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Bewertung

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Ich kann den Arbeitgeber nicht empfehlen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich PR / Kommunikation in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Projektvielfalt
- Team/Kollegium
- Lage des Büros

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Fehlende Führungskompetenz, problematisches Verhalten in der Führungsebene, schlechter Umgang mit Kritik sowie diskriminierende Äußerungen
- Inkosistente Kommunikation
- Überbelastung und Überstunden sowie fehlende Work-Life-Balance
- Gehaltsstruktur, kaum Sozialleistungen
- Aufstiegsmöglichkeiten, Beförderungssverhalten, fehlende individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten
- Fehlende Wertschätzung und vorschnelle Schuldzuweisungen

Verbesserungsvorschläge

- Meiner Wahrnehmung nach gibt es beim Führungsverhalten noch Entwicklungspotenzial, insbesondere im Umgang mit Mitarbeitenden und bei der Entscheidungsfindung
- Ich hätte mir eine Kommunikation gewünscht, die offener und transparenter erfolgt
- Aus meiner Sicht sollten die Mitarbeitenden stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, um Wertschätzung und Respekt nachhaltig zu fördern
- Meiner Meinung nach sollten Gehaltsstrukturen für alle Mitarbeitenden nachvollziehbarer und gerechter gestaltet werden
- Die Entlastung des Teams durch qualifizierte Neueinstellungen sollte meiner Meinung nach prioritär sichergestellt werden
- Ein konsequenter Fokus auf Respekt und Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden wäre aus meiner Sicht förderlich

Arbeitsatmosphäre

Die Zusammenarbeit im Kollegenkreis habe ich insgesamt als kollegial erlebt, allerdings war das Arbeitsumfeld durch anspruchsvolle Bedingungen belastet. Aus meiner Sicht führten eine anhaltend hohe Arbeitsbelastung, regelmäßige Überstunden und meiner Wahrnehmung nach eine unzureichende Personalplanung zu einer angespannten Stimmung im Team. Der konstante Zeitdruck wirkte sich meiner Erfahrung nach auch auf die Arbeitsqualität aus und führte im Team zu Frustration.

Image

Das Unternehmensimage unter ehemaligen Mitarbeitenden wurde meiner Wahrnehmung nach überwiegend kritisch wahrgenommen. Rückmeldungen von ausscheidenden Beschäftigten enthielten häufig negative Erfahrungen, während positive Eindrücke, soweit sie geäußert wurden, meist im Zusammenhang mit dem Team oder interessanten Projekten standen.

Work-Life-Balance

Aus meiner Sicht gab es keine ausgewogene Work-Life-Balance. Ich habe die Arbeitsbelastung über einen längeren Zeitraum als sehr hoch empfunden, und regelmäßige Überstunden waren für mich leider oft Teil des Arbeitsalltags. Diese Belastung wirkte sich auch auf mein Privatleben aus.

