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Vorsicht: Hoher Druck, schlechte Kommunikation, toxisches Klima

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Konstanz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass das Gehalt sehr gut war und zusätzlich vermögenswirksame Leistungen sowie Sachbezugsgutscheine bereitgestellt wurden. Auch die technische Ausstattung der Mitarbeitenden war hochwertig, inklusive MacBook, Bildschirm, Tastatur und Kopfhörer. Anfangs wirkte das Team freundlich und die Einarbeitung gut organisiert, und es gab vereinzelt Kolleg:innen, die hilfsbereit und unterstützend waren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Negativ hervorzuheben ist die stark belastende Arbeitsatmosphäre, die ich persönlich als toxisch erlebt habe. Kritik wurde oft herablassend und emotional geäußert, und das Vorgesetztenverhalten empfand ich als extrem belastend und wenig wertschätzend. Die Kommunikation war chaotisch, widersprüchlich und führte häufig zu Unsicherheit und Stress. Die Work-Life-Balance war praktisch nicht vorhanden, ständige Erreichbarkeit und widersprüchliche Regeln machten fokussiertes Arbeiten oder Abschalten nahezu unmöglich.

Darüber hinaus wurden Weiterbildungsmöglichkeiten und Messebesuche formal angekündigt, praktisch jedoch kaum umgesetzt; Vorschläge meinerseits wurden abgelehnt. Aufgaben waren oft kurzfristig, wechselten ohne Vorwarnung oder wurden auf die lange Bank geschoben. Auch der Kollegenzusammenhalt war nur teilweise vorhanden, es gab unterschwellige Spannungen und Lästereien. Insgesamt überlagerten diese Faktoren sämtliche positiven Aspekte und führten zu einem emotional stark belastenden Arbeitsumfeld.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht wäre es dringend notwendig, die Führungskultur im Unternehmen grundlegend zu überarbeiten. Kritik sollte konstruktiv, wertschätzend und nachvollziehbar vermittelt werden, statt emotional oder herablassend zu erfolgen. Ebenso wichtig wäre eine klare und transparente Kommunikation: Erwartungen, Ziele und Prozesse sollten offen und konsistent kommuniziert werden, damit Mitarbeitende wissen, woran sie sind und welche Prioritäten gelten.

Die Work-Life-Balance müsste deutlich verbessert werden, indem Erreichbarkeit klar geregelt, Pausen respektiert und private Termine ernst genommen werden. Auch die Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sollten tatsächlich nutzbar und gefördert werden, statt nur als formale Programmpunkte zu existieren. Schließlich wäre ein stärkerer Fokus auf echtes Teamwork und gegenseitige Unterstützung wünschenswert, um den Kollegenzusammenhalt zu stärken und ein gesundes, motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Arbeitsatmosphäre

Nach einem zunächst positiven Start hat sich die Arbeitsatmosphäre für mich persönlich innerhalb kurzer Zeit dramatisch ins Negative entwickelt. Während zu Beginn noch Freundlichkeit und Offenheit vorherrschten, kippte das Klima plötzlich und ohne Vorwarnung. Ich habe mich zunehmend unwohl, angespannt und unsicher gefühlt. Gespräche wurden aus meiner Sicht nicht mehr wertschätzend geführt, sondern oft scharf und herablassend. Für mich war die Atmosphäre zum Schluss toxisch und stark belastend. Es entstand der Eindruck, dass schon kleinste Themen zu großen Vorwürfen machten wurden. Dadurch ist für mich ein ständiges Gefühl von Druck, Angst und Unsicherheit entstanden, das mich emotional stark getroffen hat.
Ich würde hier eigentlich 0 Sterne geben wenn das gehen würde.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich persönlich als äußerst chaotisch, widersprüchlich und in vielen Momenten einfach belastend erlebt. Wichtige Informationen wurden meiner Wahrnehmung nach entweder gar nicht oder nur bruchstückhaft weitergegeben, sodass ich oft das Gefühl hatte, Anforderungen erfüllen zu sollen, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte. Rückfragen wurden häufig als störend empfunden, wodurch ein Klima entstand, in dem man kaum wusste, woran man eigentlich ist.

Meetings waren zahlreich, aber selten wirklich hilfreich. Trotz täglicher Abstimmungen blieb für mich vieles unklar, und gleichzeitig wurde man ständig kritisiert, obwohl zentrale Punkte nie konkret erklärt wurden. Das führte zu einer Kommunikationskultur, die ich als unstrukturiert, unprofessionell und emotional aufgeladen empfunden habe.

