Das toppt alles... und nicht gerade in positivem Sinn.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Benefits können sich sehen lassen. Die Kundenprojekte können spannend sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit Mitarbeitern seitens des Management ist einfach respektlos. Beförderungen sollten von der Leistung und nicht von Sympathie abhängen. Eine klare Kommunikation und das Setzen realistischer Ziele sollte selbstverständlich sein.
Verbesserungsvorschläge
Als Personalfirma sollte Arbeitsrecht kein Fremdwort sein! Auch die Schaffung neuer Perspektiven innerhalb der Kundenprojekten sollte für den Arbeitgeber Priorität haben. Die Installation eines Betriebsrates oder zumindest klare Ansprechpartner bzgl. HR-Themen, die über das Controlling hinausgehen, würde MP zu einer vertrauenswürdigen Marke machen.
Arbeitsatmosphäre
Großraumbüro mit entsprechendem Lärmpegel. "Hippe" Musikbeschallung sorgt für zusätzliche Atmo. Sich auf die Arbeit zu konzentrieren ist so schlichtweg nicht möglich. Den Unterschied merkt man dann jedes Mal im Homeoffice. Die Hardware ist veraltet und sehr störanfällig. Das Laptop Modell verschleißt unglaublich schnell und fast alle Kollegen beklagen sich regelmäßig. Normalerweise tauscht man das dann bei jedem anderen Arbeitgeber unkompliziert gegen ein Neues Gerät ein. Bei MP jedoch nicht: Hier darf man hoffen und bangen, ob überhaupt ein Gerät verfügbar ist. Sollte also jemand spontan im Büro stolpern und der Laptop zu Bruch gehen, steht kein unkomplizierter Tausch bereit. Wie soll man in so einem Fall dann Kundentermine noch rechtzeitig wahrnehmen? Die IT ist nur per E-Mail zu erreichen und in dringenden Fällen nicht gerade auf Zack. Bei renommierten Arbeitgebern ist ein Hardwaretausch eine Sache von 5 Minuten. Hier wird einem sogar von MP angedroht, die Kosten in Rechnung zu stellen. Als ich mich bei einem IT-Reparaturservice vorsorglich erkundigt hatte, was es kosten könnte, hat man mir kopfschüttelnt mitgeteilt, dass jeder Arbeitgeber entsprechend versichert ist.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kein Budget für Beförderungen. Einigen Frauen wird die Karriere durch degradierende Versetzung verbaut. Man möchte Kosten sparen und billig einstellen. Die letzten Anstellungen im Team waren befristet. Dass die Kollegen kein einwandfreies Deutsch beherrschen, um sich mit Kunden und Kollegen professionell auszutauschen, scheint keine Rolle zu spielen. Treue zahlt sich nicht aus: Die Kollegen, die länger mit dabei sind erhalten keine Gehaltserhöhungen ohne Verantwortungszuwachs. Es gibt jährlich 1% zusätzlich, was nicht mal die Inflation deckt. Freiwillige Urlaubstage können nicht verkauft werden. Stattdessen stellt man neue Arbeitskräfte ein, die nicht mal ein Jahr Berufserfahrung in dem Job haben. Und so wird dann erneut jemand aufwändig für ein deutsches Unternehmen mit zahlreichen Tarifregelungen eingearbeitet, obwohl die Person eh nach kurzer Zeit wieder weg ist. Hauptsache günstig. Wer so wenig in seine Arbeitskräfte investiert, um sie zum Bleiben zu motivieren, braucht sich dann nicht wundern, wenn wertvolles Wissen abwandert. Zumindest stellen Angestellte seit Jahren deutliche Wissenslücken bei Vorgesetzten fest, wenn es um die Regelungen und Vorgaben der Kunden geht.
