Chaotische Führung, fehlende Ehrlichkeit und ein Klima, das kritische Stimmen verdrängt
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Kolleg:innen, die trotz allem zusammenhalten
- Teamintern oft gute Zusammenarbeit
- Einzelne sehr engagierte Mitarbeitende
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Intransparente Kommunikation zu Verträgen und Bedingungen
- Regeln, die je nach Bedarf angepasst werden
- Planlose, widersprüchliche Entscheidungen
- Autoritärer, teils verletzender Umgangston
- Kritische Stimmen geraten schnell unter Druck
- Engagement für einen Betriebsrat wirkt unerwünscht
- Mitarbeitende fühlen sich herausgedrängt statt unterstützt
- Keine echte Problemlösung, nur Symptombekämpfung
Verbesserungsvorschläge
Ich arbeite aktuell im Unternehmen und erlebe täglich eine Führungskultur, die aus meiner Sicht alles andere als professionell ist. Bereits bei grundlegenden Themen wie 40-Stunden-Verträgen oder der angeblichen Tarifanlehnung habe ich das Gefühl, dass vieles schön geredet wird. Die tatsächlichen Arbeitsbedingungen wirken in der Praxis häufig ganz anders. Regeln ändern sich gefühlt ständig und kurzfristig, was bei mir den Eindruck hinterlässt, dass man sie gerade so auslegt, wie es der Unternehmensseite passt.
Die Geschäftsleitung vermittelt mir oft kein Bild von Orientierung oder Struktur. Entscheidungen wirken spontan, unüberlegt und widersprüchlich. Im Produktionsbereich verstärkt sich dieser Eindruck noch: Statt echter Führung erlebe ich einen sehr autoritären und teils verletzenden Führungsstil. Der Umgangston ist häufig hart, respektlos und für viele Kolleg:innen schlicht einschüchternd. Ein konstruktives Arbeitsklima entsteht so nicht.
Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit Mitarbeitenden, die offen Probleme ansprechen oder Missstände benennen. Nach meinem Eindruck wird nicht an Lösungen gearbeitet – im Gegenteil: Wer eine eigene Meinung hat oder nicht alles ohne Nachfragen akzeptiert, steht schnell im Fokus. Einige Kolleg:innen wirken so, als würden sie gezielt unter Druck gesetzt oder regelrecht herausgeekelt werden. Statt Verantwortung zu übernehmen, wird die Schuld gerne auf diejenigen geschoben, die Dinge offen ansprechen.
Ein äußerst belastendes Thema ist der Wunsch vieler Mitarbeitender nach einem Betriebsrat. Aus meiner Wahrnehmung reagiert die Führung darauf nicht mit Dialog, sondern mit massiver Ablehnung. Es fühlt sich so an, als wolle man Mitbestimmung um jeden Preis verhindern. Mitarbeitende, die sich besonders für einen Betriebsrat einsetzen, bekommen aus meiner Sicht deutliche Nachteile zu spüren oder fühlen sich plötzlich „unerwünscht“. Das erzeugt Misstrauen, Angst und ein sehr vergiftetes Arbeitsklima.
Insgesamt entsteht für mich der Eindruck, dass die Probleme im Unternehmen nicht gelöst, sondern systematisch verdrängt werden – häufig auf Kosten derjenigen, die sich für Fairness einsetzen. Aus meiner Sicht wäre ein Austausch wesentlicher Teile des Führungsteams dringend notwendig, um überhaupt wieder ein professionelles und respektvolles Arbeitsumfeld herstellen zu können.
Arbeitsatmosphäre
- Kollegen machen es erträglich, von oben herab sehr toxisch
- solange man kuscht ist man gut
Gehalt/Benefits
könnte besser sein
Vorgesetztenverhalten
Mangelnde Führungskompetenz wird durch autoritäres Verhalten ausgeglichen, manche beleidigen auch
Kommunikation
gefühlt gleich null