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10 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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10 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv hervorzuheben sind die grundsätzlich interessanten Aufgaben, insbesondere durch den internationalen und wissenschaftsnahen Kontext. Auch Gleitzeit, minutengenaue Zeiterfassung und eine faire Anzahl an Urlaubstagen sind gute formale Rahmenbedingungen. Im Team gab es zudem durchaus nette und hilfsbereite Kolleg*innen, bei denen der gute Wille zur Unterstützung erkennbar war, auch wenn dafür im Arbeitsalltag oft zu wenig Raum blieb.
Am kritischsten sehe ich die Führungskultur, die Kommunikation und den Umgang mit Arbeitsdruck. Aufgaben und Deadlines wurden aus meiner Sicht häufig unter hohem Druck weitergegeben, ohne dass Prioritäten realistisch geklärt oder Überlastung offen adressiert wurden. Gerade in der Einarbeitung und Probezeit fehlten klare Erwartungen, verlässliches Feedback, echte Orientierung und menschliche Einbindung.
Die Arbeitsatmosphäre wirkte dadurch angespannt, distanziert und wenig unterstützend. Wertschätzung, ehrliches Interesse und eine offene Gesprächskultur habe ich im Alltag deutlich vermisst. Auch das Verhältnis von Vergütung, Verantwortung und Belastung empfand ich als nicht angemessen.
Dringend notwendig wären eine realistische Personal- und Aufgabenplanung, klare Prioritäten sowie ein offener Umgang mit Überlastung. Aufgaben, Deadlines und Arbeitsmengen sollten nicht einfach nach unten weitergegeben, sondern realistisch eingeordnet und gesteuert werden.
Neue Mitarbeitende brauchen eine strukturierte Einarbeitung mit klaren Erwartungen, festen Ansprechpersonen und regelmäßigem konstruktivem Feedback. Gerade in der Einarbeitung sollte Führung Orientierung geben und Entwicklung ermöglichen, statt Unsicherheit zu verstärken.
Ebenso wichtig wäre eine deutlich wertschätzendere Kommunikationskultur. Dazu gehören ehrliche Freundlichkeit, echtes Interesse an Mitarbeitenden, kurze Rückfragen im Alltag und eine Führung, die Menschen nicht nur als Funktion im Arbeitsablauf wahrnimmt. Wertschätzung zeigt sich nicht in formalen Floskeln, sondern in verlässlicher Ansprache, respektvollem Feedback und einem Mindestmaß an menschlicher Aufmerksamkeit.
Außerdem sollte das Verhältnis zwischen Verantwortung, Arbeitsdruck und Vergütung überprüft werden. Teamkultur entsteht nicht durch selbst organisierte Brunchs unter Zeitdruck, sondern durch verlässliche Führung, Entlastung und respektvollen Umgang im Alltag.
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht angespannt, distanziert und wenig unterstützend. Wertschätzende Kommunikation, echtes Interesse, regelmäßige Rückmeldungen und eine klare Orientierung in der Einarbeitung kamen im Arbeitsalltag deutlich zu kurz. Aufgaben und Deadlines wurden häufig unter spürbarem Druck weitergegeben, ohne dass Prioritäten ausreichend realistisch eingeordnet wurden. Insgesamt entstand dadurch ein unsicheres Umfeld mit wenig Raum für Nachfragen, strukturiertes Ankommen oder ein verbindendes Miteinander.
Das Image wirkt nach außen besser als die erlebte Realität. In spezialisierten, wissenschaftsnahen oder internationalen Buchhandelskontexten hat der Name durchaus Gewicht; außerhalb dieser Nische ist das Unternehmen aus meiner Sicht weniger bekannt. Vor diesem Hintergrund hatte ich ein professionelleres, strukturierteres Arbeitsumfeld erwartet. Diese Erwartung hat sich im Arbeitsalltag leider nicht bestätigt.
Formal waren die Rahmenbedingungen für die Work-Life-Balance grundsätzlich in Ordnung. Positiv waren die Gleitzeit, die minutengenaue Zeiterfassung sowie eine faire Anzahl an Urlaubstagen. Dadurch gab es grundsätzlich transparente Regelungen zur Arbeitszeit.
Gleichzeitig wurde die tatsächliche Vereinbarkeit durch hohen Arbeitsdruck, enge Deadlines und eine angespannte Arbeitsatmosphäre deutlich eingeschränkt. Auch wenn die formalen Regelungen vorhanden waren, entstand im Arbeitsalltag häufig das Gefühl, gedanklich kaum wirklich abschalten zu können.
Insgesamt waren die strukturellen Arbeitszeitregelungen positiv, wurden aber durch die Belastung im Tagesgeschäft spürbar relativiert.
Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten waren für mich praktisch nicht erkennbar. Bereits die Einarbeitung wirkte nicht ausreichend strukturiert oder entwicklungsorientiert. Statt Lernen, fachlicher Vertiefung und klarer Perspektiven stand vor allem kurzfristiges Funktionieren unter hohem Druck im Vordergrund. Ein Umfeld, in dem neue Mitarbeitende gezielt aufgebaut, begleitet oder weiterentwickelt werden, habe ich dort nicht erlebt.
