Was im Recruiting wirklich passiert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Picnic präsentiert sich nach außen als moderner und erfolgreicher Arbeitgeber. Der Arbeitsalltag zeigt jedoch ein anderes Bild.
Es fehlt an klaren Strukturen und fairer Führung. Entscheidungen werden häufig nach persönlicher Stimmung getroffen. Einheitliche Regeln existieren kaum oder werden willkürlich ausgelegt.
Ein zentrales Problem ist die Ungleichbehandlung im Arbeitsalltag. Aufgaben werden nicht fair oder rotierend verteilt. Sobald man ein gutes Verhältnis zu bestimmten SVs oder Führungspersonen hat, erhält immer wieder dieselbe Person die SMS Bearbeitung. Diese Tätigkeit bedeutet deutlich weniger Calls. Eine Rotation findet nicht statt, solange die bevorzugte Person im Dienst ist. Das sorgt für Frust und ein starkes Gefühl von Ungerechtigkeit im Team.
Auch beim Thema Homeoffice zeigt sich Willkür. Manche Mitarbeitende dürfen problemlos aus dem Ausland arbeiten, während anderen strikt untersagt wird, Deutschland zu verlassen. Sachliche oder transparente Begründungen fehlen. Die Entscheidung hängt offensichtlich von persönlichen Beziehungen ab.
Bevorzugung einzelner Mitarbeitender ist generell spürbar. Wer gut mit dem Head of Team steht, bekommt Freiheiten, Unterstützung oder Entlastung. Andere werden streng kontrolliert und unter Druck gesetzt. Leistung spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Besonders widersprüchlich ist das Verhalten der Führung. Der Head of Team erscheint selbst regelmäßig nicht pünktlich um 8:00 Uhr zur Arbeit, erwartet jedoch absolute Pünktlichkeit von allen anderen. Bereits kleine Abweichungen werden kritisch kommentiert und es wird mit Kündigung gedroht. Das wirkt ungerecht und respektlos.
Auch Grenzen des professionellen Verhaltens werden überschritten. In der Vergangenheit wurden Links von SV zu Inhalten aus dem 18+ Bereich geteilt. Solche Inhalte haben im Arbeitsumfeld nichts zu suchen.
Wer Probleme oder Kritik anspricht, erlebt keine konstruktive Lösung. Anliegen werden zwar sofort notiert, doch anschließend fühlt man sich selbst in einer gefährdeten Position. Statt Unterstützung entsteht der Eindruck, dass Kritik negative Konsequenzen haben kann.
Vertraulichkeit ist kaum vorhanden. Persönliche Informationen verbreiten sich schnell im Team, auch ohne offizielle Kommunikation. Das Vertrauen leidet stark darunter.
Die Bezahlung steht in keinem Verhältnis zu den Anforderungen. Während von hohen Umsätzen gesprochen wird, wird bei Gehaltsgesprächen argumentiert, man sei noch ein kleines Startup. Das wirkt widersprüchlich.
Die Arbeit ist monoton und bietet keine Entwicklungsmöglichkeiten. Schulungen oder Weiterbildungen finden nicht statt. Viele Mitarbeitende wirken erschöpft, Krankmeldungen sind häufig.
Auch HR agiert unprofessionell. Gespräche sind unstrukturiert, ohne Protokolle oder klare Ergebnisse. In schwierigen Situationen wird sogar vorgeschlagen, den Vertrag zu beenden, statt Lösungen zu suchen. Das ist entmutigend und respektlos.
Fazit. Picnic ist kein moderner Arbeitgeber. Willkürliche Regeln, Bevorzugung einzelner Personen, fehlende Professionalität und geringer Respekt machen diesen Arbeitsplatz nicht empfehlenswert. Diese Erfahrung sollte für andere eine klare Warnung sein.