Achtsamkeit sucht man hier vergeblich
Gut am Arbeitgeber finde ich
flexible Arbeitszeiten
gratis Obst und Kaffee
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Defizitäre Unternehmensstrukturen und fehlende Führungskompetenzen werden mit dem Satz "Wir sind eben nicht wie andere Unternehmen" wegargumentiert
- emotionsgeleitete Unternehmensführung
- keine Feedbackkultur oder Mitarbeitergespräche
- Missachtung privater Grenzen
- fehlendes Projektmanagement
- psychischer Druck auf ausgewählte Mitarbeiter
- launenhafter Umgang mit Angestellten
- umfangreiche Unwissenheit der Geschäftsführung in arbeits- und unternehmensrechtlichen Grundlagen
Verbesserungsvorschläge
Führungskräftecoaching
Arbeitsatmosphäre
- oft geprägt von unverhältnismäßiger Gefühlsauslebung seitens der Vorgesetzten
- gedrückte Stimmung, wenn sich nicht getraut wird, Unzufriedenheit vor der Führungsebene anzusprechen
- angespanntes Betriebsklima aufgrund der chaotischen Organisation von Projekten
Image
- Das Gesicht des Unternehmens ist ein selbsternannter Psychologe, der lediglich ein abgebrochenes Bachelorstudium der Psychologie vorweisen kann und Mitarbeiter beschäftigt, die für ihn seinen Abschluss nachholen sollen.
- Marketing wird zunehmend dafür genutzt, um psychisch kranke Menschen durch Heilsverspechen zu locken, da das die sicherste Einnahmequelle ist.
Work-Life-Balance
- weitgehend freie Einteilung der Arbeitszeit
- Überstunden aufgrund von kurzfristigen Projektänderungen oder schlechter Projektplanung sind normal
- Urlaub kann i.d.R. problemlos genommen werden, allerdings gibt es lange Urlaubssperren für große Projekte, die dann oft kurzfristig wieder verschoben werden
Karriere/Weiterbildung
- Führungspersonal wird ohne vorangegangene Schulung und fernab jeder Kompetenz ernannt.
- Einzelne Mitarbeiter werden unabhängig von ihrer Fachkenntnis einfach dort eingesetzt, wo sie gerade von Nutzen sind.
- Ausgewählte Mitarbeiter werden auf Nachfrage durch Weiterbildungen gefördert.
Gehalt/Benefits
- Es gibt leider keine Möglichkeit, sachlich und fair über Gehalt zu verhandeln, von dem Wunsch nach einer Gehaltserhöhungen fühlen sich Vorgesetzte gern persönlich angegriffen.
Kollegenzusammenhalt
- oft geprägt von Misstrauen und Unehrlichkeit
- wenn es dem eigenen Vorteil dient, zeigt man sich gegenüber den Kollegen gerne von einer wohlwollenden und wertschätzenden Seite
- Zusammenhalt unter einzelnen Kollegen gut
Umgang mit älteren Kollegen
"Ältere" Kollegen gibt es kaum, da man sich überwiegend mit jungen Werkstudent/innen umgibt, von denen wenig Widerspruch zu erwarten ist.
Vorgesetztenverhalten
- Man bekommt den Eindruck, die Unternehmensführung hat sich in eine Firma eingekauft und diese zum Spielball ihrer narzisstischen Launen gemacht.
- Feedback wird systematisch ignoriert, wenn es nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Man hört nur, was man hören will.
- Offen ausgesprochene Kritik führt nicht selten zur direkten Kündigung eines Mitarbeiters
- Private Launen der Chefs werden an einzelnen Mitarbeitern ausgelassen und dominieren die Meetingkultur.
- Entscheidungen werden aus Launen heraus getroffen, was regelmäßig zu finanziellen Engpässen führt.
- Sexuelle Beziehungen zwischen der Führungsebene und Mitarbeitern stören das Betriebsklima.
- Fehlendes Wissen der Chefs in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten wird zum Nachteil der Mitarbeiter ausgelegt.
- Einzelne Mitarbeiter werden damit beauftragt, Hausarbeiten und Masterarbeiten für die privaten Uniabschlüsse der Chefs zu schreiben.
- Illegale Drogen werden von Chefs auf die Firmenadresse bestellt und im Büro im Kühlschrank gelagert, generell wird der private Drogenkonsum verharmlost und romantisiert.
- Rechtliche Bestimmungen werden auf mehreren Ebenen missachtet und nach eigenem Ermessen neu interpretiert.
Arbeitsbedingungen
- gute Ausstattung am Arbeitsplatz (neue MacBooks, verstellbare Schreibtische etc.)
- Lärmpegel in Großraumbüros oft störend
Kommunikation
- Mitarbeiter werden erst spät über Projektänderungen informiert/Projekte werden kurzfristig geändert, was unvermeidlich zu Überstunden führt.
- Alle paar Wochen wurde eine neue "Firmenphilosophie" ausgerufen, die nicht selten willkürliche und unfreiwillige personelle Veränderungen zur Folge hat.
- Meetings dienen überwiegend als Schaubühne für die narzisstischen Bedürfnisse der Führungskräfte und führen nur selten zu tatsächlichen Ergebnissen.
Gleichberechtigung
Die Wertschätzung und Förderung von Mitarbeitern war abhängig von der Sympathie der Chefs, nicht von der Dauer der Betriebszugehörigkeit oder der Fachkenntnis.