Karriere/Weiterbildung

Karriereaufstiege im Unternehmen habe ich als herausfordernd erlebt. Gehaltserhöhungen im Zusammenhang mit Beförderungen blieben meiner Erfahrung nach häufig aus, jedenfalls bei mir. Beförderungen erfolgten nach meinem Eindruck öfter aufgrund personeller Erfordernisse als auf Basis von Qualifikationen oder individuellen Leistungen.
Weiterbildungsmöglichkeiten empfand ich als begrenzt, da nur wenige individuelle Förderungen angeboten wurden. Gelegentlich fanden allgemeine Workshops oder Vorträge mit externen Referenten statt, die meiner Wahrnehmung nach jedoch nur bedingt auf die spezifischen Bedürfnisse des Teams zugeschnitten waren.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsstruktur orientierte sich meiner Wahrnehmung nach überwiegend am Branchendurchschnitt, insbesondere für Mitarbeitende mit guten Verhandlungsfähigkeiten. Gleichzeitig fiel mir eine ungleiche Entlohnung auf: Einige Beschäftigte erhielten nach meinem Eindruck überdurchschnittliche Gehälter, deren Gründe mir nicht immer klar waren, während Trainees und Junioren ohne ausgeprägte Verhandlungssicherheit meiner Erfahrung nach häufig niedrigere Gehälter bezogen.
Bonusregelungen waren mir nicht bekannt. Auch zusätzliche betriebliche Vergünstigungen waren mir nicht bekannt, abgesehen vom Deutschlandticket sowie der Wahlmöglichkeit zwischen Jobrad oder Fitnessangeboten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Bemühungen waren da, aber im Vergleich zu den Möglichkeiten nicht ausreichend.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war durchweg positiv und wurde insbesondere in herausfordernden Phasen gestärkt. Aus meiner Wahrnehmung heraus förderten die herausfordernden Arbeitsbedingungen in gewissem Maß das Gemeinschaftsgefühl.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen war im Team durchweg respektvoll und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Insgesamt war die Altersstruktur jedoch stark einseitig, ältere Mitarbeitende waren nur vereinzelt vertreten, das Team hauptsächlich jung.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht war das Verhalten der Geschäftsführung eine zentrale Herausforderung im Arbeitsalltag. Ich hatte den Eindruck, dass es im Bereich Personalführung und wirtschaftlicher Planung an klaren Strukturen und Prozessen fehlte. Entscheidungen wirkten auf mich teilweise impulsiv getroffen, was sich in meiner Wahrnehmung negativ auf die Kommunikation mit dem Team und mit Kunden auswirkte.
Aus meiner Erfahrung heraus wurden Absprachen mit Kunden gelegentlich getroffen, ohne dass das gesamte Team eingebunden war. Dies führte nach meiner Einschätzung vereinzelt zu Missverständnissen oder zusätzlichem Aufwand in der Projektumsetzung.
Kritische Rückmeldungen oder Widerspruch wurden meines Erachtens meistens nicht konstruktiv aufgenommen. Ich hatte den Eindruck, dass Mitarbeitende, die offen ihre Meinung äußerten, weniger Gehör fanden. In Konfliktsituationen mit Dritten fühlte ich mich teilweise ohne ausreichende Unterstützung. Ein professioneller und wertschätzender Umgang wurde aus meiner Sicht nicht durchgängig gelebt. Erwartungshaltungen wirkten für mich teils einseitig.

Arbeitsbedingungen

Ich empfand die Arbeitsbedingungen von einer hohen Arbeitsbelastung und häufigen Überstunden geprägt. Aus meiner Sicht war die Personalplanung teilweise unzureichend, sodass wir oft eigenverantwortlich Aufgaben bewältigen mussten. Besonders beim Weggang erfahrener Kolleginnen und Kollegen wurden diese meiner Wahrnehmung nach nicht immer durch gleichwertige Fachkräfte ersetzt, sondern häufig durch Praktikantinnen, Praktikanten oder Trainees. Dies fürhte meinem Eindruck nach zu einem erhöhten Druck auf das verbleibende Team und bot nur eingeschränkte Entlastung.

Kommunikation

Die interne Kommunikation habe ich als uneinheitlich erlebt: In einigen Bereichen empfand ich die Menge an Informationen als schwer filterbar, was bei mir teilweise zu Unsicherheit geführt hat. In anderen Fällen hatte ich den Eindruck, dass wichtige Informationen nicht oder nur verzögert weitergegeben wurden, was im Arbeitsalltag zu Unklarheiten führen konnte. Zwar wurde eine offene Feedbackkultur offiziell kommuniziert, jedoch habe ich erlebt, dass Rückmeldungen nicht immer aufgegriffen oder weiterverfolgt wurden. Aus meiner Sicht erschwerte dies einen durchgehend konstruktiven Austausch.

Gleichberechtigung

Auf Teamleiterebene habe ich Führungsstil und Arbeitsverteilung als unausgewogen erlebt. Es entstand bei mir der Eindruck, dass operative Aufgaben teilweise delegiert wurden, obwohl eine Beteiligung aus meiner Sicht sinnvoll gewesen wäre. Dies führte zu einer höheren Belastung innerhalb des Teams.

Ich hatte zudem den Eindruck, dass männliche Mitarbeitende häufiger Gehör fanden als weibliche – dies wirkte sich aus meiner Sicht auf die Kommunikation und die Wahrnehmung im Team aus.

Interessante Aufgaben

Die Projektlandschaft war stets vielfältig und dadurch immer interessant und neu.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.