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Die Bewertung des Sebastianspitals

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei NürnbergStift in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nichts...

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles...

Verbesserungsvorschläge

Um die Situation nachhaltig zu verbessern, sollten Führungskräfte offen, transparent und respektvoll mit den Mitarbeitenden kommunizieren. Probleme müssen ernst genommen, zeitnah bearbeitet und nicht unter den Tisch gekehrt werden. Die Heimleitung und die Pflegedienstleitung sollten ihre Rolle aktiv im Sinne der Mitarbeiter- und Bewohnerzufriedenheit ausfüllen – falls dies nicht gelingt, wäre ein personeller Wechsel in diesen Positionen zu prüfen.

Dienstpläne sollten fair, verlässlich und unter Berücksichtigung der eingereichten Wünsche erstellt werden, ohne kurzfristige Änderungen oder Druck bei Krankheit. Weiterbildungsmöglichkeiten sollten allen Mitarbeitenden gleichermaßen offenstehen, unabhängig von persönlichen Beziehungen.

Das Arbeitsumfeld muss dringend saniert werden: Schimmel, defekte Fenster, marode Balkone und unzureichende Belüftung stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und beeinträchtigen die Arbeit. Technische Systeme sollten modernisiert werden, um die Pflegearbeit zu erleichtern.

Eine faire und wertschätzende Behandlung aller – unabhängig von Alter, gesundheitlicher Einschränkung oder Beziehung zur Führungsebene – ist Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Team.

Insgesamt sollte die Leitungskultur auf Respekt, Gleichbehandlung und Förderung setzen, um Motivation und Bindung der Mitarbeitenden zu stärken und die Pflegequalität für die Bewohner zu sichern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist stark belastet und wirkt insgesamt toxisch. Offene Kommunikation findet kaum statt, Fehler werden nicht konstruktiv besprochen, sondern mit Unterstellungen beantwortet. Teilweise sabotieren einzelne Kollegen die Arbeit anderer, löschen Ergebnisse und schieben die Verantwortung ab. Führungskräfte reagieren mit Anschreien und abwertenden Kommentaren. Lästereien und Grüppchenbildung prägen den Arbeitsalltag, was das Arbeitsklima dauerhaft verschlechtert.

Image

Das schlechte Image stimmt mit der Realität überein

Work-Life-Balance

Zwar gibt es einen Wunschplan, in den Mitarbeitende ihre freien Tage eintragen können, diese Wünsche werden jedoch nur selten berücksichtigt. Die Dienstpläne sind schlecht organisiert, sodass bei Vollzeit kaum zusammenhängende freie Tage möglich sind. Selbst während Krankheit oder Urlaub wird man wiederholt angerufen und unter Druck gesetzt, möglichst schnell zurückzukehren. Teilweise wird man an freien Tagen kurzfristig zum Dienst eingeteilt oder Dienstpläne werden ohne Rücksprache geändert. Die Planung sollte dringend von der PDL neu strukturiert werden, um die Belastung der Mitarbeitenden zu verringern und die Bindung zu verbessern.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungen werden nicht nach objektiven Kriterien vergeben, sondern offenbar nach persönlicher Nähe zur Führungsebene. Mitarbeitende, die keine enge Verbindung zu Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung haben, werden häufig übergangen. Eigene Anfragen nach Fort- oder Weiterbildungen bleiben oft jahrelang unbeantwortet – selbst bei großem Engagement und Interesse. Gleichzeitig erhalten einzelne Mitarbeitende, die fachlich oder sprachlich noch nicht ausreichend qualifiziert sind, Fortbildungen, wenn sie durch persönliche Beziehungen unterstützt werden. Insgesamt werden Mitarbeitende weder wertgeschätzt noch gezielt gefördert. Eine systematische Personalentwicklung findet nicht statt.

Gehalt/Benefits

Es geht. Könbte aber besser sein

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Naja...

