Arroganz vor Ahnung - und das merkt man im Produkt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegialität und Unterstützung im direkten Team.
Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ist grundsätzlich gegeben.
Einzelpersonen im Team sind sehr engagiert und motiviert, trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlendes Vertrauen in Fachkompetenz und mangelnde Offenheit gegenüber oder sogar Angst vor wirklichen Daten.
Keine gelebte Forschungskultur – eigene Arbeit und die Möglichkeit, die Expertise dahinter zu zeigen, werden aktiv behindert.
Führung verhält sich politisch schwierig und arrogant statt lösungsorientiert.
Keine Entwicklungsperspektiven und kein ernsthaftes Interesse an Verbesserung.
Verbesserungsvorschläge
Echte Kundenzentrierung zulassen: Nutzerforschung ermöglichen und in Entscheidungen integrieren.
Führungskräfte schulen, um Vertrauen statt Kontrolle zu fördern. Die Arroganz sollte abgebaut werden, denn bis dato wurde nichts erreicht.
Strategische Klarheit schaffen und Kompetenz auf allen Ebenen ernst nehmen.
Eine transparente, lernoffene Unternehmenskultur aufbauen, die Diskussionen aushält.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war über weite Strecken "politisch schwierig". Eigeninitiative und kritisches Denken wurden kaum gefördert, oft sogar aktiv behindert. Eine offene, lernorientierte Kultur existiert nicht, da konstruktives Feedback eher als Bedrohung denn als Chance verstanden wird.
Image
Extern wird ein fortschrittliches, kundenorientiertes Unternehmen kommuniziert. Intern spiegelt sich das Gegenteil: wenig Offenheit für Feedback, kaum Kundenorientierung und keine klare Produktstrategie.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist grundsätzlich okay, da die Arbeitszeiten meist eingehalten werden. Allerdings wird die mentale Belastung durch fehlende Gestaltungsmöglichkeiten unterschätzt. Wer intrinsisch motiviert arbeitet, muss viel Frustrationstoleranz mitbringen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklung ist faktisch nicht möglich. Es gibt keine Förderprogramme, keine klaren Perspektiven, keine Lernkultur. Menschen mit Ambitionen oder Gestaltungswillen stoßen schnell an institutionelle Grenzen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt über dem marktüblichen Bereich, Sozialleistungen sind gegeben. Es gibt keine nennenswerten Zusatzleistungen, die das Unternehmen von anderen Arbeitgebern abheben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
ok.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter direkten Kolleg*innen war das Highlight – respektvoll, unterstützend und fachlich stark. Der Zusammenhalt bricht allerdings an den Schnittstellen zu Führungsebenen ab, da Misstrauen und politische Spiele den Arbeitsalltag prägen.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier gibt es keine Auffälligkeiten. Kolleg*innen werden unabhängig vom Alter respektiert. Es existieren jedoch kaum erfahrene Mitarbeitende im Unternehmen, da die Fluktuation relativ hoch ist.
Vorgesetztenverhalten
Das größte Manko des Unternehmens. Anstatt Mitarbeitende zu fördern oder deren Expertise ernst zu nehmen, wird Kontrolle über Vertrauen gestellt. Strategische Rückendeckung fehlt vollständig. Führung bedeutet hier häufig Machtdemonstration statt Unterstützung und Arroganz statt datengestützter Entscheidungen. C Level glänzt durch mangelnde Erfahrung, die scheinbar durch Arroganz wettgemacht werden soll.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist ausreichend, aber organisatorisch sind die Arbeitsbedingungen schwierig. Fehlende Prozesse und fehlende Entscheidungsstrukturen führen zu Chaos und häufigen Doppelarbeiten. Eine Investorengeldverbrennungsanlage.
Kommunikation
Kommunikation erfolgt gar nicht und wird auch seitens C Level nicht gewünscht. Wenn dann top-down und aber nicht auf Augenhöhe. Fachliche Argumente werden regelmäßig ignoriert, wenn sie nicht in bestehende Meinungen passen. Entscheidungen wirken intransparent und basieren oft auf subjektivem Bauchgefühl statt auf Daten.
Gleichberechtigung
Innerhalb des Teams herrschen Gleichberechtigung und respektvoller Umgang, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Auf organisatorischer Ebene fehlen jedoch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, die Gleichbehandlung systematisch absichern.
Interessante Aufgaben
Das Potenzial wäre groß, wenn man die nötige Freiheit hätte. Leider verhindert die Unternehmenskultur, dass die Arbeit am Produkt wirklich interessant wird. Spannende Themen bleiben oberflächlich, da datenbasierter, validierter Input unerwünscht ist.