Das Gehalt war aus meiner Sicht einer der schwächsten Punkte. Angesichts des hohen Arbeitsdrucks, enger Deadlines und der erwarteten Verantwortung empfand ich die Vergütung als nicht angemessen. Sie lag nach meinem Eindruck nur knapp über Mindestlohnniveau und vermittelte insgesamt wenig Wertschätzung für die geleistete Arbeit. Relevante Benefits, die dieses Verhältnis ausgeglichen hätten, waren für mich nicht erkennbar.
Zum Umwelt- und Sozialbewusstsein lässt sich aus meiner Erfahrung nur begrenzt etwas sagen. Auffällig war, dass im Arbeitsalltag noch relativ viel ausgedruckt wurde, obwohl viele Vorgänge grundsätzlich digital denkbar wirkten. Weitere konkrete Maßnahmen oder besondere Schwerpunkte in diesem Bereich sind mir während meiner Zeit nicht aufgefallen.
Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht noch einer der besseren Punkte. Im Team gab es durchaus nette und hilfsbereite Kolleg*innen, bei denen grundsätzlich der Eindruck entstand, dass sie gerne unterstützen würden — auch in der Einarbeitung. Durch den hohen Arbeitsdruck, enge Deadlines und fehlende zeitliche Ressourcen blieb dafür jedoch kaum Raum.
Echte Unterstützung und ein vertrauensvolles Ankommen im Team wurden dadurch weniger durch fehlenden guten Willen einzelner Personen erschwert, sondern vor allem durch die angespannte Gesamtsituation und die strukturellen Rahmenbedingungen. Gespräche blieben häufig kurz, belastet oder rein organisatorisch. Insgesamt entstand dadurch zwar punktuell Kollegialität, aber kein stabiler Zusammenhalt, der im Arbeitsalltag wirklich tragen konnte.
Zum Umgang mit älteren Kolleginnen lässt sich aus meiner Sicht nur begrenzt etwas sagen, da es im direkten Arbeitsumfeld nicht sehr viele ältere Mitarbeitende gab. Auffällig war, dass ältere Kolleginnen nach meinem Eindruck vor allem in einem eigenen Bereich, der Qualitätssicherung, gebündelt waren. Dadurch entstanden im Alltag eher getrennte Arbeitsbereiche mit wenig Austausch. Eine direkte Benachteiligung älterer Kolleginnen habe ich nicht erlebt, die Teamstruktur wirkte auf mich jedoch insgesamt eher separiert als altersgemischt integriert.
Führung war aus meiner Sicht der größte Schwachpunkt. Unterstützende Orientierung fand kaum statt; spürbar wurde Führung vor allem beim Weitergeben von Aufgaben, Deadlines und Druck. In Einarbeitung und Probezeit fehlten klare Erwartungen, Priorisierung, konstruktives Feedback und echtes Interesse daran, wie das Ankommen im Aufgabenbereich gelingt.
Auch menschlich wirkte die Führung sehr distanziert. Persönliche Ansprache oder kurze Rückfragen waren kaum erkennbar; teilweise wurde man selbst in Anwesenheit nur als „die Neue“ bezeichnet. Feedbacksituationen wirkten nicht ausreichend professionell oder geschützt gerahmt. Erkennbare Überlastung und unrealistische Arbeitsmengen wurden aus meiner Sicht nicht lösungsorientiert adressiert, sondern eher nach unten weitergegeben.
Die äußeren Arbeitsbedingungen waren grundsätzlich nutzbar, wirkten jedoch stellenweise wenig sorgfältig vorbereitet. Bereits zum Start machte der Arbeitsplatz keinen vollständig eingerichteten oder willkommen heißenden Eindruck. Arbeitsmittel waren zwar vorhanden, aber nicht immer in einem Zustand, der eine strukturierte Einarbeitung unterstützt hätte. Die größere Schwierigkeit lag jedoch weniger in der Ausstattung selbst als in den organisatorischen Bedingungen: hoher Druck, unklare Prioritäten, knappe Zeitfenster und wenig Raum für konzentrierte Einarbeitung oder strukturiertes Arbeiten.
Die Kommunikation war aus meiner Sicht einer der größten Schwachpunkte. Zwar gab es tägliche morgendliche Teammeetings, diese vermittelten jedoch kaum echte Orientierung oder einen klaren übergeordneten Rahmen. Erwartungen, Prioritäten und langfristige Ziele wurden nicht ausreichend transparent gemacht; stattdessen lag der Fokus häufig auf kurzfristigen Aufgabenpaketen unter hohem Druck.
Eine offene Teamkommunikation konnte dadurch kaum entstehen.
Für Nachfragen, Austausch oder ein gemeinsames Verständnis von Aufgaben blieb im Arbeitsalltag wenig Raum. Auch Rückmeldungen wirkten für mich nicht regelmäßig oder konstruktiv genug, um in der Einarbeitung Sicherheit aufzubauen. Informelle Gespräche im Team waren nach meinem Eindruck häufig von Belastung und Unzufriedenheit geprägt, was die angespannte Gesamtsituation zusätzlich widerspiegelte.
Insgesamt entstand eine Kommunikation, die eher verunsicherte als unterstützte und wenig zu einem stabilen, vertrauensvollen Miteinander beitrug.