Vorgesetztenverhalten
Im Laufe mehrerer Jahre hatte ich zahlreiche Vorgesetzte. Teamleads sowie Abteilungsleiter, die viel Verantwortung tragen. Die Abteilungsleitung hat uns bewusst getäuscht und belogen. Versprochen wurde mir und meinen Kollegen eine Versetzung in eine neue Rolle. Bekommen haben wir ein komplett neues Team, inklusive Outsourcing mit katastrophalem Management in Spanien. Das wurde so vertraglich nie festgehalten, sondern nur der Stellentitel angepasst. Arbeitsrechtlich ist das eine Katastrophe, aber es interessiert niemanden. Es gibt keinen verantwortlichen Ansprechpartner für mich bei Michael Page (HR, Betriebsrat, etc.). Bei anderen Personalfirmen wie H wurde mir ab Tag 1 ein persönlicher Ansprechpartner im Vertrag genannt und an die Seite gestellt. Wenn ich bei der deutschen hR anrufe, kriege ich gesagt, dass man nur für die Arbeitszeiterfassung verantwortlich ist. Dass meine neuen Vorgesetzten meinen Quartalsziele immer NACH Beginn des Quartals kommunizieren, stellt ebenfalls einen Verstoß gegen das Arbeitsrecht dar. Das habe ich bereits an die super-tolle Meldestelle weitergegeben, und es wurde sogar der ausländischen Unternehmensleitung mitgeteilt. Fazit: Nichts änderte sich.
Kommunikation
Wer Quartalsziele stets nach Beginn des Quartals kommuniziert, absichtlich bei Versetzungen bzgl. neuen Rahmenbedingungen betrügt und den Mitarbeiter vor falsche Tatsachen stellt, hat aus meiner Sicht jeglichen Vertrauensbruch als Arbeitgeber begangen. MP hat auch eine ganz tolle Meldestelle für Mitarbeiter eingerichtet. Die Kommunikation läuft hier. Nur eben ohne jegliches Ergebnis oder Änderung des Fehlverhaltens.
Gleichberechtigung
Es wird befördert und gefördert, wenn einem die Nase passt. Von Gleichberechtigung kann keine Rede sein, wenn Mitarbeiter befördert werden, die schludrig arbeiten und reihenweise Fehler machen, aber einfach beim Kunden beliebt sind. Höhe der Boni hängt ebenfalls davon ab, wie beliebt man bei der Führungskraft ist. Beförderungen in unter einem Jahr existierten bis dato nicht, aber wenn man ganz besonders gemocht wird, ist das nun sogar auch möglich. Dass es jemand so Neuem dann noch an absolutem Basiswissen fehlt und man die Fehler der neuen Arbeitskraft auch noch ausbaden darf, scheint keine Rolle zu spielen. Ich dachte immer, eine (so schnelle) Beförderung gehe mit herausragender Leistung einher und setze denselben Wissensstand voraus. Durch Neuzugänge und übereilte Beförderungen habe ich nun Kollegen auf demselben Level sitzen, denen aber grundlegende Vorgaben und Regelungen ubekannt sind und deshalb nicht umgesetzt werden. Absolut lächerlich, insbesondere, wenn man die mangelhafte Arbeit des anderen (während Urlaubszeitvertretungen etc.) dann auch noch selbst nachholen darf. Die absolute Spitze der Unfairness ist die völlig unterschiedliche Verteilung von Arbeitslast/Workload.
Interessante Aufgaben
Früher war der Job mal abwechslungsreich und umfasste gewisse Verantwortung. Seit einer Versetzung in ein neues Team wurden meine Aufgaben radikal gekürzt. Da das deutsches Arbeitsrecht vorsieht, dass eine Versetzung nicht mit Einschnitten in der Verantwortlichkeit einhergehen darf, ist das ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht. Ich habe aktuell nur noch eine Aufgabe, welche 1-2 Tätigkeiten umfasst. Folge: Man schaut sich bereits anderweitig nach interessanteren Stellen um und so geht früher oder später wertvolles Wissen einer jahrelang eingearbeiteten und seniorigen Arbeitskraft verloren.

