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Marsh 
Deutschland
Bewertung

3 von 5 Sternen - viel Mittelmaß und liegengelassene Potentiale Wer Karriere machen will, ist hier definitiv falsch.

3,1
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung bei Marsh Deutschland in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gestaltungsmöglichkeiten: Man kann sich seine Arbeitswoche nahezu selbst einteilen und planen. Hier wird einem sehr viel Spielraum gelassen.
Homeoffice Möglichkeiten sind nahezu perfekt, kann sich frei entscheiden von wo man arbeitet.
Es gibt viele (freiwillige) Arbeitsevents um die Stimmung und den Zusammenhalt zu stärken. Auch sehr ausgewogen und abwechslungsreiche Veranstaltungen. Zusammenhalt im Team ist entsprechend ganz gut.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Gefühlt gilt kein Leistungsprinzip, es ist egal ob man viel und "gut" arbeitet, man braucht immer die Brechstange um voranzukommen. Auch Kundenverteilung erfolgt eher nach dem Prinzip zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Keine Bindung mit (Vor-)Vorgesetzten. Oberhalb des eigenen Vorgesetzten wird man ignoriert, es gibt auch keine Gespräche einmal im Jahr oder ähnliches. Klare Zweiklassengesellschaft erkennbar.
Einzelne Abteilungen arbeiten eher gegeneinander als miteinander, da sehr konträre Ziele in den einzelnen Abteilungen.
Teilweise wirken Neuerungen wie aus der ersten BWL Vorlesung abgeschrieben (z.B. Einführung SMARTE Ziele) - Man kann nur hoffen, dass hier nur begrenzt Budget eingesetzt wird

Verbesserungsvorschläge

Mitarbeiterbindung, -kommunikation und Leistungsanerkennung sollte dringend verbessert werden
Zusammenspiel der Abteilungen sollte dringend umgestaltet werden, hier verschenkt man sehr viele Potentiale

Arbeitsatmosphäre

In den einzelnen Teams ganz gut, standort- oder abteilungsübergreifend aber teilweise sehr (intern) wettbewerbsbezogen

Image

Image ist dem Unternehmen gefühlt wichtiger als das tägliche Geschäft, dementsprechend wird viel dafür getan

Work-Life-Balance

relativ freie Arbeitszeitgestaltung, aber sehr hohe Arbeitslast. Da man aber selbst verantwortlich ist, gibt es einen Mix aus Kollegen die deutlich weniger und deutlich mehr schaffen als vereinbart.

Karriere/Weiterbildung

Vermeintlich das größte Manko, ist man einmal in seinem Job war es das eigentlich. Abteilungswechsel oder Wechsel im Konzern nahezu unmöglich. Auf Bewerbungen zu internen Ausschreibungen wird gar nicht reagiert. Es gibt "Career Camps", die die Karriere fördern sollen, der Ablauf ist aber eher enttäuschend. Gibt genug Kollegen die danach den Job gewechselt haben. Es gibt eigentlich nur warme Worte aus der Geschäftsführung was theoretisch alles möglich ist, praktische Umsetzung aber nicht vorhanden. Vermutlich der Hauptgrund für die sehr hohe Fluktuation.

Gehalt/Benefits

In hohen Leveln verdient man sehr gut, auf Einstiegsleveln ist es sehr überschaubar. Gehaltserhöhungen von Unternehmensseite gibt es praktisch nicht, hier greift die Unternehmensführung nach jedem Strohhalm, warum das wieder nicht möglich ist. Unausgesprochene (aber bekannte) Firmenpolitik ist, erst bei Kündigung eine Erhöhung anzubieten. Diese sind dann aber in der Regel ordentlich, wertschätzend ist das aber nicht. Sozialleistungen sind auf diesem Niveau im üblichen Rahmen, teilweise stellt man sich aber Fragen, wieso man z.B. BKV aktiv berät und den Kunden als zwingend verkauft aber selbst nicht anbietet

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Da dem Unternehmen sein Image sehr wichtig ist, gibt es viele Aktionen diesbezüglich. Arbeitstechnisch ist aber nicht alles immer auch praktikabel.

Kollegenzusammenhalt

siehe Arbeitsatmosphäre

Umgang mit älteren Kollegen

Vorbildlich

Vorgesetztenverhalten

Die direkten Vorgesetzten haben nur sehr begrenzten Einfluss. Auf den "höheren" Ebenen werden Probleme und Konflikte eher ignoriert. Es fühlt sich an, als wird das Unternehmen wie ein Produktionsbetrieb geführt.

Arbeitsbedingungen

Die Büro sind in der Regel modern ausgestattet und schön renoviert. Es kommt aber immer wieder zu Performanceproblemen oder Ausfällen, insbesondere bei den zur Verfügung gestellten Laptops.

Kommunikation

Es gibt zwar viele konzerninterne Meetings, diese sind aber häufig inhaltsleer und wiederholend. Schwierige Themen, z.B. Gehaltssteigerungen und Boni werden versucht mit Floskeln und "Fachbegriffen" zu umgehen. Alle Entscheidung werden maximal spät mitgeteilt und aufgeschoben. Man muss jedoch bedenken, dass für Mercer als amerikanischer Konzern auch viele Entscheidungen aus den USA kommen und der europäische Markt keine Priorität hat.

Gleichberechtigung

Es wird sehr viel Wert auf sein Image gelegt, daher werden offene Führungspositionen in sehr hoher Zahl und bevorzugt mit Frauen nachbesetzt. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Level, Geschäftsführung, etc. ausschließlich männlich. Das Gefühl ist, man hat als Mann weniger Chancen auf Beförderungen und als Frau nur bis zu einem bestimmtem Punkt.

Interessante Aufgaben

Interessante Kunden, ist man aber einmal in seinem Bereich, bleibt es dabei. Veränderungen sind kaum möglich (hier kommen nur leere Worte)

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Arbeitgeber-Kommentar

Jil Kampendonk, Senior Talent Acquistion Consultant
Jil KampendonkSenior Talent Acquistion Consultant

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

vielen Dank für dein ehrliches und konstruktives Feedback! Es freut uns zu hören, dass du die Arbeitsatmosphäre in den Teams als gut empfindest und unseren Umgang mit älteren Kolleg:innen als vorbildlich bewertest. Auch dass du die flexible Arbeitszeitgestaltung und die Homeoffice-Möglichkeiten schätzt, nehmen wir gerne zur Kenntnis.

Gleichzeitig verstehen wir deine Frustration bezüglich der Karriereentwicklung - das ist offensichtlich ein Bereich, in dem wir nachbessern müssen. Deine Kritik an der internen Kommunikation und dem Führungsverhalten auf höheren Ebenen nehmen wir ebenfalls sehr ernst.

Deine konkreten Verbesserungsvorschläge zur Mitarbeiterbindung, -kommunikation und zum besseren Zusammenspiel der Abteilungen sind für uns sehr wertvoll. Wir würden gerne mehr über deine Erfahrungen erfahren und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln. Falls du Lust auf einen direkten Austausch hast, melde dich gerne bei mir (jil.kampendonk@mmc.com).

Danke für deinen Einsatz bei Mercer. Wir wünschen dir alles Gute und freuen uns, wenn du dich noch einmal bei uns meldest.

Liebe Grüße
Jil

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.