In Bezug auf Gleichberechtigung habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Team arbeiteten überwiegend Frauen, weshalb sich zur Geschlechtergleichstellung nur begrenzt etwas sagen lässt. Kolleg*innen unterschiedlicher Nationalitäten waren nach meinem Eindruck selbstverständlich Teil des Arbeitsumfelds; Ausgrenzung oder Benachteiligung habe ich in diesem Bereich nicht erlebt.
Die Aufgaben waren grundsätzlich interessant und fachlich durchaus reizvoll. Die Arbeit mit internationalen Kund*innen, Daten, Bestellungen und Abonnements bot Potenzial. Dieses wurde jedoch durch hohen Druck, unklare Prioritäten und eine wenig unterstützende Einarbeitung deutlich geschmälert. Im Arbeitsalltag stand häufig das schnelle Abarbeiten kurzfristiger Vorgänge stärker im Vordergrund als eine gute fachliche Entwicklung.
Einstiegschancen für Geisteswissenschaftler*innen, pünktliches Gehalt, tolle Kollegen.
Unehrlichkeit, Mobbing, Behinderung von Betriebsratsarbeit, überzogene Anforderungen für ein karges Gehalt
Nur weil man selbst etwas glaubt, stimmt es noch nicht.
Bei ZS: gemessen an der Bezahlung sind die Erwartungen sehr hoch, und gemessen an der langen Einarbeitungszeit von immerhin eineinhalb Jahren wird erstaunlich wenig dafür getan, um gute Mitarbeiter*innen zu halten. Bzw. sie werden eigentlich aktiv vergrault. Die Frage stellt sich, ob die Ressortleitung früher in der Schnellgastronomie tätig war.
Auch der Verlag glänzt hier nicht gerade.
In anderen Abteilungen hingegen ist es deutlich besser und durchaus empfehlenswert.
Außerhalb der Bibliothekenbranche ist die Firma eher unbekannt, gehört aber tatsächlich zu den großen Playern in Sachen Belieferung von Universitätsbibliotheken, vor allem in den USA, und dies seit 1872. International ist sie also sehr hoch angesehen.
Dennoch hat sie hinter vorgehaltener Hand in der deutschen Verlags- und Buchbranche, beim Arbeitsamt und ehemaligen Mitarbeitenden einen vorsichtig ausgedrückt zwiespältigen Ruf. Man weiß zwar, dass man von dort mit einer sehr guten Einarbeitung und ausgeprägten Kompetenz kommt, es ist aber auch allgemein bekannt, warum dort niemand lange bleibt.
Die Arbeitszeiten sind eigentlich in Ordnung, weil es eine Gleitzeitregelung gibt. Dafür nimmt man den Stress der Arbeit mit nach Hause, denn man weiß genau, dass am nächsten Morgen zu den meist über hundert unbearbeiteten E-Mails weitere hinzugekommen sind, hinzukommen und niemals alle erledigt werden.
Die Firma taugt allenfalls für den Berufseinstieg. Diejenigen Mitarbeiter*innen, die über Jahrzehnte bleiben, sind Überreste längst vergangener Zeiten, während ansonsten seit Jahr und Tag hauptsächlich junge frisch Studierte hier ein paar Monate bleiben, bis sie sehen, dass sie in eine Sackgasse geraten sind. Fortbildungen: Fehlanzeige; nur noch mehr Zuständigen und Aufgaben bei gleichbleibend niedrigem Gehalt. Man wächst nicht mit seinen Aufgaben, sondern sieht nur, wie gute Arbeit nur mit noch mehr Arbeit belohnt wird.
Die Firma zahlt keinen Tariflohn des Groß- und Außenhandels, sondern bewegt sich immer so knapp über dem Mindestlohn, dass sie nicht arbeitsgerichtlich belangt werden. Irgendwo müssen die 20 % Rendite für die Kommanditäre ja herkommen.
Der Betrieb gibt einen Zuschuss zum Deutschlandticket. Minderheiten werden geachtet.
Man fühlt sich sofort gut aufgenommen, der Zusammenhalt unter den Kolleginnen (und es sind meist weibliche) ist sehr gut.
Ehrlichkeit ist nicht gerade die Stärke der Geschäftsführung, die den Betrieb ererbt hat und sich entsprechend gebärdet: der Betrieb ist lediglich eine etwas bessere Geldanlage als die Sparkasse. Trägt der Betriebsrat Anliegen vor, werden diese belächelt. Eklatante Probleme werden geleugnet, und wer dabei nicht mitspielt, hat mit dem Schlimmsten zu rechnen.
Die Ressortleitung der größten Abteilung ZS ist mehrfach wegen Mobbings von Mitarbeiterinnen in Erscheinung getreten, ohne dass dies Folgen für sie gehabt hätte.
Manche Verlautbarungen spotten jeden Kommentars.
Angesichts nichts zu bewältigender Arbeit wird Priorisierung und Umverteilung als Losung ausgegeben, ohne dass jemals der Elefant im Raum angesprochen wird.
Die Büros sind prinzipiell EDV-technisch gut ausgestattet, es gibt auch gute Kaffeemaschinen. Das ändert nur leider nichts daran, dass die Arbeit einfach nicht zu schaffen ist und alle in unbearbeiteten E-Mails ertrinken.
Ehrlichkeit ist nicht gerade die Stärke der Geschäftsführung, die den Betrieb ererbt hat und sich entsprechend gebärdet: der Betrieb ist lediglich eine etwas bessere Geldanlage als die Sparkasse. Trägt der Betriebsrat Anliegen vor, werden diese belächelt. Eklatante Probleme werden geleugnet, und wer dabei nicht mitspielt, hat mit dem Schlimmsten zu rechnen.
