2 von 2 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Freitags haben die Chefs Salat und Brot für die Mittagspause zur Verfügung gestellt, ansonsten hat mir, ohne zu übertreiben, nichts gefallen.
Kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Homeoffice nur, wenn man einen triftigen Grund hatte.
Da das Büro weniger als 10 Mitarbeiter hat, kann man dort auch mit einem unbefristeten Vertrag jederzeit gekündigt werden, wie in meinem Fall, mit der Begründung, dass keine Aufgaben mehr für mich vorhanden seien. Nur zwei Werktage später hat jedoch eine neue Person dort angefangen zu arbeiten.
Außerdem ist mir während meiner Zeit dort aufgefallen, dass oft, sobald eine neue Person angefangen hat, eine andere gekündigt wurde. Man hat dadurch überhaupt keine Sicherheit.
Aus meiner Sicht hat man als Arbeitnehmer durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in so einer Konstellation nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.
Auf der Website wirkt das Unternehmen größer, als es tatsächlich ist. Zu meiner Zeit waren es inklusive mir nur sieben Mitarbeiter plus die beiden Geschäftsführer.
Die eine Führungskraft kann man leider nicht mehr ändern, das ist jedem klar. Die neue, die bald dazukommt, sollte aus meiner Sicht mehr Wert auf Mitarbeitende legen und weniger oberflächlich/hochnäsig sein. Da muss noch einiges verbessert werden. Ich habe aber das Gefühl, dass der zukünftigen Führungskraft das durchaus bewusst ist.
Katastrophal. Die eine Führungskraft saß mit uns allen im selben Raum. Ich habe mich durch sie seit Tag 1 jede Sekunde beobachtet gefühlt. Dadurch, dass sie von weit hinten auf meinen Bildschirm schauen konnte, korrigierte sie mich manchmal sogar von ihrem Arbeitsplatz aus und fragte mich in meiner Anfangszeit sehr oft, obwohl sie sah, was ich für Aufgaben machte, was ich denn wohl tue, als würde ich etwas Verbotenes machen. Micro-Management wird in diesem Büro großgeschrieben.
Es wird sehr viel Wert auf Prestige und Erscheinung gelegt, teilweise sogar zu extrem. Man hatte manchmal den Eindruck, als wären bestimmte Projektbeteiligte übermäßig wichtig behandelt worden.
Aus meiner Sicht gab es das nicht. Viele Kollegen haben sich nicht getraut, nach den 8 Stunden pünktlich Feierabend zu machen, weshalb fast alle regelmäßig Überstunden gemacht haben. Ich habe fast jeden Tag pünktlich Feierabend gemacht und hatte dabei den Eindruck, dass das nicht gern gesehen wurde.
Ansonsten mussten die vertraglich geregelten 40 Stunden pro Woche vollständig erfüllt werden. Ein flexibler Ausgleich über mehrere Wochen hinweg war dabei nicht möglich.
Außerdem wurden die ersten 10 Überstunden pro Monat nicht vergütet. Man konnte diese auch nicht durch Freizeit ausgleichen. Erst ab der 11. Überstunde erhielt man die Möglichkeit, eine Überstunde als Freizeitausgleich zu nehmen. Aus diesem Grund habe ich kaum Überstunden gemacht. Diese Regelung wirkt aus der Zeit gefallen und entspricht meiner Ansicht nach nicht mehr modernen Arbeitsstandards.
Aus meiner Sicht war hier Karriere und Weiterbildung, wie schon unten erwähnt, nicht möglich, da mir manche Aufgaben nicht zugetraut wurden und ich immer auf dem gleichen Stand geblieben bin, was ich sehr schade fand.
Dafür, dass man studiert hat, verdient man als Architekt recht wenig, obwohl die Arbeitgeber dabei so viel verdienen.
Alles lief auf kollegialer Ebene, darüber hinaus ging es nicht, also keine Freundschaften. Sobald jemandem etwas Unfaires durch die Führungskraft passiert ist, hat sich niemand getraut, den Mund aufzumachen. Jeder war still, weil sich alle der dominanten Führungskraft gegenüber machtlos gefühlt haben. Leider haben die sich daran gewöhnt, was ich sehr schade finde.
