4 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe den Eindruck, dass Stellenanzeigen in Deutschland den Arbeitgebern indirekt die Möglichkeit geben, Bewerber zu diskriminieren. Oft wirkt es so, als würden Bewerbungen bereits im Auswahlprozess nach bestimmten Kriterien aussortiert, ohne dass die tatsächliche Qualifikation im Mittelpunkt steht. Am Ende werden viele Bewerber abgelehnt, während die Gründe dafür intransparent bleiben. Dadurch entsteht der Verdacht, dass Diskriminierung im Bewerbungsverfahren eine größere Rolle spielt, als offiziell zugegeben wird.
Unternehmen beklagen den Fachkräftemangel – gleichzeitig erleben Bewerbende Recruiting-Prozesse, die kaum nachvollziehbar sind.
Meine Bewerbung wurde durch eine KI-ATS-Analyse mit 94 von 100 Punkten bewertet. Das Ergebnis? Eine standardisierte Absage.
Jetzt wird es interessant:
Der in der Stellenausschreibung angegebene Standort Hanau ist nicht nachvollziehbar.
In der Stellenausschreibung ist eine andere HR-Ansprechperson genannt als in der Absage-E-Mail.
Als erfahrene Führungskraft stelle ich mir daher einige berechtigte Fragen:
War die Stelle überhaupt zu besetzen? Wurde die Bewerbung tatsächlich von einem Menschen geprüft? Oder dienen ATS-Systeme und KI lediglich als Feigenblatt für bereits getroffene Entscheidungen?
Unternehmen investieren Millionen in Employer Branding, KI und moderne Recruiting-Tools. Doch wenn Transparenz, Konsistenz und Wertschätzung fehlen, helfen auch die besten Systeme nicht.
94 von 100 Punkten – und trotzdem eine Absage.
Vielleicht liegt das Problem nicht bei den Bewerbenden, sondern bei den Recruiting-Prozessen selbst.
Recruiting braucht Nachvollziehbarkeit statt Blackbox-Entscheidungen.