2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Großraumbüro mit Metallmusik, Dauerbeschallung, keiner Möglichkeit in Ruhe fokussiert mal mehr als 30 Minuten zu arbeiten, außer es ist früh morgens oder spät abends. Noise cancelling Kopfhörer wurden versprochen, dann aber doch günstige alternativen gekauft.
Zeitweise hatte noch nicht mal jeder Mitarbeitende einen eigenen Arbeitsplatz und musste auf der Kundencouch aus auf dem Schoß arbeiten.
Man halt das Bild der Firma außerhalb selbständig hoch und leugnet wie schlimm es tatsächlich dort ist. Man will sein eigenes Gesicht vor Familie, Freunden und Bekannten nicht verlieren.
Man arbeitet für die Firma und es wird nicht gesehen, dass man sich für den Job Mühe gibt und eigene Grenzen ausweitet, aus Angst den Job sonst zu verlieren. Diese Situation wird ausgenutzt. Zitat: "Ich kenne niemanden, der so kurz nach dem Studium pünktlich um 17 Uhr Feierabend macht. Überleg dir mal was das für dich und deine Zukunft bedeutet." Es wird also sehr viel Druck aufgebaut.
Dafür lockt KMB Media mit Firmenevents, die sich aber alle als Pflichtveranstaltung zum AOK Lauf in Hamm und als billige Weihnachtsfeier entpuppen. Mehr passiert nicht; ab und an wird Fleisch gegrillt, was aber auch für alle verpflichtend ist (außer man bringt sich selbst was vegetarisches mit) außer für die Chefs und Abteilungsleitungen - natürlich.
Intern gab es "in der flachen Hierarchie" manchmal Aufstufungen, die aber vertraglich nie festgesetzt wurden. Weiterbildungen wurden als unsinnig erachtet, obwohl sie die Qualität der Arbeit beachtlich verbessert hätten.
Das Gehalt soll wohl noch persönlich vom Chef überwiesen werden und kommt daher jeden Monat unterschiedlich. Mal am 21., mal am 31. erst.
Benefits bis auf ein Jobbike gab's keine.
Es gab häufig Diskussionen zu queeren Mitarbeitenden (hinter deren Rücken) und der Sprache.
Auch hier: anfangs war es innerhalb meiner Abteilung gut, was sich jedoch nach einiger Zeit schnell änderte. Die Frauen halten irgendwie zusammen in dieser Männerbude. Rückblickend ist das aber viel zu anstrengend sich immer wieder gehen alte Männer beweisen zu müssen.
Es gibt kaum welche. Drei Männer um die 40, der Chef als ältester. Sonst sind alle um die 25-30 Jahre alt.
Man muss wegen jeder gerechtfertigten Überstunde verhandeln und erklären, warum es Arbeitszeit war, wenn man noch aufgrund eines Auftrags außerhalb der regulären Arbeitszeit gearbeitet hat. Stattdessen wird genehmigter Überstundenabbau kurzfristig doch wieder zurück genommen, weil der Kunde König ist. Man springt wegen jedem Kundenwunsch, selbst wenn dieser viel zu wenig für so viel Aufwand zahlt. Auch da wird nicht auf die Mitarbeitenden und deren Grenzen geachtet, der Wunsch nach guter Teamarbeit und Mitarbeit missbraucht.
Außerdem wird einem als Frau auch nicht in Momenten geglaubt, wenn es etwas in der Arbeitsatmosphäre gibt, was einen bedruckt oder sogar krank macht. Ständig muss man für sich einstehen und kämpfen, weil es KMB nur um den Umsatz und nicht um das Ziel oder gar die Mitarbeitenden geht. Unangebrachten und unangenehme Vorfälle auf der Weihnachtsfeier werden unter den Teppich gekehrt.
Wie gesagt; Dauerbeschallung, unangenehme Arbeitsumgebung, kein Privatsraum, kein Raum für fokussierte Arbeit. Alles so günstig wie möglich. Aber die Apple Laptops müssen es natürlich sein, weil die Prestige beim Kunden beweisen sollen.
Innerhalb meines Teams war sie ok. Darüber hinaus eine Katastrophe. To dos werden zwischen Tür und Angel vermittelt, obwohl man es mehrfach ansprach, dass Adana dafür da ist, Aufgaben-Karten zu schreiben.
Es sind nur sehr junge, hübsche Frauen eingestellt. Ältere Kolleginnen (Ü40) werden kurz nach der Probezeit gekündigt. Gelästert wird sowieso über ihre Arbeit und Herangehensweise.
Ernst genommen wird man als Frau ohnehin nicht bei den Führungskräften, die natürlich auch alle Männer um die 40-60 sind.
Nur die Office Managerin darf im Bild als Mutti auftreten.
Verschiedene Branchen werden bearbeitet, was sich aber auch am Ende sehr stark auf Dienstleister im Medizinischen Bereich verschärft hat, weil die am meisten Kohle abdrücken.