Viel Druck, wenig Fachkenntnis und das Gehalt kam selten pünktlich
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ohne den Sperrmüll an Inventar, könnte die Location etwas hermachen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu späte Gehaltszahlungen, Führung durch Druck statt Kompetenz, massiver Wissensabfluss durch Fluktuation und eine Unternehmenskultur, die Mitarbeitende langfristig nicht trägt. Wer einen verlässlichen Arbeitgeber sucht, sollte sehr genau hinschauen, bevor er hier unterschreibt.
Verbesserungsvorschläge
Pünktliche Gehaltszahlung ist das Minimum, kein Bonus. Führungskräfte sollten das Kerngeschäft verstehen, das sie führen. Und wer gute Leute halten will, muss sie auch entsprechend behandeln, bevor es zu spät ist.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war dauerhaft angespannt. Druck wurde von oben weitergegeben, ohne dass Raum für konstruktives Arbeiten blieb. Ich habe selten so ungern zur Arbeit gegangen.
Kommunikation
Kommunikation fand überwiegend in eine Richtung statt, von oben nach unten, ohne Raum für Rückfragen oder Feedback. Wichtige Informationen kamen oft zu spät oder gar nicht an.
Kollegenzusammenhalt
Unter den verbliebenen Kolleginnen und Kollegen gab es punktuell Zusammenhalt, allerdings vor allem weil alle unter denselben Bedingungen litten. Von echter Teamkultur war das weit entfernt.
Work-Life-Balance
Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwammen regelmäßig. Erwartungen wurden selten klar kommuniziert, dafür aber sofort eingefordert. An echte Balance war nicht zu denken.
Vorgesetztenverhalten
Das war der gravierendste Punkt. Ich habe Führungsverhalten erlebt, das auf Druck statt auf Kompetenz basierte. Fachliches Wissen, insbesondere im Kerngeschäft E-Commerce und Amazon, fehlte durch den Abgang der wichtigsten Mitarbeiter weitgehend. Entscheidungen wirkten willkürlich, Kritik wurde nicht toleriert.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabenfeld im Marktplatzbereich wäre grundsätzlich interessant. In der Praxis wurde man jedoch durch schlechte Prozesse, mangelnde Ressourcen und ständigen Druck daran gehindert, irgendetwas wirklich gut zu machen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung hing stark davon ab, wie nah man der Führung stand. Wer nicht ins Bild passte, wurde früher oder später spürbar anders behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Auf dem Papier vorhanden, in der Realität kaum spürbar. Diversität als gelebter Wert war nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren belastend. Besonders schwer war für mich, dass das Gehalt regelmäßig zu spät ausgezahlt wurde. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verstoß gegen grundlegende Arbeitnehmerrechte und es passierte nicht einmal, sondern wiederholt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Geräte liefen Tag und Nacht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde mir über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu spät überwiesen. Das erzeugt finanziellen Stress und ist schlicht nicht akzeptabel. Sozialleistungen gab es kaum Nennenswertes.
Image
Wurde von Anderen aufgebaut. Der verblieben GF zehrt heute noch davon.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten oder strukturierte Weiterbildung habe ich nicht erlebt. Wer sich weiterentwickeln will, ist hier auf sich allein gestellt.