Ihr Unternehmen?

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Otto 
Harrassowitz 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Bei ZS: bloß nicht! Ansonsten: gerne

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Beschaffung / Einkauf bei Otto Harrassowitz GmbH & Co KG in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einstiegschancen für Geisteswissenschaftler*innen, pünktliches Gehalt, tolle Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Unehrlichkeit, Mobbing, Behinderung von Betriebsratsarbeit, überzogene Anforderungen für ein karges Gehalt

Verbesserungsvorschläge

Nur weil man selbst etwas glaubt, stimmt es noch nicht.

Arbeitsatmosphäre

Bei ZS: gemessen an der Bezahlung sind die Erwartungen sehr hoch, und gemessen an der langen Einarbeitungszeit von immerhin eineinhalb Jahren wird erstaunlich wenig dafür getan, um gute Mitarbeiter*innen zu halten. Bzw. sie werden eigentlich aktiv vergrault. Die Frage stellt sich, ob die Ressortleitung früher in der Schnellgastronomie tätig war.

Auch der Verlag glänzt hier nicht gerade.

In anderen Abteilungen hingegen ist es deutlich besser und durchaus empfehlenswert.

Image

Außerhalb der Bibliothekenbranche ist die Firma eher unbekannt, gehört aber tatsächlich zu den großen Playern in Sachen Belieferung von Universitätsbibliotheken, vor allem in den USA, und dies seit 1872. International ist sie also sehr hoch angesehen.

Dennoch hat sie hinter vorgehaltener Hand in der deutschen Verlags- und Buchbranche, beim Arbeitsamt und ehemaligen Mitarbeitenden einen vorsichtig ausgedrückt zwiespältigen Ruf. Man weiß zwar, dass man von dort mit einer sehr guten Einarbeitung und ausgeprägten Kompetenz kommt, es ist aber auch allgemein bekannt, warum dort niemand lange bleibt.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten sind eigentlich in Ordnung, weil es eine Gleitzeitregelung gibt. Dafür nimmt man den Stress der Arbeit mit nach Hause, denn man weiß genau, dass am nächsten Morgen zu den meist über hundert unbearbeiteten E-Mails weitere hinzugekommen sind, hinzukommen und niemals alle erledigt werden.

Karriere/Weiterbildung

Die Firma taugt allenfalls für den Berufseinstieg. Diejenigen Mitarbeiter*innen, die über Jahrzehnte bleiben, sind Überreste längst vergangener Zeiten, während ansonsten seit Jahr und Tag hauptsächlich junge frisch Studierte hier ein paar Monate bleiben, bis sie sehen, dass sie in eine Sackgasse geraten sind. Fortbildungen: Fehlanzeige; nur noch mehr Zuständigen und Aufgaben bei gleichbleibend niedrigem Gehalt. Man wächst nicht mit seinen Aufgaben, sondern sieht nur, wie gute Arbeit nur mit noch mehr Arbeit belohnt wird.

Gehalt/Benefits

Die Firma zahlt keinen Tariflohn des Groß- und Außenhandels, sondern bewegt sich immer so knapp über dem Mindestlohn, dass sie nicht arbeitsgerichtlich belangt werden. Irgendwo müssen die 20 % Rendite für die Kommanditäre ja herkommen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der Betrieb gibt einen Zuschuss zum Deutschlandticket. Minderheiten werden geachtet.

Kollegenzusammenhalt

Man fühlt sich sofort gut aufgenommen, der Zusammenhalt unter den Kolleginnen (und es sind meist weibliche) ist sehr gut.

Vorgesetztenverhalten

Ehrlichkeit ist nicht gerade die Stärke der Geschäftsführung, die den Betrieb ererbt hat und sich entsprechend gebärdet: der Betrieb ist lediglich eine etwas bessere Geldanlage als die Sparkasse. Trägt der Betriebsrat Anliegen vor, werden diese belächelt. Eklatante Probleme werden geleugnet, und wer dabei nicht mitspielt, hat mit dem Schlimmsten zu rechnen.
Die Ressortleitung der größten Abteilung ZS ist mehrfach wegen Mobbings von Mitarbeiterinnen in Erscheinung getreten, ohne dass dies Folgen für sie gehabt hätte.
Manche Verlautbarungen spotten jeden Kommentars.

Angesichts nichts zu bewältigender Arbeit wird Priorisierung und Umverteilung als Losung ausgegeben, ohne dass jemals der Elefant im Raum angesprochen wird.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind prinzipiell EDV-technisch gut ausgestattet, es gibt auch gute Kaffeemaschinen. Das ändert nur leider nichts daran, dass die Arbeit einfach nicht zu schaffen ist und alle in unbearbeiteten E-Mails ertrinken.

Kommunikation

Ehrlichkeit ist nicht gerade die Stärke der Geschäftsführung, die den Betrieb ererbt hat und sich entsprechend gebärdet: der Betrieb ist lediglich eine etwas bessere Geldanlage als die Sparkasse. Trägt der Betriebsrat Anliegen vor, werden diese belächelt. Eklatante Probleme werden geleugnet, und wer dabei nicht mitspielt, hat mit dem Schlimmsten zu rechnen.
Die Ressortleitung der größten Abteilung ZS ist mehrfach wegen Mobbings von Mitarbeiter*innen in Erscheinung getreten, ohne dass dies Folgen für sie gehabt hätte.
Manche Verlautbarungen spotten jeden Kommentars.

Angesichts nichts zu bewältigender Arbeit wird Priorisierung und Umverteilung als Losung ausgegeben, ohne dass jemals der Elefant im Raum angesprochen wird.

Gleichberechtigung

Der überwiegend weiblich geführte und belegte Betrieb ist in diesem einen einzigen Punkt vorbildlich: Minderheiten werden geachtet.

Interessante Aufgaben

Schon während der eineinhalbjährigen Einarbeitung kann es einem passieren, dass einem schon sehr hohe Verantwortungen aufgebürdet werden, die eigentlich nur erfahrenen Kolleg*innen zugeteilt werden sollen, wegen dem hohen Personalschwund aber eben von irgendwem wahrgenommen werden müssen. Man lernt jeden Tag einen neuen Verlag kennen und wundert sich, was es so alles für Zeitschriften und Bücher gibt. Durch die Korrespondenz mit Bibliotheken und Verlagen in aller Welt erschließt einem neue Horizonte.

Wer aber glaubt, für diese Aufgaben belohnt zu werden, sollte lieber nicht zu viel erwarten.


Umgang mit älteren Kollegen

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.