Die Ressortleitung der größten Abteilung ZS ist mehrfach wegen Mobbings von Mitarbeiter*innen in Erscheinung getreten, ohne dass dies Folgen für sie gehabt hätte.
Manche Verlautbarungen spotten jeden Kommentars.
Angesichts nichts zu bewältigender Arbeit wird Priorisierung und Umverteilung als Losung ausgegeben, ohne dass jemals der Elefant im Raum angesprochen wird.
Der überwiegend weiblich geführte und belegte Betrieb ist in diesem einen einzigen Punkt vorbildlich: Minderheiten werden geachtet.
Schon während der eineinhalbjährigen Einarbeitung kann es einem passieren, dass einem schon sehr hohe Verantwortungen aufgebürdet werden, die eigentlich nur erfahrenen Kolleg*innen zugeteilt werden sollen, wegen dem hohen Personalschwund aber eben von irgendwem wahrgenommen werden müssen. Man lernt jeden Tag einen neuen Verlag kennen und wundert sich, was es so alles für Zeitschriften und Bücher gibt. Durch die Korrespondenz mit Bibliotheken und Verlagen in aller Welt erschließt einem neue Horizonte.
Wer aber glaubt, für diese Aufgaben belohnt zu werden, sollte lieber nicht zu viel erwarten.
Wenn man das richtige Team für sich gefunden hat, kann man sich wunderbar entfalten. Die Kundenbeziehungen bestehen teilweise seit Jahrzehnten und dass die Kunden uns schätzen, geben sie sehr offen an uns zurück. Man hat das Gefühl, dass man mit der Arbeit wirklich was sinnvolles erreicht.
Große Veränderungen in der Firma laufen oft nur sehr schleppend ab, und manchmal hat man das Gefühl, dass sie einfach nicht gewollt sind.
Es wäre schön, wenn es mehr Sozialleistungen geben und mehr auf Soft Skills geachtet werden könnte - es ist eben in mancher Hinsicht eine eher traditionelle Firma, die nicht immer versteht, dass junge Kolleg*innen mehr möchten als den puren Austausch von Geld und Arbeitsleistung.
Normalerweise ruhig und produktiv und oftmals heiter, auch wenn manchmal Belastungsspitzen da sind.
In Deutschland ist die Firma vermutlich völlig unbekannt - die Kunden sitzen in den USA, und dort ist der Ruf wirklich sehr gut.
Dank Gleitzeit, digitaler Stechuhr, und vernünftigen Home-Office-Regeln immer recht gut. Ausserdem: bei den allermeisten Arbeitsplätzen keine Firmenhandys, die suggerieren, dass man in der Freizeit Emails beantworten sollte.
Weiterbildungen / Bildungsurlaub: wenn es Sinn macht, ja! Sonderaufgaben mit entsprechend mehr Gehalt: ja! Vernetzung in die Branche: nein, braucht's aber auch nicht. Beförderung in Führungspositionen? Dafür muss erst jemand in Rente gehen...
Für den Buchhandel tatsächlich überdurchschnittlich, wenn man in der IT arbeitet wohl eher unterdurchschnittlich. Es gibt normalerweise jährliche Gewinnbeteiligung und Weihnachts-/Urlaubsgeld. Große Gehaltssprünge sind aber selten.
Leider eher noch auf dem Stand der 90er Jahre.
In den meisten Abteilungen: wirklich sehr, sehr gut. Man hilft sich gegenseitig, vertraut sich, lernt voneinander, und kann oft Sachen über den kleinen Dienstweg regeln.
Aus dem Erfahrungsschatz der langjährigen Kollegen wird sehr gerne geschöpft.
Hängt natürlich von den individuellen Vorgesetzten ab - bei uns: sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit, gesunder Menschenverstand, alle werden ernst genommen und man begegnet sich auf Augenhöhe. In andere Abteilungen läuft es da schon etwas autoritärer ab.
Büros und Ausstattung sind nicht top-modern, aber völlig in Ordnung. Zweiter Bildschirm, mehr Lampen, neue Stühle etc. werden auf Wunsch angeschafft. Kein überflüssiger KI-Nonsense.
Innerhalb der Belegschaft bemühen sich alle sehr um gute Infoweitergabe, von ganz oben mangelt es leider manchmal etwas. Ausserhalb der regelmäßigen Betriebsversammlungen kriegt man von der Geschäftsleitung im Grunde nichts mit (kann man gut oder schlecht finden!).
Die wenigen Quoten-Männer werden genauso wie die Damen behandelt. :)
50/50 - manchmal Routine, die halt gemacht werden muss, manchmal komplett neue Fragestellungen und Projekte wo man sich erstmal festbeißen muss. Es wird darauf geachtet, dass der Aufgabenbereich zur Person passt, und dass alle, die anspruchsvollere Aufgaben wollen, sie auch kriegen.
Nutzen Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter*innen und öffnen Sie sich deren Vorschlägen.
Eine Arbeitsatmosphäre, die in einzelnen Teams durchaus gut - abteilungsübergreifend aber von starkem Hierarchiedenken und permanenter Kontrolle durch die Ressortleitung nachhaltig überschattet ist.