Besonders belastend war, dass jede Form von Verzögerung in der Antwortzeit, selbst wenn ich mich gerade fokussiert einer Aufgabe widmete, sofort zu Nachfragen führte, warum ich „nicht erreichbar“ sei. Dadurch wirkte Kommunikation weniger wie ein Austausch, sondern mehr wie permanente Kontrolle. Auch hier würde ich 0 Sterne geben.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war für mich sehr zwiespältig. Einige Kolleg:innen waren freundlich, hilfsbereit und haben die Zusammenarbeit angenehm gemacht, wofür ich dankbar war. Gleichzeitig habe ich aber auch viel Misstrauen, unterschwellige Spannungen und Lästereien wahrgenommen, die das Miteinander stark belastet haben. Informationen wurden nicht immer offen geteilt, und es entstand teilweise der Eindruck, dass man hinter dem Rücken über andere sprach. Für mich fühlte sich das Team daher oft gespalten an. Insgesamt war der Zusammenhalt also nur teilweise vorhanden und für mich oft enttäuschend.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war für mich persönlich am Ende praktisch nicht mehr vorhanden. Offiziell hieß es, es gäbe Kernarbeitszeiten zwischen 10 und 16 Uhr, und man müsse nicht ständig erreichbar sein. In der Praxis sah das jedoch völlig anders aus. Termine vor 10 Uhr waren scheinbar kein Problem, während Termine zwischen 10 und 16 Uhr extrem kritisch betrachtet wurden, und sobald ich nach 16 Uhr den Rechner ausschalten wollte, wurde dies ebenfalls problematisiert. Schon kurze Pausen oder Momente, in denen ich mich auf Aufgaben konzentrieren wollte, führten zu zahlreichen Nachfragen per Slack, wo ich sei und was ich tue. Ich hatte das Gefühl, permanent überwacht zu werden und jederzeit verfügbar sein zu müssen.

Hinzu kam, dass auch am Wochenende Nachrichten von Führungskräften kamen, obwohl offiziell kommuniziert wurde, dass Wochenendarbeit nicht erwartet wird. Überstunden durften offiziell nicht gemacht oder abgebaut werden, gleichzeitig wurde aber jede kleine Verzögerung registriert und kritisiert. Selbst für notwendige private Termine musste ich Urlaub nehmen, und dafür wurde mir dann teilweise vorgeworfen, ich würde „zu schnell Urlaub nehmen“. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten meiner Vorgesetzten empfand ich als extrem belastend und in vielerlei Hinsicht unprofessionell. Anfangs wirkte die Zusammenarbeit noch freundlich, doch schnell wurde klar, dass Kritik oft persönlich und herablassend geäußert wurde. Gespräche empfand ich häufig als laut, emotional aufgeladen und demütigend. Meine fachliche Erfahrung und Leistung schienen kaum wahrgenommen zu werden, stattdessen wurde ich immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert und das Gefühl vermittelt, nicht kompetent genug zu sein.

Auf Feedback und Hinweise meinerseits wurde meiner Wahrnehmung nach kaum eingegangen, stattdessen wurden Aussagen abgewiegelt, ignoriert oder sogar ins Gegenteil verdreht. Fragen nach Unterstützung oder Klarheit zu Aufgaben wurden oft nicht beantwortet oder abgetan. Für mich entstand der Eindruck, dass es weniger um Zusammenarbeit oder Entwicklung ging, sondern darum, Kontrolle auszuüben und Druck aufzubauen.

Interessante Aufgaben

Anfangs wirkten die Aufgaben abwechslungsreich und interessant, und ich hatte das Gefühl, sinnvoll ins Team eingebunden zu sein. Mit der Zeit wurden die Aufgaben jedoch zunehmend frustrierend. Häufig mussten Dinge innerhalb weniger Stunden erarbeitet werden, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass sie nicht mehr gebraucht wurden oder plötzlich als irrelevant galten. Gleichzeitig gab es Projekte, die über Wochen oder Monate auf die lange Bank geschoben wurden, ohne dass sie klar priorisiert oder sinnvoll begleitet wurden.

Hinzu kam, dass Aufgaben oft nicht klar erklärt wurden und die Erwartungen ständig wechselten. Selbst Themen, bei denen ich über jahrelange Erfahrung verfügte, wurden immer wieder als unzureichend dargestellt. Diese Widersprüche, die ständige kurzfristige Umplanung und das Gefühl, nie wirklich „fertig“ zu sein, haben die Freude an der Arbeit stark reduziert.

