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Schlechte Erfahrung – klare Diskrepanz zwischen Stellenanzeige und Realität

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Kaufungen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Pünktliche Gehaltszahlung
Kostenloses Mineralwasser am Arbeitsplatz

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Position: Produktionsmitarbeiter Arbeitsvorbereitung / Oberflächenbehandlung

Die in der Stellenanzeige beschriebene Tätigkeit hat mit der Realität nur wenig gemeinsam. Wer sich hier bewirbt, sollte sich auf extrem körperlich belastende, überwiegend manuelle Arbeit einstellen – und nicht auf Arbeitsvorbereitung im eigentlichen Sinne.

Hauptkritikpunkte zur Stelle:

Arbeitsvorbereitung für die Oberflächenbehandlung und Industrielackierung
In der Praxis bedeutet das vor allem die manuelle Handhabung sehr schwerer Bauteile bis zu 200 kg. Das tägliche Be- und Entladen schwerer Schweißkonstruktionen mit einem Gewicht von ca. 30–50 kg ist absoluter Standard. In letzter Zeit kommen Wartezeiten wegen fehlendem Material relativ häufig vor.

Sandstrahlen von Maschinen- und Fahrzeugteilen
Die Strahlanlage ist technisch stark veraltet. Der Arbeitstisch verfügt über keinen elektrischen Antrieb, sodass man ihn manuell drehen muss – selbst dann, wenn Bauteile 80-200 kg wiegen. Ebenso fehlt ein elektrischer Auszug, um den Tisch samt Werkstück aus der Strahlkabine zu fahren.
Das Wenden und Positionieren der Teile ist äußerst mühsam und körperlich extrem anstrengend. Hilfsmittel zum Drehen der Bauteile stehen nicht zur Verfügung. Lediglich ein Gabelstapler ohne Möglichkeit zum Wenden der Teile sowie ein Kran bis 500 kg sind vorhanden.

Kleine Teile machen lediglich ca. 20–30 % der Arbeit aus. Gleichzeitig herrscht eine permanente minutengenaue Zeitkontrolle beim Strahlen – hier wird buchstäblich jede Minute mit der Stoppuhr gemessen, ohne jede Übertreibung.
Die Arbeit ist monoton, die Sicht stark eingeschränkt. Schutzfolien müssen alle 2–3 Tage gewechselt werden, um überhaupt noch ca. 70 % Sicht zu haben. Nach dem Öffnen der Kabine entweicht eine massive Staubwolke – als einzige Schutzmaßnahme wird das Tragen einer einfachen Maske erwartet.

Reinigungsarbeiten vor der Lackierung (Entfetten, Schleifen etc.)
Reinigungsarbeiten werden mit Lösungsmitteln und Papierwischtüchern durchgeführt – ohne ausreichende Absaugung oder Belüftung. Aus gesundheitlicher Sicht ist dies vermutlich der schlimmste Teil der Arbeit.

Fazit:

Man sollte sich auf eine sehr schwere körperliche Tätigkeit einstellen – bei einer Vergütung von etwa 1.400 € netto im Monat – kombiniert mit ständiger Leistungskontrolle per Stoppuhr. Der Arbeitsalltag besteht fast ausschließlich aus manueller Arbeit.
Automatisierung, moderne Maschinen oder ergonomische Lösungen sucht man hier vergeblich.

Das Strahlen sehr kleiner Teile ist besonders problematisch, da es kein spezielles Strahlgerät dafür gibt. Bauteile mit Abmessungen von 2 × 2 cm müssen mit unhandlichen, dicken Gummihandschuhen gehalten werden – was ein hohes Maß an Kraft und Geschick erfordert.

Gesamturteil:
Wer Wert auf Gesundheit, moderne Arbeitsbedingungen und realistische Stellenbeschreibungen legt, sollte von diesem Arbeitgeber Abstand nehmen.

Verbesserungsvorschläge

Modernisierung der Maschinen und ergonomische Hilfsmittel
Reduzierung der körperlichen Belastung
Verbesserter Arbeitsschutz (Absaugung, PSA)
Realistische Stellenbeschreibungen
Bessere Arbeitsplanung und Materialverfügbarkeit
Weniger Leistungsdruck und Zeitkontrollen
Angemessene Vergütung zur Arbeitsbelastung
Wertschätzendere Führung und Kommunikation


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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