Speziell der Verlag genießt einen sehr guten Ruf in der Branche.
Der Agenturbereich ist aufgrund seiner vorrangig in den USA angesiedelten Geschäftsbeziehungen in Deutschland kaum bekannt, doch in den USA ein wichtiger und anerkannter "Player"
Solange der Personalabbau in der Abteilung noch nicht zu weit vorangetrieben war, lagen hier die großen Benefits.
Auf wenige einzelne Mitarbeiter*innen beschränkt.
Am absolut unteren Rand.
Hier existieren durchaus Ansätze, die aber allein durch den extrem hohen Papierverbrauch konterkariert werden.
Hier kommt das große Sternchen, so man das Glück hat(te), in einem guten Team zu arbeiten, das - aller Spaltungsversuche durch die Ressortleitung zum Trotz - an einem kollegialen Umfeld festhält!
Älteren Kolleg*innen wird mit einer ähnlich guten oder schlechten Behandlung begegnet. Einigen Kolleg*innen wird sogar die Arbeit über den offiziellen Renteneintritt hinaus ermöglicht. In den meisten Fällen ist die Motivation der älteren Kolleg*innen weiterzuarbeiten leider dem Umstand geschuldet, auch nach langjähriger Betriebszugehörigkeit nicht von ihrer Rente leben zu können.
Hier ist leider noch ein Stern zu viel! Während in anderen Abteilungen durchaus Wert auf einen angemessenen Umgang mit Mitarbeiter*innen gelegt wird, hatte unsere Ressortleitung den Freibrief zur entwürdigenden Behandlung von Mitarbeiter*innen. Ich habe selten erlebt, dass man erwachsene Menschen ohne Not so behandelt. Speziell in Corona-Zeiten war das schwer erträglich. So blieb die Suche nach betriebsbedingten Gründen, die gegen die Vergabe von Corona-Homeoffice sprechen könnten, exklusiv den Ressortleitungen vorbehalten und nicht der Geschäftsleitung. Entsprechend unterschiedlich fiel die Vergabe aus. Im Fall unserer Abteilung wurde Corona-Homeoffice in homöopathischen Dosen (ohnehin nur ein Tag pro Woche) vergeben und auch nur dann, wenn zuvor hohe (und sinnfreie) Auflagen erfüllt waren.
Die Ausstattung der Bildschirmarbeitsplätze ist im Hinblick auf Schreibtische und ergonomische Arbeitsstühle sehr gut. Leider sind die hauseigenen Programme nicht nach den Standards der modernen Softwareergonomie programmiert. Besonders nachteilig für Augen und Nacken ist die in vielen Programmen sehr klein programmierte Schrift, die nicht skalierbar ist. Dazu kommen übervolle Seiten und unterschiedliche Platzierung gleichartiger Felder. Felder sind teilweise ohne oder mit einer irreführenden Bezeichnung belegt.
Fazit: sehr ausbaufähig!
Durch den hierarchisch geprägten Führungsstil der familiengeführten Firma bleibt der Wunsch der Mitarbeiter*innen nach transparenter Kommunikation ein frommer Wunsch. Je nach Ressortleitung und Teamleader kann das in einzelnen Abteilungen oder Teams aber durchaus anders - und positiver - aussehen. Den traurigen Höhepunkt im Hinblick auf kontrollierte Kommunikation setzen einzelnen Ressortleiter*innen, die von langjährigen Mitarbeiter*innen verfasste Abteilungsprotokolle "überarbeiten", bevor sie sie verschicken.
Frauen und Männer haben weitgehend die gleichen Möglichkeiten.
Im Haus sehr unterschiedlich verteilt. Es gibt Arbeitsplätze mit abwechslungsreichen und interessanten Aufgaben, doch die bleiben im übersichtlichen Bereich. Aktuell geht der Trend zur Poolarbeit, bei der das kreative Potential und das Fachwissen der Mitarbeiter*innen auf der Strecke bleibt. Entsprechend groß ist der Frust, wenn man aufgrund einer speziellen Expertise eingestellt wurde, sie dann aber auf keinen Fall nutzen darf. Echte Personalentwicklung, die das Potential der Mitarbeiter*innen erkennt und fördert, findet nicht statt. Der persönliche Hintergrund wird bei der Vergabe von Arbeiten in der Regel nicht berücksichtigt.
Gleitzeit-Regelung, Gehaltsbonus, nettes Team, guter Rabatt auf Buchbestellungen
Fehlende Transparenz bzw. Gleichstellung bei Gehältern. Technische Ausstattung/Softwarelösungen oft nicht ausreichend oder zu inkompatibel mit Standards. Großes Sträuben bei angestrebten Home Office-Lösungen, oft einfach fehlendes Vertrauen in die Mitarbeiter*innen.
Mehr Modernität in Sachen Home Office und bessere technische Ausstattung (v.a. Software-seitig).
Der hauseigene Verlag ist eine etwas gesonderte Abteilung mit einem sehr netten und kollegialen Team. Innerhalb des Unternehmens oft als Sonderfall gesehen, nicht immer nur im positiven Sinne.
Der Verlag wird von außen oft als eigenständiges Unternehmen betrachtet (eigener Stand auf den Buchmessen etc). Er hat als langjähriger Wissenschaftsverlag einen sehr guten und soliden Ruf in der Fachwelt.