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt auf meiner Station war überwiegend mäßig bis sehr schlecht. Erst nachdem eine Kollegin in den Ruhestand ging und die stellvertretende Wohnbereichsleitung in ein anderes Haus wechselte, entspannte sich die Situation etwas. Zuvor war echter Zusammenhalt kaum vorhanden, Unterstützung im Arbeitsalltag fand nur selten statt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitende mit anerkannter Behinderung werden nicht ausreichend entlastet. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen müssen sie häufig genauso viele oder sogar mehr Bewohner versorgen als andere. Die gesetzlichen Rechte und die individuelle Leistungsfähigkeit werden nicht beachtet. Wer auf seine Rechte pocht, muss sich diese meist selbst und mit rechtlicher Unterstützung erkämpfen.

Vorgesetztenverhalten

Gespräche mit der Heimleitung verlaufen oberflächlich positiv und wirken zunächst interessiert, führen jedoch zu keinerlei Veränderungen. Probleme werden oft vergessen oder unter den Tisch gekehrt. Nach der Anerkennung zur PDL zeigte sich die Pflegedienstleitung zunehmend hochnäsig und es entstand ein Klima starker Hierarchien. Mitarbeitende berichten von Belauschungen und gezieltem Weitergeben negativer Informationen an Vorgesetzte. Bestimmte Kolleginnen werden offenbar bevorzugt und fungieren als Informantinnen. Schlechte Zustände auf der Station werden, soweit erkennbar, nicht an die Heimleitung weitergegeben, wodurch eine Verbesserung verhindert wird. Insgesamt ist das Führungsverhalten in hohem Maße problematisch.

Arbeitsbedingungen

Das Gebäude ist in einem stark veralteten und teilweise gefährlichen Zustand. Balkone sind einsturzgefährdet, weshalb Bewohner sie nicht nutzen dürfen. Fenster lassen sich nicht richtig öffnen oder fallen teilweise beim Öffnen heraus, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Für im Rollstuhl sitzende Bewohner sind die Fenster zudem so hoch angebracht, dass kein Ausblick möglich ist. In vielen Bereichen – einschließlich Wänden, Bädern und Küchen – ist Schimmel sichtbar. Anweisungen des Hausmeisters, z. B. zur Reinigung von Filtern, werden von der Heimleitung nicht umgesetzt. Durch die schlechte Bausubstanz ist eine ausreichende Belüftung nicht gewährleistet, was die Gesundheit gefährdet. Die technische Ausstattung ist veraltet, das Pflegedokumentationssystem funktioniert unzuverlässig, speichert Berichte nicht zuverlässig und erschwert die Arbeit zusätzlich. Insgesamt sind die Arbeitsbedingungen katastrophal und dringend sanierungsbedürftig.

Kommunikation

Eine konstruktive Kommunikation findet praktisch nicht statt. Es gibt weder regelmäßigen noch zielführenden Austausch, der die Arbeit voranbringt. Stattdessen dominieren Lästereien und abwertende Gespräche über Kollegen. Offene und ehrliche Gespräche werden durch hinter dem Rücken geführte Diskussionen ersetzt, was das Betriebsklima erheblich belastet.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist kaum erkennbar. Wer ein sehr gutes Verhältnis oder gar eine enge Freundschaft mit Personen aus der Führungsebene – sei es Wohnbereichsleitung oder Pflegedienstleitung – pflegt, wird deutlich bevorzugt. Alle anderen werden oft benachteiligt oder respektlos behandelt. Objektive und faire Behandlung aller Mitarbeitenden findet nicht statt.

Interessante Aufgaben

Abwechslung oder wirklich interessante Aufgaben gibt es kaum. Der Arbeitsalltag besteht fast ausschließlich aus Grundpflege – Waschen, Waschen, Waschen. Neue Aufgaben oder zusätzliche Verantwortungsbereiche werden selten an Pflegekräfte ohne Leitungsfunktion weitergegeben. Möglichkeiten, Neues zu lernen oder das eigene Wissen zu erweitern, werden nicht aktiv gefördert. Vorrang hat lediglich, dass die Station besetzt ist, nicht dass Mitarbeitende sich fachlich weiterentwickeln können.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.