Probleme sind hausgemacht und selbst verschuldet - leider wird es nicht besser sondern schlimmer
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Kostenloses Wasser
- ausreichend Parkplätze
Verbesserungsvorschläge
- Strukturen überprüfen
- Arbeitszeiten und Output prüfen (40h / 35h - Leistung/Nutzen)
- Prozesse anpassen
- Mitarbeiter mehr an ihren Zielen messen (Real messbar nicht raten)
- Personal besser einsetzen - Mehr Projekte pro Mitarbeiter = mehr Output + mehr Einforderung von Leistung von Mitarbeiter
Arbeitsatmosphäre
Abwartende Haltung und Unsicherheit
Die Unternehmensatmosphäre ist seit den letzten Entlassungswellen angespannt und von Unsicherheit geprägt. Viele Mitarbeiter scheinen nur noch darauf zu warten, den Absprung zu schaffen, was die hohe Anzahl freiwilliger Abgänge während der Entlassungen deutlich zeigt und ein ernstes Warnsignal sein sollte.
Offiziell spricht niemand darüber, doch die Erwartung, dass Kurzarbeit in diesem Jahr wieder ein Thema wird, liegt schwer in der Luft. Die allgemeine Stimmung lässt sich am besten als "Schauen wir mal, was kommt – Hauptsache, das Gehalt stimmt" beschreiben. Eine echte Bindung oder Motivation über das Notwendigste hinaus ist kaum spürbar.
Image
Image war früher besser - ich würde den Arbeitgeber nicht mehr empfehlen.
Work-Life-Balance
Flexibilität und geringe Arbeitslast
Die Work-Life-Balance wird als positiv empfunden. Home-Office-Möglichkeiten und flexible Arbeitszeiten tragen maßgeblich dazu bei. Die Arbeitslast ist gering, wodurch man selten gestresst den Arbeitstag beendet.
Kollegenzusammenhalt
Ist gegeben jedoch sehr Abteilungsabhänig. Dank des Kollegenzusammenhalt erträglich - hält die meisten dann doch in der Firma.
Vorgesetztenverhalten
Unklare Führung und Entscheidungsschwäche
Das Vorgesetztenverhalten scheint von mangelnder Klarheit und Entscheidungsunwilligkeit geprägt zu sein. Wenn von der Führungsebene keine konkreten Anweisungen kommen, ist es für die unteren Ebenen schwierig, effektiv zu arbeiten. Es wird viel geredet, aber wenig entschieden, was zu langen Prozessen und einem Mangel an konkreten Ergebnissen führt.
Oftmals gibt es zahlreiche Besprechungen ohne messbaren Output, anstatt die tatsächlichen Probleme anzugehen. Obwohl die Vorgesetzten bemüht erscheinen, fehlt es an der notwendigen Unterstützung von oben. Entscheidungen werden oftmals inkonsistent getroffen, was zusätzlich zur Verunsicherung beiträgt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen entsprechen dem gängigen Standard und bieten nichts Besonderes. Kostenloses Wasser wird zur Verfügung gestellt, allerdings gäbe es Potenzial für weitere Verbesserungen und Zusatzleistungen.
Kommunikation
Der "Flurfunk" ist die primäre Informationsquelle, was ein klares Indiz für strukturelle Defizite in der offiziellen Kommunikation ist.
Es fehlt an grundlegender Transparenz, insbesondere von der obersten Führungsebene. Eine offene und proaktive Informationspolitik ist unerlässlich, um das Vertrauen der Mitarbeiter zu stärken und die Verbreitung unbestätigter Informationen zu reduzieren. Mehr Personal für Kommunikation würde das Problem voraussichtlich nicht lösen; vielmehr bedarf es einer grundlegenden Überarbeitung der Kommunikationsstrategie und -kultur.
Gehalt/Benefits
Obwohl eine 35-Stunden-Woche für die Erledigung der Aufgaben ausreichen würde, wird eine 40-Stunden-Woche praktiziert. Dies scheint der Notwendigkeit geschuldet zu sein, die Arbeitsleistung nach oben hin umfangreich darzustellen.
Ich schätze, dass die tatsächliche Leistung pro Mitarbeiter bei maximal 40 % liegt, obwohl sie bei mind. 80 % liegen sollte aber wenn kein Druck kommt und von der Leitung nur nicht messbare Ziele abgefragt werden und die Arbeit als viel darstellt, ist das ja nicht nötig. Dies führt zu viel Freizeit während der Arbeitszeit und ermöglicht eine flexible Gestaltung der Woche – solange die Leistung nach oben als umfangreich präsentiert wird.
Diese Situation birgt Gefahren für das Unternehmen: Trotz vieler Mitarbeiter steigt die Effektivität nicht. Während die Entspannung und der fehlende Stress Vorteile für die Mitarbeiter sind, ist dieser Zustand für das Unternehmen riskant. Für einige, mich eingeschlossen, ist dies, trotz des guten Gehalts, ein Grund über einen Arbeitsplatzwechsel nachzudenken, da das Preis-Leistungs-Verhältnis (gutes Gehalt, wenig Leistung) zwar für den Einzelnen attraktiv, aber für die Gesamtentwicklung problematisch ist.
Interessante Aufgaben
Potenzial durch Komplexität gebremst
Die Aufgabenbereiche sind grundsätzlich interessant und bieten Abwechslung. Allerdings werden sie teilweise durch übermäßig komplexe Prozesse unnötig aufgebläht. Dies kann die Bearbeitung erschweren und das eigentliche Potenzial der Aufgaben trüben.