Gut, wenn man in der Lage ist, sich klar abzugrenzen. Überstunden sind sehr gern gesehen, es gibt durchaus auch entsprechende Kommentare.
Ansonsten ist die Gleitzeitregelung eine wirklich gute Sache, so ist man auch etwas flexibler. Zusätzlich gibt es seit Beginn der Pandemie auch Home Office, allerdings nur in Teilzeit (ca. 2-3 Tage pro Woche) und nur unter großen Anfangsschwierigkeiten. Hier wäre mehr Modernität gefragt.
Fachliche Weiterbildungen gibt es im Prinzip nur auf explizite Nachfrage und dann auch nur sehr wenige, oftmals 1-Tages-Fortbildungen. Von regelmäßigen Schulungen keine Spur.
Als Berufsanfänger ist das Gehalt ok, aber es gibt wenig Möglichkeiten für eine Gehaltserhöhung und dann teilweise nur kleine Beträge. Erhöhungen sind extrem von der Geschäftsleitung gedeckelt.
Dafür gibt es aber eine jährliche kleine Erhöhung (Inflationsausgleich, ca. 1-2%) und einen Urlaubs-/Weihnachtsbonus, der je nach Umsatz des Vorjahres ausfällt. Da dieser aber an das Monatsgehalt gekoppelt ist (z.B. 80% des Monatsgehalts sind dann der Bonus), gibt es auch hier durch die teilweise sehr unterschiedlichen Löhne auch entsprechende Differenzen.
Da wird schon einiges gemacht (mehr Mülltrennung, grüner Strom etc), wie immer gibt es auch noch Luft nach oben.
Überwiegend hilft man sich gegenseitig, grade in Phasen, wo die Arbeitsbelastung hoch ist. Einige Mitarbeiter*innen werden unter Umständen auch häufiger vom Rest unterstützt, aber das bleibt im üblichen Rahmen.
Überwiegend verständnisvoll, Erfahrung wird geschätzt.
Im Verlag: überwiegend sehr gut, relativ lockerer Umgang, aber trotzdem Führung und Kompetenz.
Gesamtfirma: bekommt man weniger mit, hakt dort manchmal an einigen Stellen. Viel Druck bezüglich Umsatzergebnissen, gleichzeitig Personalabbau oder Verweigerung neuer (und teilweise sehr notwendiger) Stellen.
Büros sind solide ausgestattet, aber technisch wäre deutlich mehr möglich, man muss teilweise schon kämpfen, um einen 2. Bildschirm zu bekommen. Ausstattung für das Home Office ist ein Laptop, sonst nichts. Wenn man mit dem eigenen PC arbeiten kann, gibt es immerhin eine Remote-Lizenz und ist damit meist besser dran. Bei Software werden gern kleine Lösungen genommen, die leider in der Regel schlechter funktionieren und inkompatibel mit Standards sind (zB wird statt Zoom oder MS Teams die Software GoTo Meeting verwendet).
Unter den Kolleg*innen sehr gut, von der Führungsetage (auch im Gesamtunternehmen) fehlt aber häufig klare Kommunikation. So müssen die Mitarbeiter*innen deutlich mehr kommunizieren, um das Defizit auszugleichen.
Seit Beginn der Pandemie wurden kommunikative Schwächen allerdings schonungslos aufgedeckt, viele Führungskräfte waren mit Home Office und Online-Meetings absolut überfordert.
Verlagsteam ist ziemlich gleichmäßig besetzt, dafür ein Sternchen.
Allerdings gibt es bei den Gehältern größere Differenzen, männliche Kollegen werden öfter besser bezahlt. Wenig bis gar keine Transparenz in diesem Bereich.
Überwiegend abwechslungsreich, jeder bearbeitet einen eigenen Bereich mit bestimmten Überschneidungen innerhalb des Teams. Dadurch hat man ein gutes Maß an Eigenverantwortung.
die immer währende Balance zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Bedingungen des Marktes
dass manche gute Ideen zu lange in der Schublade liegen bleiben
Noch mehr Transparenz und Einbindung der Mitarbeiter, mehr unternehmerisches Risiko
freundliches kompetentes Miteinander
sehr hohe Außenwertschätzung des Unternehmens
kann man sehr gut mitgestalten
wenn man will, dann kann man etwas erreichen auf jeden Fall. Allerdings wird einem nichts in den Schoß geworfen.
aus meiner Erfahrung im mittleren bis guten Bereich, besser als meine Arbeitgeber zuvor auf jeden Fall
auf gutem Weg, aber da gibt es noch Verbesserungspotential
meist sehr gut, leider wie immer einzelne Ausreißer
mit Respekt, und auch im Krankheitsfall mit sehr viel Verständnis und Rücksichtnahme
in der Regel gut, auch da gibt es natürlich immer einzelne, bei denen man sich ein anderes Verhalten wünschte
Arbeitsplatzausstattung ist okay und funktional, besser geht natürlich immer
offen und ehrlich, wenn beide Seiten mitmachen
unbedingt und in jeder Hinsicht
fast zu interessant, sehr abwechslungsreich, Recherchearbeit ist gefragt, nix für Leute, die immer das Gleiche tun möchten.
Strukturen verändern. Konservatives Denken ablegen. MA nach Ihrem Input fragen. In bessere Systeme investieren. Essentielles früh genug kommunizieren.
