Ansammlung überbezahlter Wichtigtuer
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Gehaltszahlung erfolgt absolut pünktlich und zuverlässig. Zudem ist die Work-Life-Balance durch Home-Office-Optionen und flexible Arbeitszeiten sehr gut. Bei den Arbeitsbedingungen ist die Firma auf einem guten Weg (z. B. kostenloses Wasser) und auch der Wille zu sozialem Engagement sowie Umweltbewusstsein (Umweltbeauftragter) ist positiv hervorzuheben.“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wird einseitig bei der Belegschaft gespart, während die Führungsebene ab Teamleiter-Niveau nie hinterfragt wird. Die Strukturen werden immer undurchsichtiger und aufgeblähter – so braucht zum Beispiel eine Drei-Personen-Abteilung keine eigene Führungskraft. Diese mangelnde Effizienz macht unsere Produkte unnötig teuer und zeigt, dass wir nicht die Führungskompetenz haben, die wir für eine echte Wende bräuchten. Solange die Personalkosten oben durch ‚Wichtigtuerei‘ steigen und unten durch Kurzarbeit gekürzt wird, fehlt jede soziale Balance.“
Verbesserungsvorschläge
„Die Geschäftsführung muss den Mut zum Abbau des ‚Wasserkopfs‘ in der Führungsebene aufbringen. Es ist sozial ungerecht, wenn die unteren Lohngruppen Kurzarbeit und Einschnitte tragen, während oben an starren 40-Stunden-Verträgen und Privilegien festgehalten wird. Ohne faire Lastenverteilung wird kein Frieden einkehren.
Statt sich in komplizierten Prozessen zu verlieren, muss das Management das eigene Versagen hinterfragen: Warum sind Zulieferer in Deutschland besser, schneller und günstiger? Es braucht Strategien, um Arbeit zurück nach Aalen zu holen, statt sie abzugeben. Nehmen Sie die Kritik auf dieser Plattform ernst: Echte Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit müssen endlich Vorrang vor Selbstdarstellung haben.“
Arbeitsatmosphäre
„Der Start in das Jahr 2026 ist von einer großen Unsicherheit geprägt. Da für Februar bereits wieder das Thema Kurzarbeit im Raum steht, ist die Verunsicherung in der Belegschaft greifbar. Es fehlen weiterhin positive Signale oder eine langfristige Strategie, wie dem anhaltenden Arbeitsrückgang begegnet werden soll. Stattdessen bestimmen Stellenabbau und kurzfristige Sparmaßnahmen das Bild, ohne dass eine echte Perspektive für die Zukunft erkennbar ist.“
Image
„Das Image des Unternehmens ist zurzeit leider am Boden. Die Kombination aus mangelnder Perspektive und fehlender sozialer Gerechtigkeit hat Spuren hinterlassen. Das Ansehen kann jedoch wieder deutlich gesteigert werden, wenn die Geschäftsführung endlich mutige Schritte einleitet, verkrustete Strukturen aufbricht und eine faire Lastenverteilung für die gesamte Belegschaft schafft.“
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist ein klarer Pluspunkt im Unternehmen. Durch Home-Office-Optionen und flexible Arbeitszeiten lässt sich das Privatleben hervorragend integrieren.
Gehalt/Benefits
Es herrschen große Gehaltsunterschiede, die kaum noch nachvollziehbar sind. In bestimmten Positionen wird starr an 40-Stunden-Verträgen festgehalten, obwohl der jahrelange Umsatzrückgang dies nicht mehr rechtfertigt. Hier sollte auch die Personalabteilung kritisch hinterfragen, ob diese Strukturen noch zeitgemäß sind oder ob sie lediglich dazu dienen, Positionen wichtig erscheinen zu lassen. Während andere Firmen mit 35-Stunden-Wochen zeigen, dass man effektiver arbeiten kann, fehlt hier die Einsicht, dass viele kaum noch wissen, wie sie ihre Zeit bei sinkender Arbeitslast sinnvoll füllen sollen.“
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Umweltbeauftragter ist vorhanden und der Wille zu sozialem Engagement ist grundsätzlich spürbar. Auch wenn hier bereits gute Ansätze existieren, gibt es noch Potenzial, diese Themen tiefer im Unternehmensalltag zu verankern.“
Kollegenzusammenhalt
„Der Zusammenhalt ist aktuell noch vorhanden, bildet jedoch zunehmend Risse. Es ist deutlich spürbar: Je schwieriger die wirtschaftliche Lage der Firma wird, desto mehr rückt das gemeinschaftliche Handeln in den Hintergrund. Man merkt immer öfter, dass jeder nur noch nach sich selbst schaut. Diese Entwicklung führt zu einer verstärkten Anbiederung bei Vorgesetzten und zu Grabenkämpfen, die das Vertrauen untereinander und das gesamte Betriebsklima massiv belasten.“
Umgang mit älteren Kollegen
„Die Wertschätzung langjähriger Erfahrung fehlt fast völlig. Ab einem bestimmten Alter gibt es kaum noch Möglichkeiten auf Gehaltsentwicklung oder den Wechsel in interessante Aufgabenbereiche. Dies führt dazu, dass viele erfahrene Kollegen nur noch ‚Dienst nach Vorschrift‘ leisten. Das enorme Potenzial an Fachwissen wird nicht genutzt, während die letzten Jahre zudem massiv vom Versuch geprägt waren, ältere Mitarbeiter gezielt abzubauen.“
Vorgesetztenverhalten
„Viele Führungspositionen wirken fachlich falsch besetzt. Da oft Selbstdarstellung über Kompetenz steht, werden notwendige Veränderungen blockiert, um keine Fehler zu machen oder Mehrarbeit zu vermeiden. Dieses Festhalten an veralteten Methoden verhindert, dass der Betrieb zukunftssicher aufgestellt wird.“
Arbeitsbedingungen
„Die Bedingungen entsprechen dem gängigen Standard und die Firma ist hier auf einem guten Weg. Kostenloses Wasser ist vorhanden; bei modernen Zusatzleistungen gibt es jedoch noch Verbesserungspotenzial.“
Kommunikation
„Die Kommunikation ist rein reaktiv. Wichtige Informationen, wie die drohende Kurzarbeit im Februar, erreichen die Belegschaft oft zuerst über den Flurfunk statt über offizielle Kanäle. Man wird meist nur vor vollendete Tatsachen gestellt und muss beschlossene Veränderungen hinnehmen, ohne dass ein Dialog über die künftige Ausrichtung stattfindet.“
Gleichberechtigung
Grundsätzlich ist die Gleichberechtigung im Betrieb gegeben. Dennoch gibt es noch Luft nach oben:
Interessante Aufgaben
„Das Potenzial für abwechslungsreiche Aufgaben ist vorhanden, beschränkt sich aber leider nur auf bestimmte Bereiche. Hier sollte das Angebot deutlich breiter gefächert sein, um auch Aufgaben in den unteren Ebenen attraktiver zu gestalten. Zudem fehlen flächendeckende Produktschulungen für alle Abteilungen. Insgesamt werden viele Aufgaben durch übermäßig komplexe Prozesse unnötig aufgebläht, was die Arbeit eher erschwert als fördert.“