Gleichberechtigung

Meine Wahrnehmung war, dass Gleichberechtigung im Unternehmen in der Praxis nur begrenzt gelebt wurde. Offiziell wurde Diversität und Fairness betont, im Alltag habe ich jedoch beobachtet, dass Machtstrukturen, persönliche Sympathien und Hierarchien oft stärker zu wirken schienen als objektive Bewertung von Leistung oder Kompetenz. Entscheidungen über Aufgabenverteilung, Prioritäten oder Feedback wirkten teilweise undurchsichtig und nicht nachvollziehbar, sodass nicht immer klar war, ob alle gleich behandelt wurden.

Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeitenden die gleichen Chancen hatten, ernst genommen oder unterstützt zu werden. Besonders in kritischen Situationen, bei Konflikten oder bei Rückfragen zu Aufgaben schien es Unterschiede zu geben, je nachdem, wie man innerhalb des Teams oder im Verhältnis zu Führungskräften stand.

Umgang mit älteren Kollegen

In meiner Abteilung gab es keine älteren Kolleg:innen, sodass ich hierzu keine persönliche Einschätzung abgeben kann.

Arbeitsbedingungen

Die technischen Arbeitsbedingungen waren zwar grundsätzlich hochwertig: Neue Geräte wie MacBook, Bildschirm, Tastatur und Kopfhörer standen zur Verfügung, und auch die Organisation von Reisen und Team-Events wirkte professionell. Rückblickend hat dies jedoch kaum geholfen, die tatsächlichen Arbeitsumstände erträglicher zu machen. Die Ausstattung konnte die massive emotionale Belastung, den Druck und die chaotischen Abläufe nicht ausgleichen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Meiner Wahrnehmung nach spielte Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement im Unternehmen kaum eine Rolle. Entscheidungen wirkten oft kurzfristig und auf äußere Darstellung ausgerichtet, statt auf langfristige ökologische oder soziale Verantwortung. Flüge für Team-Events und Geschäftsreisen wurden regelmäßig genutzt, ohne dass Rücksicht auf Umweltaspekte sichtbar wurde.

Auch im sozialen Bereich war für mich kaum echtes Engagement spürbar. Initiativen oder Maßnahmen, die Mitarbeitende oder gesellschaftliche Themen nachhaltig unterstützen, habe ich kaum erlebt. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen eher als Nebensache oder Marketinginstrument wahrgenommen wird, statt aktiv gelebt zu werden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war aus meiner Sicht sehr gut, und es wurden zusätzlich vermögenswirksame Leistungen sowie Sachbezugsgutscheine bereitgestellt.

Image

Nach meiner Wahrnehmung stellt sich das Unternehmen intern gerne als besonders professionell, groß und bedeutend dar. Nach außen ist die Firma jedoch praktisch unbekannt, sodass für mich der Eindruck entstand, dass die interne Selbstdarstellung stark von der tatsächlichen Marktpräsenz abweicht. Zudem hatte ich den Eindruck, dass das Unternehmen stark auf Imagepflege setzt nach außen wird ein glänzendes Bild vermittelt, während im Alltag teils unprofessionelles Verhalten, herablassender Umgang und fehlende Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden vorherrschten.

Karriere/Weiterbildung

Zu Beginn wurde mir vermittelt, dass das Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten und die Teilnahme an Messen aktiv unterstützen würde. In der Praxis habe ich davon jedoch nichts erlebt: Ich habe keine Zusagen für Weiterbildungen oder Messebesuche erhalten, und meine Vorschläge für eigene Messebesuche wurden abgelehnt mit der Begründung, dass sie „nichts bringen würden“. Stattdessen durfte nach meiner Wahrnehmung ausschließlich meine Vorgesetzte Messen besuchen.

Darüber hinaus gab es einmal im Monat einen sogenannten „Weiterbildungsfreitag“, der jedoch von den meisten Kolleg:innen kaum genutzt wurde und bei dem es intern niemanden wirklich interessierte, was man dort gelernt oder bearbeitet hatte. Auch für mich selbst war die Nutzung dieser Zeit kaum möglich, da ich ständig durch Slack-Nachrichten unterbrochen wurde und mich nicht auf die Weiterbildung konzentrieren konnte. Rückblickend hatte ich daher kaum Chancen, mich fachlich weiterzuentwickeln oder Karriereperspektiven zu gestalten.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.