichzeitig wird erwartet, dass man sich einbringt. Tut man dies, wird man abgewiegelt und vertröstet. Der Führungsstil des Hauses ist insgesamt sehr hierarchisch. Posten werden oft nach Betriebszugehörigkeit vergeben, nicht nach Kompetenz.
Arbeitsbedingungen
Extreme Geräuschkulisse:
Rolltreppe, Klimaanlage, unterschiedliche Musik im selben Stockwerk.
Klimaanlage oft zu kalt oder kaputt.
Oft zu wenige Mitarbeitende um die Arbeit zu erledigen. Dadurch Überstunden Aufbau.
Schwere Warenkisten, und Kistenstapel die für Mitarbeitende unter 1,60 m nicht zu handeln sind.
Kommunikation
Missstände müssen häufig angesprochen werden, damit man sie ernst nimmt. Manchmal über Jahre hinweg. Es wird immer darauf vertraut, dass sich das Problem in Luft auflöst.
Viele Vorgänge müssen mehrfach angegangen werden, weil die falschen Leute entschieden haben. Oder weil nie klar miteinander gesprochen wird.
So werden z. B. Umbau- Maßnahmen immer wieder nachgebessert, anstatt sie von Anfang an richtig durchzusprechen.
Viele Vorgänge und Maßnahmen könnten effizienter erledigt werden, wenn man das Personal auf der Fläche mit einbeziehen würde. Denn die müssen später mit den Gegebenheiten leben und arbeiten.
Gleichberechtigung
Männliche Mitarbeiter ohne jegliche Verantwortung und ohne Vollzeit Stelle bekommen annähernd das selbe Gehalt wie eine Führungskraft mit mehreren Abteilungen. Bei männlichen Kollegen ist auch mehr Jovialität vorhanden. Da wird Fehlverhalten auch gerne mal durchgewinkt.
Interessante Aufgaben
Wer glaubt, als Führungskraft hier etwas bewegen zu können, beißt sich die Zähne aus. Neues ausprobieren, moderne Wege gehen ist nicht groß geschrieben bei Jost. Hier gilt Dienst nach Vorschrift. Wer innovative Ideen hat wird meist ausgebremst und klein gehalten. Wem es nur darum geht, Personaleinsatzplanung, Warenpräsentation, Mitarbeitergespräche und Organisation nach Vorgabe zu machen, der kommt hier gut klar. Wer aber mitdenkt und kreativ sein will, der wird hier schnell gedeckelt.
Fehlerkultur ist nur mangelnde vorhanden.