Hohe Arbeitslast, Intrasparenz & mangelnde Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich fande die Arbeit mit den Versicherten sehr schön. Die Gespräche und Lebensgeschichten waren interessant.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Intransparente Entscheidungen, fehlende Wertschätzung und Anerkennung für die tolle Arbeit, welche die Mitarbeiter leisten
Arbeitsatmosphäre
Sehr unterkühlt- Es gibt kein Team-Gefüge, kein Miteinander
Kommunikation
Die Kommunikation findet per E-Mail-Verkehr statt. Nur das Nötigste wurde mitgeteilt. Telefonische Kontaktaufnahme innerhalb des Dienstes war nicht gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
Im Team war der Zusammenhalt gut. Sonst ist jeder ein Einzelkämpfer. Private WhatsApp- Gruppen waren nicht gerne gesehen.
Work-Life-Balance
Freie Wochendenenden und kein Schichtdienst klingen erstmal gut. Im Arbeitsalltag waren die Arbeitszeiten jedoch schwer zu kalkulieren und zu planen. Man wurde übertourt falls eine Begutachtung ausfällt, das heißt bis zu 6 Hausbesuche am Tag mussten durchgeführt werden. Neun oder Zehn Arbeitsstunden am Tag waren da keine Seltenheit. Zeitausgleich musste aktiv beantragt werden.
Vorgesetztenverhalten
Leider herrschte ein rückständiger Führungsstil.
Interessante Aufgaben
Die Gespräche mit den Versicherten und deren Angehörigen waren immer sehr interessant und wertvoll. Die Rahmenbedingungen waren jedoch sehr starr/ unflexibel.
An Zusatzaufgaben kam man nur schwer ran.
Gleichberechtigung
Entscheidungen über Zusatzaufgaben waren intransparent und nicht nachvollziehbar. Zwischen ärztlichen Kollegen, Kollegen aus der Pflege sowie Verwaltungsmitarbeiter/innen gab es gefühlte Wertschätzungsunterschiede.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann nicht wirklich beurteilt werden, da man ja kaum Kontakt zu anderen Kollegen hatte.
Arbeitsbedingungen
Man hatte ein altes Tastentelefon, ein Laptop und bei Bedarf ein Navigationsgerät zur Verfügung gestellt bekommen. Drucker, einen separaten Bildschirm, ein Arbeitszimmer sowie ein PKW mussten privat gestellt werden. Bezüglich der privaten PKW-Nutzung erhielt man eine Kilometerpauschale, welche jedoch nicht die tatsächlich verursachten Kosten abdeckte.
Die Büro-Räumlichkeiten, welche der Dienst zur Verfügung stellte, waren mitunter nicht vollständig technisch ausgestattet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wenig Digitialisierung, dafür viel Briefverkehr und Ausdrucke.
Tourenplanung oft nicht effizient genug, das heißt weite Fahrstrecken.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist ok, aber steigt leider nicht kongruent der Lohnentwicklung im Bereich der Pflege an. Sozialleistungen nur das Nötigste.
Image
Schlecht. Die Versicherten und deren Angehörige waren häufig unzufrieden. Auch das Arbeitsklima im Kollegium war sehr angespannt.
Karriere/Weiterbildung
Karrieresprünge waren nicht möglich. Es gab interessante Weiterbildungen, jedoch nicht regelmäßig