1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Schlecht am Arbeitgeber fand ich insbesondere den Umgang mit Mitarbeiterüberwachung und Gleichbehandlung. Nach meinem Eindruck wurden Kameras eingesetzt, ohne dass hierfür eine klare Zustimmung oder transparente Information der Mitarbeiter erfolgt ist. Dies habe ich als Eingriff in die Privatsphäre und als Zeichen mangelnden Vertrauens wahrgenommen.
Zudem empfand ich die Behandlung innerhalb des Teams teilweise als unfair, da nicht immer der Eindruck entstand, dass für alle die gleichen Maßstäbe galten. Dieses Ungleichgewicht wirkte sich negativ auf das Arbeitsklima und die Motivation aus.
Als Arbeitgeber besteht aus meiner Sicht in mehreren Bereichen deutliches Verbesserungspotenzial. Besonders wichtig wären eine offene und transparente Kommunikation, ein respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern sowie ein stärker mitarbeiterorientierter Führungsstil.
Einheitliche Regeln für alle Beschäftigten könnten das Fairnessgefühl im Team verbessern. Zudem sollten Arbeits- und Gesundheitsschutz konsequent eingehalten und Umweltstandards stärker berücksichtigt werden. Auch zuverlässige Gehaltszahlungen, eine bessere Planbarkeit von Urlaub sowie mehr Verständnis für persönliche oder familiäre Situationen würden wesentlich zu einem positiveren Arbeitsumfeld beitragen.
Leider war die Arbeitsatmosphäre häufig negativ geprägt. Es fehlte an Wertschätzung, klarer Kommunikation und einem kollegialen Miteinander, wodurch das Arbeiten auf Dauer belastend wurde.
Die Work-Life-Balance war aus meiner Sicht eingeschränkt. Urlaub musste genehmigt werden und wurde teilweise abgelehnt, was die private Planung erschwerte. In Situationen, in denen mein Kind krank war, hätte ich mir mehr Verständnis gewünscht. Zusätzlich entstand besonders freitags ein hoher Arbeitsdruck, da alle Pakete zwingend versendet werden mussten und ein Feierabend vorher praktisch nicht möglich war.
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein habe ich als verbesserungswürdig wahrgenommen. Chemische Produkte wie Felgenreiniger oder Versiegelungen wurden nach meinem Eindruck teilweise unsachgemäß entsorgt, beispielsweise über den Abfluss. Dadurch entstand bei mir nicht der Eindruck, dass Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ausreichend beachtet wurden.
Der Kollegenzusammenhalt war gemischt: Einige Teammitglieder waren sehr hilfsbereit, jedoch fehlte insgesamt ein starkes Wir-Gefühl. Zudem hatte ich den Eindruck, dass Regeln nicht einheitlich umgesetzt wurden. Während Vorarbeiter viele Freiheiten hatten, galten für Mitarbeiter im Versand deutlich strengere Vorgaben, was ich als ungerecht wahrgenommen habe.
Das Verhalten der Vorgesetzten empfand ich insgesamt als nicht angemessen. Der Umgangston war teilweise wenig respektvoll, und ein unterstützender sowie wertschätzender Führungsstil war für mich nicht ausreichend erkennbar. Bei Anliegen oder Problemen hätte ich mir mehr Verständnis und Professionalität gewünscht.
Die Arbeitsbedingungen habe ich teilweise als kritisch empfunden. Bei Tätigkeiten mit chemischen Stoffen fehlten aus meiner Sicht geeignete Schutzmaßnahmen wie eine ausreichende Absaugung. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass dem Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht immer die nötige Priorität eingeräumt wurde.
Die Kommunikation im Unternehmen war leider unzureichend. Absprachen waren oft unklar, Informationen fehlten und Rückmeldungen erfolgten teilweise gar nicht, was regelmäßig zu Missverständnissen führte.
Die Höhe des Gehalts war insgesamt in Ordnung. Allerdings erfolgten die Zahlungen nicht immer zuverlässig – teilweise musste ich ein bis zwei Wochen darauf warten, was die eigene finanzielle Planung erschwerte. Besonders kritisch empfand ich Aussagen der Geschäftsleitung, dass schneller gearbeitet und mehr Ware versendet werden müsse, damit der Lohn zeitnah ausgezahlt werden könne. Dies vermittelte mir den Eindruck, dass die pünktliche Gehaltszahlung von der Arbeitsleistung abhängig gemacht wurde, was ich als unangemessen und belastend wahrgenommen habe.
Die Gleichbehandlung im Unternehmen empfand ich als sehr problematisch. Aus meiner Sicht gab es deutliche Unterschiede darin, wie Mitarbeiter behandelt wurden. Während besser bezahlte Positionen häufig mehr Freiheiten hatten, lag die Hauptarbeitslast oft bei denjenigen, die ohnehin stark eingebunden waren. Dieses Ungleichgewicht wirkte unfair und hat sich negativ auf Motivation und Gerechtigkeitsempfinden ausgewirkt.