1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
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Ich habe meine Ausbildung zur Steuerfachangestellten in dieser Kanzlei gemacht und möchte meine Erfahrungen teilen.
Zu Beginn habe ich mich wirklich wohlgefühlt – ich wurde unterstützt, ernst genommen und hatte das Gefühl, viel lernen zu können. Leider hat sich das im Laufe der Zeit stark verändert. Es entstand ein spürbarer interner Konflikt zwischen Vollzeitkräften und Azubis, der die gesamte Arbeitsatmosphäre zunehmend belastet und die Dynamik innerhalb der Kanzlei deutlich verschlechtert hat.
Nach meiner Ausbildung keimte kurzzeitig wieder Motivation auf. Ich habe versucht, mich auf neue Strukturen zu konzentrieren und die vorherigen Probleme auszublenden – allerdings hielt das nicht lange an. Der emotionale und teilweise sehr persönliche Druck seitens des Vorgesetzten überschritt für mich irgendwann eine klare Grenze.
Trotz abgeschlossener Ausbildung musste ich weiterhin Tätigkeiten wie Postein- und -ausgang sowie Empfang übernehmen. Verbesserungsvorschläge wurden konsequent abgelehnt, versprochene Benefits blieben aus, und das Bonussystem war faktisch unerreichbar – insbesondere für frisch Ausgelernte, da es sich an Jahresabschlüssen orientierte.
Fehler wurden nicht mehr als solche behandelt, sondern oft auf das Privatleben projiziert. Aussagen wurden verdreht und zu eigenen Gunsten ausgelegt. Es entstand ein Gefühl von ständiger Manipulation – inklusive der unterschwelligen Botschaft, man solle dankbar sein, weil es „woanders noch schlimmer“ wäre.
Perspektiven? Fehlanzeige. Statt Entwicklung ging es nur noch um Masse, Tempo und Abarbeitung – wie am Fließband. Der zwischenmenschliche Umgang war geprägt von emotionalem Druck, Kleingerede und einem System, das sich für mich zunehmend nach Ausbeutung angefühlt hat.
Selbst nach meiner Kündigung bin ich aus Kulanz einen Monat länger geblieben, um zu unterstützen – ohne jegliche Anerkennung, nicht einmal ein Handschlag. Dem Arbeitszeugnis musste ich ebenfalls hinterherlaufen.
Mein Fazit: Kurz gesagt – rette sich, wer kann.