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Autoritäre Führung - von Ganz oben Wem es nicht passt kann gehen

1,6
Nicht empfohlen
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Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wenn eine Kita-Leitung kritische Stimmen systematisch Mundtot machen will und mit „Auslese“ droht, bleibt das für die Teamdynamik nicht ohne Folgen. Es entsteht ein typischer Kaskadeneffekt, der das gesamte Gefüge nachhaltig beschädigt.

Hier sind die zentralen Folgen für das Team:

1. Spaltung des Teams (Lagerbildung)
Das Team teilt sich fast zwangsläufig in verschiedene Gruppen auf, was die Zusammenarbeit im Alltag extrem erschwert:

Die „Angepassten“ / Befürworter: Kolleginnen und Kollegen, die das neue Konzept mittragen oder sich aus Angst vor Konsequenzen anpassen. Sie werden von den anderen oft als „Gefolgsleute“ der Leitung wahrgenommen.

Die Kritiker / Zielscheiben: Erfahrene oder reflektierte Kräfte, die Mängel ansprechen und nun unter Druck stehen. Sie fühlen sich entwertet und isoliert.

Die Stumme Mitte: Mitarbeitende, die sich komplett zurückziehen, um nicht ins Kreuzfeuer zu geraten.

2. Atmosphäre der Unsicherheit und Vertrauensverlust
Angst statt Fehlerkultur: Wo Kritik als „falsche Haltung“ ausgelegt wird, traut sich niemand mehr, Fehler zuzugeben oder Probleme im pädagogischen Alltag offen anzusprechen.

Paranoia und Gerüchte: Vertrauen untereinander bricht ein. Es entsteht die Befürchtung, dass Äußerungen im Teamraum an die Leitung getragen werden („Flurfunk“).

3. Leistungsabfall und „Dienst nach Vorschrift“
Verlust von Eigeninitiative: Wenn eigene Ideen oder Bedenken unerwünscht sind, hören die Mitarbeitenden auf, mitzudenken. Es wird nur noch exakt das ausgeführt, was angeordnet ist.

Emotionale Erschöpfung: Der dauerhafte Konflikt frisst die Energie, die eigentlich für die Arbeit mit den Kindern gebraucht würde.

4. Personelle Konsequenzen (Verlust der Besten)
Innere Kündigung & hoher Krankenstand: Der psychische Druck führt messbar zu mehr Krankheitsausfällen.

Fluktuation: Häufig gehen nicht die „schlechten“ Kräfte, sondern die qualifiziertesten und engagiertesten. Wer gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, wechselt die Einrichtung, statt sich dem Druck auszusetzen.

Verbesserungsvorschläge

Das bittere Fazit: Ein Team, das durch Angst geführt wird, verliert seine pädagogische Qualität. Die Leidtragenden sind am Ende nicht nur die Fachkräfte, sondern vor allem die Kinder, die den Stress und die Spannungen im Haus spüren.

Arbeitsatmosphäre

Aus Angst vor Repressalien sichern sich Fachkräfte gegen alles ab. Pädagogische Entscheidungen werden nicht mehr danach getroffen, was für das Kind gerade am besten ist, sondern danach, was vor der Leitung „wasserdicht“ dokumentiert werden kann.

Es entsteht eine Atmosphäre, in der niemand mehr sicher sein kann, ob ein vertrauliches Wort beim nächsten Personalgespräch gegen einen verwendet wird.

Pädagogische Arbeit lebt von Wärme, Humor und Flexibilität. Wenn Angst herrscht, wird der Ton kühler, förmlicher und gereizter – auch im Umgang miteinander.

Das spüren auch die Kinder und Eltern
Die emotionale Ansteckung: Kinder haben extrem feine Antennen für Spannungen. Wenn Fachkräfte dauerhaft unter Strom stehen, ängstlich oder erschöpft sind, überträgt sich diese Unruhe direkt in die Gruppen. Es wird lauter, chaotischer und ungemütlicher.

Kurz gesagt: Die Atmosphäre kippt von einem Gefühl der Gemeinschaft hin zu einem Überlebensmodus. Das ist auf Dauer weder gesund für das Personal noch für die Einrichtung tragbar.

Kollegenzusammenhalt

besser Du als ich

Vorgesetztenverhalten

Fehlendes Veränderungsmanagement: Eine gute Leitung muss bei neuen Konzepten Überzeugungsarbeit leisten und Einwände konstruktiv einbinden, anstatt Abweichungen als Haltungsschaden abzustempeln.

Verwechslung von Haltung und Gehorsam: Der Begriff „gewünschte Haltung“ wird von der Leitung zweckentfremdet, um Anpassung und Gehorsam durchzusetzen.

Kommunikation

Kritik ist kein Haltungsschaden: Fachliche Kritik an einem neuen Konzept ist kein Zeichen von Unprofessioneller Haltung, sondern oft notwendiges Qualitätsmanagement. Mitarbeiter, die Konzepte hinterfragen, sind meist engagiert – sie wollen verstehen oder auf Praxisprobleme hinweisen.

Toxische Führung durch Angst: Wer kritische Stimmen durch den Ruf nach „Auslese“ mundtot machen oder loswerden will, etabliert ein Klima des Ja-Sagens. Das führt kurzfristig zu Schein-Konformität und langfristig zu innerer Kündigung, Dienst nach Vorschrift oder einer hohen Fluktuation der besten Kräfte.

Missbrauch von Begriffen: Der Begriff „Haltung“ wird hier instrumentalisiert, um Gehorsam einzufordern. Wer nicht zu 100 % zustimmt, wird als „unpassend“ abgestempelt und aus sortiert.


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