Die einzelnen Abteilungen arbeiten gegeneinander anstatt zusammen. Innerhalb einer Abteilung ist es auch schwierig durch die gelebte Hierarchie.
Ist soweit in Ordnung durch Gleitzeit. Fairness durch Stechuhr.
Hätte Potenzial, wird aber von oben zerschlagen.
Unprofessionell, keine emotionale Intelligenz, willkürliche Entscheidungsfindung
Könnten zwar grundsätzlich schlechter sein, aber...
z.B. obwohl eine eigene IT vorhanden ist funktioniert vieles nicht
Essentielles wird verschwiegen. Wenn dies aber nicht umgesetzt wird, hagelt es Kritik.
Leider nicht vorhanden. Es wird nach Sympathie gehandelt.
Gibt es nur für Sympathieträger. Siehe den Punkt Gleichberechtigung.
Offener Austausch und ehrliche Kommunikation.
Jobtickets könnten bereit gestellt werden.
Es ist immer viel zu tun, da kann es schon mal hektisch werden. Aber es herrscht auch zu Stoßzeiten ein freundlicher, kooperativer Umgang.
Die schon sehr lange existierende familiengeführte Firma hat in der Branche einen herausragenden Ruf.
Gleitzeitregelung erlaubt großzügig die eigene Zeitplanung. 32,5 Urlaubstage sind auch nicht zu verachten.
Schulungen werden durchgeführt zu verschiedenen Bereichen, interne und z.T. externe Weiterbildungen können genutzt werden. Es gibt Aufstiegsmöglichkeiten, die man durch interne Bewerbungen nutzen kann.
Einstiegsgehälter sind für Berufsanfänger in Ordnung, es gibt zusätzliche Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld etc.
Mülltrennung könnte noch verbessert werden, ansonsten tut die Firma schon viel im Sinne von Going green
Sehr guter gemeinsamer Spirit und die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen
Es gibt sehr viele sehr langjährige Mitarbeiter/innen, der Erfahrung sehr geschätzt wird.
Es gibt regelmässige Führungs-Schulungen für die Vorgesetzten. Kommunikation und Transperenz werden gelebt.
Büros sind komfortabel und technische Ausstattung ist sehr gut, die einzelnen Abteilungen sind gut organisiert und strukturiert.
EM Rundschreiben, Newsletter, Team- und Einzelgespräche sorgen für eine offene Kommunikation.
Branchenspezifisch arbeiten mehr Frauen als Männer in der Firma, es gibt aber keinerlei Diskrimierungen. Die Firma hat einen compliance code of conduct, der natürlich auch Gleichberechtigung beinhaltet.
Sehr vielfältige Tätigkeiten auf allen Ebenen. Es ist ein internationales Arbeitsumfeld, daher können auch Sprachkenntnisse sehr gut eingesetzt werden.
den offenen und freundlichen Umgang miteinander. Der Betrieb ist familiär geführt und kümmert sich um die Mitarbeiter.
Dass es nicht eine einzige gemeinsame Firmenunternehmung wie z.b. eine Betriebsfeier gibt. So etwas gibt es derzeit nur auf Abteilungs- bzw. Teamebene
Wie schon gesagt, mehr Umweltbewusstsein wäre super (Mülltrennung)
Jobtickets für die Mitarbeiter wären ebenfalls schön
offener Umgang miteinander, freie Gestaltung am Arbeitsplatz
die Firma hat einen exzellenten Ruf in der Branche
es gibt in der Regel immer sehr viel zu tun, man muss Prioritäten setzen können
man kann interne und externe Weiterbildung nutzen, es gibt immer wieder Aufstiegschancen, die man dann allerdings auch aktiv nutzen muss
auch hier gilt, besser geht immer, aber man bekommt gutes Geld für gute Leistungen
könnte auf jeden Fall besser sein, da fehlt es leider schon an einer echten Mülltrennung
toller Zusammenhalt in den einzelnen Teams
sehr viel Rücksichtnahme auch bei längeren Ausfällen
klar und strukturiert, eindeutige Ansagen, man kann über alles reden. Bei eigenen Problemen wird geholfen
gut, besser geht immer, aber es ist alles da, was man braucht und es funktioniert
in aller Regel transparent und offen, könnte manchmal zügiger sein
Es arbeiten mehr Frauen im Betrieb als Männer, die Führungspositionen sind gleichwertig durch Frauen und Männer besetzt
absolut interessante Aufgaben
Er ermöglicht Berufseinsteigern einen Start ins Berufsleben, verbunden mit einem niedrigen Gehalt und einerseits lähmenden, andererseits hamsterradartigen Aufgaben.
Zum Start okay, falls nichts besseres wartet, aber dann schnell wieder raus dort!
Siehe oben!
Kritikfähiger werden! Die eigenen Mitarbeiter mehr wertschätzen und zwar ehrlich! Konstuktiv die Kompetenzen 1. des Managements, 2. der Führungsebenen und 3. der Mitarbeiter beleuchten und: aussortieren. Nicht Worte zählen, sondern Taten.
Das Arbeitsklima ist weder positiv noch konstruktiv oder gar vorwärtsgerichtet. Jeder scheint froh zu sein, wenn er in Ruhe seine Arbeit machen kann. Was natürlich selten möglich ist, siehe unten.
