Erschreckende Entwicklung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider gibt es nicht mehr viele positiven Trends, die man gut finden kann. Dies liegt zum einen am neuen Geschäftsmodell und zum anderen an der Umsetzung durch die Führungskräfte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Thema Rendite steht mittlerweile an erster Stelle. Dies wird natürlich anders verkauft, jedoch sind nur noch rentable Mitarbeiter für das Unternehmen interessant. Der Mensch steht schon lange nicht im Vordergrund.
Arbeitsatmosphäre
Der Verkauf zu Beginn des Jahres an eine Private Equity-Gesellschaft, die augenscheinlich dazu kam wie die Jungfrau zum Kind, trägt zu einer fühlbaren Unsicherheit bei, da sicher ist, dass das Unternehmen in spätestens 4-5 Jahren wieder veräußert wird.
Image
Der Name MÜPRO stand Jahrzehnte für einen der besten Lösungslieferanten der Branche mit Premiumprodukten und einem fantastischen Service-Grad. Leider bröckelt das Image nicht nur, man kämpft mittlerweile um's nackte Überleben. Das bleibt bei der Außendarstellung weder beim Kunden, noch dem Wettbewerb und potentiellen Bewerbern verborgen.
Work-Life-Balance
Leider schrumpfen die Aktivitäten hier etwas. Mitarbeiter erhalten jedoch die Möglichkeit von Home-Office und auch sonst wird versucht (z.B. Erweiterung des Urlaubsanspruchs) positive Impulse zu setzen.
Karriere/Weiterbildung
Schwierig. Externe Weiterbildungen werden kaum gefördert. Interne Schulungsmaßnahmen werden durch die schwindende Anzahl der Experten (hohe Fluktuation, auch bei altgedienten Mitarbeitern) immer geringer, zudem ist nichts neues und kaum Praxis dabei. Wer nach oben will, benötigt Vitamin B.
Gehalt/Benefits
Einmal verhandelt ist es schwer Steigerungen durchzusetzen. Oft wartet man Jahre auf eine Reaktion von Gehaltsgesprächen. Das zum neuen Jahr wiederum geänderte Gehaltsmodell ist ein Schritt zurück in die Provisions-Steinzeit und fördert, wie das damalige Uraltsystem nur Kollegen mit einer hohen Umsatzzahl. Neue und Mitarbeiter mit einem schwachen Gebiet schauen in die Röhre! VWL und andere Sozialleistungen gibt es nicht!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Normaler Durchschnitt.
Kollegenzusammenhalt
Zum Glück ein deutlicher Pluspunkt. Negative Erlebnisse schweißen nun mal zusammen. Man kann sich größtenteils auf seine Kollegen verlassen und es herrschte eine toller Zusammenhalt.
Umgang mit älteren Kollegen
Leider wurden im Rahmen der Neustrukturierung der Logistik, welches immer noch in einem Desaster gleicht, langjährige Mitarbeiter aus Lager, Warenausgang und Wareneingang gezwungen das Unternehmen zu verlassen. Das zum einen das Konzept ein falsches war, muss nun jeder Mitarbeiter täglich spüren. Konsequenzen für die Entscheider gab es keine.
Vorgesetztenverhalten
Seit knapp zwei Jahren von Führung keine Spur! Die "neue Führungsriege" versucht nun durch Druckaufbau und Einschüchterung der Mitarbeiter die geforderten Erfolge durchzuziehen. Jegliche Eigenständigkeit geht dabei verloren!
Arbeitsbedingungen
Diese haben sich durch die Ausweitung der Kontrollen extrem verschlechtert. Eigenständigkeit geht komplett verloren, Dienst nach Vorschrift ist gewünscht. Die Kontrolle der Mitarbeiter steht an erster Stelle, so erhofft man diese zu den gewünschten Leistungen zu quälen, was der Geschäftsführung anders nicht gelingt.
Kommunikation
Seit Jahren ein erhebliches Problem, dem auch die Verbesserung des Intranets mit internen Informationen nicht entgegenwirken konnte. Entscheidungen werden erst durch den Flurfunk bekannt, bevor dann eine notdürftige Kommunikation an die Mitarbeiter erfolgt.
Gleichberechtigung
Keine negativen Erlebnisse gemacht oder mitbekommen.
Interessante Aufgaben
Bisher durch die Möglichkeit der Umsetzung der eigenen Strategie sehr interessant. Neuerdings gelten aber für alle Mitarbeiter die gleichen Aufgaben und das gleiche von der Geschäftsführung aufgezwungene Konzept.