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Bewertung

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Deutschland unter "ferner liefen"

2,6
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Köln gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Führung erfolgt sehr zahlenorientiert (ohne, dass große Unterstützung von "oben" käme), so dass eine gewisse "Ellbogenmentalität" um sich gegriffen hat. Dies war auch im Projekteinsatz spürbar, was zu in der absurden Situation mündet, beim Kunden nicht nur mit anderen Beratungen sondern auch mit den eigenen Kollegen zu konkurrieren.

Image

Als Projektmanagementdienstleister in entsprechenden Kreisen durchaus bekannt.

Work-Life-Balance

Besser als bei manch anderer Beratung (womit ich vergleichbare Unternehmen meine, ich spreche hier nicht von Strategieberatungen)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kein besonderse Umwelt- / Sozialbewusstsein erkennbar (sofern es nicht ausschließlich dem Ruf des Unternehmens dient)

Karriere/Weiterbildung

Wie weiter oben schon genannt, steht und fällt vieles mit der Erreichung der Ziele. Nur, wenn im Team nur eine Person mit dem Projektleiter über den Verkauf von Beratern sprechen kann, ist es für alle anderen Teammitgliedern unmöglich, bei eben diesem Punkt einen Stich zu machen - Ziel nicht erreicht, weil nicht erreichbar.

Kollegenzusammenhalt

Unter den Kollegen des deutschen Office gab es einige Kungeleien und Rangeleien. Viele britische Kollegen waren immer davon überzeugt, die Besseren zu sein, auch wenn sich das in ihren Erzählungen meist nur in Geschichten über Trinkgelage niederschlug. Es war nciht einfach, in die Kreise der britischen Kollegen hineinzukommen, man blieb gerne unter sich. Um fair zu sein: es gab auch einige sehr nette britische Kollegen.

Vorgesetztenverhalten

Organisatorisch war zu meiner Zeit die deutsche Niederlassung unter der französischen angesiedelt, diese wiederum unter der englischen. Das deutsche Office war außerdem nicht sehr groß. Entsprechend wurden die deutschen Mitarbeiter nicht besonders beachtet, weder was interessante Projekte, noch was Fortbildungen oder Beförderungen anbetraf. Nachdem mein eigener Vorgesetzter meine Bitte um ein Gespräch über meine Zukunft im Unternehmen ignorierte, habe ich Konsequenzen gezogen und habe es bis heute nicht bereut.

Arbeitsbedingungen

Die Räumlichkeiten waren nicht besonders gut ausgestattet, zwar nicht alt, aber nicht hochwertig. Positiv: jeder hatte eine Unternehmenskreditkarte, was die Abrechnung vereinfachte.

Kommunikation

Information, die einen nicht erreicht, war wohl nicht für einen gedacht.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war mäßig, der Urlaub mit 25 Tagen unter dem Üblichen. Beim Abschluss des Vertrags hatte es ein Missverständnis gegeben hinsichtlich der Übernahme von Reisekosten, was immer mir als Fehler angelastet wurde und immer wieder zu Diskussion führte.

Gleichberechtigung

Die Benachteiligung ist meiner Meinung nach subtiler, wer am lautesten dem Chef ins Ohr ruft, wird gehört. Die Zielvereinbarungen von Kollegen sind zum Teil so unterschiedlich, dass klar ist, dass einer befördert wird, der andere gar keine Chance hat.

Interessante Aufgaben

Wie in Beratungen üblich hängt die Augabe unter anderem vom Projektangebot ab. Allerdings ist es der Mitarbeiterloyalität nicht förderlich, Bitte um einen Projektwechsel oder ergänzende interessante interne Aufgaben über längere Zeit zu ignorieren.

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