Die Firma genießt, als alteingesessener Player in diesem Feld, einen gewissen Vertrauensbonus seitens der Kunden. Dieser bröckelt jedoch zunehmend dahin.
Mitarbeiter machen selten Werbung für den Arbeitgeber.
Die Arbeitszeit kann innerhalb der Gleitzeit flexibel gewählt werden. Überstunden, auch massive, werden gern gesehen. Die Abteilungsleitung ist hier Vorbild. Urlaub wird nur nach vielem Hin und Her genehmigt, auch bei unkritischer Personalabdeckung.
...wird blockiert, wo nur möglich. Besuch von Messen werden nicht genehmigt. Ein Weiterbildungsbudget gibt es schon mal gar nicht. Andererseits werden Weiterbildungen mit unklarem Zweck für die Abteilung genehmigt (aber natürlich nicht offen kommuniziert). Aufstiegschancen, und somit eine Gehaltsverbesserung, sind in dieser Abteilung nicht vorgesehen.
Einstufung je nach Verhandlungsgeschick und Wohlwollen des Gegenübers. Wie überall. Die Gehaltsdifferenz von Angestellten mit denselben Aufgaben ist jedoch übermäßig hoch. Gehaltserhöhung gibt es abteilungsübergreifend, je nach Jahresgewinn, durchschnittlich 1,5% des Jahresbruttogehaltes. Außerdem wird jeder Mitarbeiter anteilmäßig am Jahresüberschuss beteiligt. Es gibt Urlaubsgeld. Zusätzlich werden individuell von der Abteilungsleitung Gehaltserhöhungen in lächerlichem Ausmaß verteilt. Frei nach dem Motto: Die Geste zählt.
In der Eingangshalle hängen diverse Zertifikate... die aber nichts mit dem Arbeitsalltag zu tun haben. Müll wird nur in Papier und Restmüll getrennt. Der Papierverbrauch ist immens, eine Reduzierung ist nicht erwünscht (z.B. Deaktivierung der Ausgabe von unnötigen Ausdrucken seitens der benutzen Software).
Keine Weihnachtsspenden oder dergleichen.
Innerhalb der Teams herrscht eine ausgewogene Atmosphäre. Innerhalb der Abteilung jedoch werden Teams gegen einander ausgespielt, ein durchaus von der Abteilungsführung intendiertes Komptenzgefälle ("Kleinhalten" von Teams) wird anderen zur Last gelegt. Konstruktives MIteinander-Arbeiten wird so immer wieder von oben gestört.
In der Abteilung arbeiteten viele KollegInnen schon seit 20 bis 30 Jahren! Die durch die Jahre erworbene Kompetenz wurde jedoch eher als lästig empfunden, z.B. Neuprogrammierung einer firmeninternen Software. Hohe Kompetenz passt nicht zu Kleinhalten der Mitarbeiter und Schaffung einer Atmosphäre voller Unselbstständigen.
Führungsqualitäten sind leider nicht vorhanden. Ein firmeninterner Führungsworkshop blieb ohne erkennbaren Erfolg. Eine klare Linie wird nicht vorgegeben. Delegationsvermögen, Kritikfähigkeit, Erkennen von Kompetenzen der eigenen Leute sind nicht existent. Die Leitung ist chronisch überarbeitet, definiert sich jedoch über genau diese "Leistung". Dadurch werden wichtige Informationen nicht weitergegeben, existentielle Vorgänge und Kundenanfragen nicht pünktlich bearbeitet.
Mitarbeiter werden individuell behandelt, manche für dumm verkauft, in einem mütterlich-mahnenden Ton angesprochen, als seien sie unfähig und Nichtsnutze. Andere werden gepampert, um sich deren Goodwill und Loyalität zu sichern.
Mitarbeiter werden per se als ein notweniges Übel angesehen, ohne die es nun mal nicht geht. Es darf nicht zu viel Geld kosten, egal ob Klimatisierung für den Versandraum (natürlich zu teuer) oder neue Bildschirme.
Alles reicht gerade so. Nichts bröselt oder quietscht. Aber das war es auch schon.
Informationen, die für die alltägliche Arbeit benötigt werden, werden nur auf quälende Nachfragen und nur in Teilen bereitgestellt. Es herrscht eine Form von Des-Information. Abteilungsversammlungen werden selten und unregelmäßig abgehalten. Weder Unternehmensführung noch Abteilungsführungen halten es für nötig, den Mitarbeitern transparent und wohlwollend gegenüber zu treten.
Die Abteilung bestand zu 80% aus Frauen. Per se gewann man den Eindruck von vorhandener Gleichberechtigung.
Das Bewerbungsgespräch klag rosig, auch in den jährlichen Mitarbeitergesprächen wurden einem die tollsten Dinge erzählt. Die Realität dazwischen sah anders aus. Geplante Einarbeitungen, die einen Aufgabenmehrwert und Kompetenzzuwachs versprachen, wurden mehrmals! (5x??) verschoben. Immer wieder wurde man hingehalten. Hatte man nicht das Glück, vielleicht eine(n) in Rente gehende(n) Kolleg/in/en in Zukunft vertreten zu dürfen, schmorte man auf kleiner Flamme. Innovationsfähigkeit und Intellekt sind dort verschwendete Eigenschaften.
So verdient kununu Geld.