Nicht mehr das was es mal war.
Arbeitsatmosphäre
War leider sehr geteilt. Kollegen haben gegeneinander gearbeitet und schlecht übereinander gesprochen.
Image
Gar nicht gut. Als ich bei LüneRecycling anfing war ich sehr zufrieden und hatte auch immer das Gefühl, dass meine Kollegen zufrieden sind. Heute ist es anders. Wenn ich ex Angestellte oder noch aktiv Angestellte treffe, wird selten was positives berichtet.
Work-Life-Balance
War eine Zeit lang gegeben. Mitarbeiter durften 1-2x pro Woche ins Home-Office. Wurde dann Rückgängig gemacht weil unterstellt wurde, man würde nicht arbeiten und zu wenig kommunizieren. Dass man nicht gearbeitet hat konnte schnell widerlegt werden und auch die Kollegen hatten keineswegs das Gefühl man wäre nicht erreichbar oder die Kommunikation würde darunter leiden. Für die Chefs war das leider egal.
Karriere/Weiterbildung
Auch hier, höher gestellte Personen durften alles machen egal was es kostet. Bei den niederen war alles zu teuer und es wurde kein Nutzen gesehen.
Gehalt/Benefits
Meiner Meinung nach, waren die Abstände der einzelnen Mitarbeiter in ähnlichen Arbeitsbereichen zu hoch. Einige bekamen überdurchschnittlich viel und andere für das was sie tun deutlich zu wenig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Haben auf jeden Fall enorme Heizkosten gespart.
Kollegenzusammenhalt
Größtenteils gut. Ausreißer gibt es immer.
Umgang mit älteren Kollegen
An sich keine Unterschiede festgestellt aber fragwürdig ob langjährige treue Mitarbeiter kurz vor der Rente noch gekündigt werden müssen.
Vorgesetztenverhalten
Schlecht. Mal abgesehen davon dass die Chefs unterschiedliche Sprachen gesprochen haben und man immer öfter das Gefühl bekommen hat, sie seien sich selbst nicht einig. Lob kam selten und wenn dann immer mit einem ABER hinterher. Es war schwer zufriedenstellende Arbeit zu leisten wo auch gesetzte Ziele utopisch hoch waren.
Arbeitsbedingungen
Ein schönes neues Büro mit schöner Außenanlage. Allerdings nützt dir das nichts wenn den ganzen Winter nicht geheizt wird um Geld zu sparen. Die Kollegen saßen teilweise mit Jacke im Büro und haben ihre eigenen Heizkörper mitbringen müssen. Trotz Beschwerden und Nachfrage wurde auch hier kein Homeoffice erlaubt.
Kommunikation
Viele wichtige Informationen auch in Hinblick auf die Zukunft wurden leider verschwiegen. Oft hat man Informationen nur aus Zufall erfahren. Große Unterschiede gab es auch hinsichtlich der Mitarbeiter in der Produktion und den Mitarbeitern im Büro. Teilweise hatte man das Gefühl nicht mal den gleichen Arbeitgeber zu haben weil Aussagen sehr unterschiedlich waren.
Gleichberechtigung
Dass höher gestellte Personen oder familienzugehörige Personen besser gestellt waren stand leider außer Frage. Bessere Autos, Homeoffice, mehr Freiheiten. Mit den Kollegen mit denen man "gleicher Stufe stand" hat man sich relativ gleichberechtigt gefühlt. Obwohl da (nach persönlichem Empfinden) auch Unterschiede zwischen Männer und Frauen gemacht wurde. Kaffee machen, Kaffeemaschine reinigen, Ordner sortieren, sämtl. administrative Aufgaben wurden ausschließlich den angestellten ( nicht familienzugehörigen ) Frauen zugetragen - egal ob Zeit war oder nicht. Diese Aufgaben hätte in diesem Unternehmen niemals ein Mann übernehmen müssen. Mal abgesehen davon, dass den Frauen auch in Vertriebsrunden eher weniger zugehört wurde und regelmäßig (ob Spaß oder nicht) Frauenfeindliche Aussagen getroffen wurden.
Interessante Aufgaben
Man konnte offen kommunizieren ob der Arbeitsbereich einen zu wenig auslastet bzw. zu umfangreich ist. Es wurde teilweise ermöglicht auch in anderen Abteilungen Aufgaben zu übernehmen wenn man das wollte. Auch die Freiheit ins Werk zu fahren, oder zu anderen Lagerplätzen um sich mit vorhanden Materialen auseinanderzusetzen war gegeben.