Spannende Tätigkeit, unterirdische Kommunikation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spannende Themen- und Aufgabenfelder und thematisch große Freiheiten für die Redaktionen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter haben Null Vertrauen in die GF, weil die sich schon einiges geleistet hat. Es ist extrem hierarchisch und kritische Stimmen werden da gerne auch mal von heute auf morgen rausgeschmissen. Dass es keinen Betriebsrat gibt, spricht Bände!
Verbesserungsvorschläge
Mehr auf die Mitarbeiter hören, vor allem auf die jüngere Generation, die von vielem einfach mehr versteht als die GF. Kommunikation in beide Richtungen ermöglichen. Mehr in die Entwicklung der Mitarbeiter und ihrer Kompetenzen investieren. Von nichts kommt nichts...
Arbeitsatmosphäre
Sehr hierarchische Strukturen und wenig Kritik geduldet. Trotzdem ist es im Großen und Ganzen ok, weil viele Kollegen sich schon lange kennen und es dadurch familiär ist.
Image
Der Verlag ist traditionsreich und hat ein gutes Standing in der Branche. Wer die GF außerhalb des Unternehmens persönlich kennt, verliert nicht allzu gute Worte. Auch die Mitarbeiter sind sich der negativen Seiten bewusst und reden darüber.
Work-Life-Balance
Sehr stark abhängig vom Abteilungsleiter/Chefredakteur. Aber von Seiten der GF ist kein Home Office (nur in Ausnahmefällen) und keine Gleitzeit vorgesehen. Dafür werden aber Überstunden - auf allen Hierarchiebenen - erwartet.
Karriere/Weiterbildung
Dafür, dass das Unternehmen immensen Nachholbedarf in Sachen Online/Digitales hat, bekommen die Mitarbeiter erschreckend wenig Möglichkeiten zur Weiterbildung.
Gehalt/Benefits
Für die Branche angemessene Gehälter, plus Weihnachts- und Urlaubsgeld für Festangestellte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ist kein besonderes Thema für den Verlag
Kollegenzusammenhalt
Mangels richtiger Küchen und Gemeinschaftsräume fehlt die Möglichkeit eines regelmäßigen Austauschs. Über die eigene Abteilung/Redaktion hinweg passiert nicht viel, gerade für neue Kollegen kann das schwer sein. Kein Betriebsrat nach über 100-jährigem Bestehen...
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit werden sehr geschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Kein Kontakt zur Realität der Angestellten, weltfremde Vorstellungen ihrer Arbeit und des Arbeitspensums. Keine Ahnung von Digitalisierung und Online, erwarten aber, dass Print-Redakteure von heute auf morgen monetarisierbare Online-Modelle auf die Beine stellen. Ohne zusätzliches Budget oder Man/Woman-Power.
Arbeitsbedingungen
Schönes, denkmalgeschütztes Gebäude, das aber einrichtungsmäßig sehr in die Jahre gekommen ist und so seine Macken hat. Technische Ausstattung ist ok.
Kommunikation
Von Seiten der Geschäftsführung ist die Kommunikation unterirdisch. Super-GAU, wenn über die Kündigung eines langjährigen Kollegen vorher nicht einmal mit dem Chefredakteur gesprochen wird.
Interessante Aufgaben
Spannende Themenfelder der einzelnen Titel und tolle Möglichkeiten, die Branche kennenzulernen.
