3 von 5 Sternen - viel Mittelmaß und liegengelassene Potentiale Wer Karriere machen will, ist hier definitiv falsch.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gestaltungsmöglichkeiten: Man kann sich seine Arbeitswoche nahezu selbst einteilen und planen. Hier wird einem sehr viel Spielraum gelassen.
Homeoffice Möglichkeiten sind nahezu perfekt, kann sich frei entscheiden von wo man arbeitet.
Es gibt viele (freiwillige) Arbeitsevents um die Stimmung und den Zusammenhalt zu stärken. Auch sehr ausgewogen und abwechslungsreiche Veranstaltungen. Zusammenhalt im Team ist entsprechend ganz gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gefühlt gilt kein Leistungsprinzip, es ist egal ob man viel und "gut" arbeitet, man braucht immer die Brechstange um voranzukommen. Auch Kundenverteilung erfolgt eher nach dem Prinzip zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Keine Bindung mit (Vor-)Vorgesetzten. Oberhalb des eigenen Vorgesetzten wird man ignoriert, es gibt auch keine Gespräche einmal im Jahr oder ähnliches. Klare Zweiklassengesellschaft erkennbar.
Einzelne Abteilungen arbeiten eher gegeneinander als miteinander, da sehr konträre Ziele in den einzelnen Abteilungen.
Teilweise wirken Neuerungen wie aus der ersten BWL Vorlesung abgeschrieben (z.B. Einführung SMARTE Ziele) - Man kann nur hoffen, dass hier nur begrenzt Budget eingesetzt wird
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiterbindung, -kommunikation und Leistungsanerkennung sollte dringend verbessert werden
Zusammenspiel der Abteilungen sollte dringend umgestaltet werden, hier verschenkt man sehr viele Potentiale
Arbeitsatmosphäre
In den einzelnen Teams ganz gut, standort- oder abteilungsübergreifend aber teilweise sehr (intern) wettbewerbsbezogen
Image
Image ist dem Unternehmen gefühlt wichtiger als das tägliche Geschäft, dementsprechend wird viel dafür getan
Work-Life-Balance
relativ freie Arbeitszeitgestaltung, aber sehr hohe Arbeitslast. Da man aber selbst verantwortlich ist, gibt es einen Mix aus Kollegen die deutlich weniger und deutlich mehr schaffen als vereinbart.
Karriere/Weiterbildung
Vermeintlich das größte Manko, ist man einmal in seinem Job war es das eigentlich. Abteilungswechsel oder Wechsel im Konzern nahezu unmöglich. Auf Bewerbungen zu internen Ausschreibungen wird gar nicht reagiert. Es gibt "Career Camps", die die Karriere fördern sollen, der Ablauf ist aber eher enttäuschend. Gibt genug Kollegen die danach den Job gewechselt haben. Es gibt eigentlich nur warme Worte aus der Geschäftsführung was theoretisch alles möglich ist, praktische Umsetzung aber nicht vorhanden. Vermutlich der Hauptgrund für die sehr hohe Fluktuation.
Gehalt/Benefits
In hohen Leveln verdient man sehr gut, auf Einstiegsleveln ist es sehr überschaubar. Gehaltserhöhungen von Unternehmensseite gibt es praktisch nicht, hier greift die Unternehmensführung nach jedem Strohhalm, warum das wieder nicht möglich ist. Unausgesprochene (aber bekannte) Firmenpolitik ist, erst bei Kündigung eine Erhöhung anzubieten. Diese sind dann aber in der Regel ordentlich, wertschätzend ist das aber nicht. Sozialleistungen sind auf diesem Niveau im üblichen Rahmen, teilweise stellt man sich aber Fragen, wieso man z.B. BKV aktiv berät und den Kunden als zwingend verkauft aber selbst nicht anbietet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da dem Unternehmen sein Image sehr wichtig ist, gibt es viele Aktionen diesbezüglich. Arbeitstechnisch ist aber nicht alles immer auch praktikabel.
Kollegenzusammenhalt
siehe Arbeitsatmosphäre
Umgang mit älteren Kollegen
Vorbildlich
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Vorgesetzten haben nur sehr begrenzten Einfluss. Auf den "höheren" Ebenen werden Probleme und Konflikte eher ignoriert. Es fühlt sich an, als wird das Unternehmen wie ein Produktionsbetrieb geführt.
Arbeitsbedingungen
Die Büro sind in der Regel modern ausgestattet und schön renoviert. Es kommt aber immer wieder zu Performanceproblemen oder Ausfällen, insbesondere bei den zur Verfügung gestellten Laptops.
Kommunikation
Es gibt zwar viele konzerninterne Meetings, diese sind aber häufig inhaltsleer und wiederholend. Schwierige Themen, z.B. Gehaltssteigerungen und Boni werden versucht mit Floskeln und "Fachbegriffen" zu umgehen. Alle Entscheidung werden maximal spät mitgeteilt und aufgeschoben. Man muss jedoch bedenken, dass für Mercer als amerikanischer Konzern auch viele Entscheidungen aus den USA kommen und der europäische Markt keine Priorität hat.
Gleichberechtigung
Es wird sehr viel Wert auf sein Image gelegt, daher werden offene Führungspositionen in sehr hoher Zahl und bevorzugt mit Frauen nachbesetzt. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Level, Geschäftsführung, etc. ausschließlich männlich. Das Gefühl ist, man hat als Mann weniger Chancen auf Beförderungen und als Frau nur bis zu einem bestimmtem Punkt.
Interessante Aufgaben
Interessante Kunden, ist man aber einmal in seinem Bereich, bleibt es dabei. Veränderungen sind kaum möglich (hier kommen nur leere Worte)