Ich könnte zu diesem Punkt ein Buch schreiben. Dieses Büro war eine große Lehre für mich. Ich war vorher in einem sehr guten Büro, wodurch ich einen sehr direkten Vergleich hatte und das ab Tag 1.
Am 1. Tag merkte ich sofort, wie dominant die eine Führungskraft ist. Ich wurde regelmäßig beobachtet und am 3. Tag bereits darauf hingewiesen, nicht mit dem Handy zu spielen, obwohl ich nur kurz auf eine Nachricht reagiert hatte. Niemand kann 8 Stunden durchgehend am Bildschirm arbeiten.
Wochen später fiel mir starkes Micro-Management auf. Ich war die einzige, die keine E-Mails an Projektbeteiligte versenden durfte und auch nicht mit ihnen telefonieren durfte. Insgesamt habe ich in 9 Monaten nur 2–3 E-Mails verschickt. Mails mussten grundsätzlich erst eingereicht, bis ins Detail korrigiert und anschließend freigegeben werden, erst dann durfte man sie versenden. Das galt für jeden. So etwas habe ich vorher nie erlebt.
Auch wurde sehr stark auf äußeres Auftreten geachtet.
Insgesamt war die Situation für mich sehr belastend. Mit der Kündigung war ich letztlich erlöst, die 9 Monate haben mich psychisch stark mitgenommen.
Sobald die Führungskraft den Raum verließ, konnte man mit Kollegen sprechen. Ansonsten war jeder mucksmäuschenstill, da es nicht gern gesehen wurde, dass man während ihrer Anwesenheit miteinander spricht. In den Pausen war die Kommunikation aber top.
Die Kommunikation mit der einen Führungskraft war sehr schwierig. Obwohl zwischen uns nichts vorgefallen ist, war die Führungskraft weder bei meinem Kündigungsgespräch dabei noch wurde ich danach darauf angesprochen. Nach der Kündigung wurde ich komplett ignoriert, als wäre ich nicht mehr da. Lediglich morgens und abends gab es noch ein „Guten Morgen“ und „Tschüss“. Das war alles. Ich empfand das als sehr respektlos. So geht man aus meiner Sicht nicht mit Arbeitnehmern um. Nach meiner Kündigung wurde ich auch von der Sekretärin ignoriert, wieso auch immer.
Als Muslimin habe ich mich teilweise unwohl gefühlt. Aus meiner Sicht bestand teilweise wenig Wissen darüber, dass Musliminnen beispielsweise kein Schweinefleisch essen, keinen Alkohol trinken und im Ramadan fasten. Dadurch kam es gelegentlich zu Fragen, die für mich unnötig oder unpassend wirkten.
Teilweise wurden diese Themen indirekt ins Lächerliche gezogen, was ich in dem Kontext als unangenehm empfand, aber ich habe nichts dazu gesagt.
Ich wünschte, ich könnte zeigen, welche Aufgaben ich dort bekommen habe, als wäre ich Studentin im 1. Semester gewesen. Gefühlt musste ich alle zwei Stunden nachfragen, was ich als Nächstes tun soll. Manchmal haben sich die Verantwortlichen minutenlang angeschaut und überlegt, welche Aufgaben ich bekommen könnte.
Eigentlich gab es genug zu tun, aber dadurch, dass mir offensichtlich vieles nicht zugetraut wurde, habe ich sehr einfache, fast schon kindliche Aufgaben erhalten. Weiterentwicklung war so aus meiner Sicht nicht möglich. Ich hatte das Gefühl, in einem schwarzen Loch zu stecken.
Mir war die ganze Zeit langweilig. Ab einem gewissen Punkt hatte ich keine Lust mehr, nachzufragen, was ich nun machen könnte und habe versucht, die Aufgaben langsamer zu erledigen oder so zu tun, als hätte ich etwas zu tun.
Wirklich nichts
Die Geschäftsführung
Das Büro zu verlassen.
Toxisch
Mangelhaft
Oberflächlich
Unmenschlich
Sehr schlecht
Sowas existiert in diesem Büro nicht