1 Mitarbeiter:innen, die bei Podologie Berggötz eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 2,9 von 5 Punkten.
Der Arbeitgeber wurde in dieser Bewertung nicht weiterempfohlen.
Wenig geeignet für eine fundierte Ausbildung
2,9
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Podologin im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung in Bebra gemacht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Am Anfang hatte ich den Eindruck, dass die Führung menschlich, offen und engagiert ist. Es wurde oft von Augenhöhe gesprochen, was mir Hoffnung gemacht hat. Leider hat sich dieser Eindruck im Verlauf meiner Zeit dort nicht gehalten.
Was ich jedoch sagen kann: Meine Liebe zum Beruf ist dort gewachsen. Gerade in der Anfangszeit, als die Motivation noch spürbar war , wurde mir einiges gezeigt, und ich konnte trotz aller Umstände wichtige Erfahrungen sammeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Verlauf meiner Zeit dort wirkte die Praxisleitung zunehmend desinteressiert und unorganisiert. Immer wieder wurde über neue persönliche oder berufliche Richtungen innerhalb der Leitung gesprochen - etwa über einen möglichen Ausstieg, andere berufliche Perspektiven oder private Veränderungen. Für mich war es dadurch schwer , eine klare Linie oder stabile Führung wahrzunehmen. Berufliches und Privates wurden meiner Meinung nach, oft nicht getrennt: Kind/er wurden häufig mitgebracht, private Themen dominierten viele Gespräche, und die Leitung nahm sich gefühlt deutlich mehr Freiheiten als das Team. Entscheidungen wurden spontan getroffen, Regeln galten nicht für alle gleichermaßen. Auch im Kleinen zeigte sich fehlende Wertschätzung: Getränke (Mineralwasser) wurden nicht mehr bereitgestellt, auch nicht bei großer Hitze. Kaffee musste teils selbst organisiert werden, Milch wurde mit der Begründung "trinken wir nicht" nicht zur Verfügung gestellt. Die vorhandenen Süßigkeiten wirkten auf mich eher wie Eigenbedarf. Einmal wurde mir aber eine Eisschokolade spendiert. Der Umgangston war mit der Zeit zunehmend respektlos, nicht nur intern, sondern auch im Hinblick auf Patienten und Patientinnen, ehemalige Mitarbeitende und andere Podologen und Podologinnen in der Umgebung. Ständiges Lästern und Abwertungen prägten meiner Meinung nach das Klima.
Insgesamt entstand für mich der Eindruck eines Arbeitsplatzes, an dem viel improvisiert wurde, wenig echte Verantwortung übernommen wurde und Struktur durch spontane Entscheidungen ersetzt wurde. Ich habe so eine Art der Führung bisher noch nie erlebt - leider nur im negativen Sinne.
Verbesserungsvorschläge
Die größte Verbesserung wäre aus meiner Sicht: klare Strukturen schaffen - und diese auch durchhalten. Die ständigen Richtungswechsel in der Führung haben für viel Unsicherheit gesorgt. Es sollte erkennbar sein, wer welche Rolle übernimmt - und das auch längerfristig. Persönliches und Berufliches sollten klarer voneinander getrennt werden. Wenn ständig private Themen, Familienangelegenheiten oder spontane Änderungen den Praxisalltag bestimmen, fehlt Mitarbeitenden der verlässliche Rahmen. Außerdem sollte das Arbeitsmaterial regelmäßig geprüft und frühzeitig bestellt werden. Es war frustrierend, ständig darauf hinweisen zu müssen, dass etwas nachbestellt werden sollte. Die technische Ausstattung empfand ich persönlich in Teilen inakzeptabel - funktional und hygienisch grenzwertig. Und ganz grundsätzlich: Die Kommunikation sollte respektvoll und professionell sein - auch im Umgang mit Patienten, Kollegen oder früheren Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt habe ich die Atmosphäre als wechselhaft erlebt. Während das direkte Team kollegial war , führte das Verhalten der Leitung zu Verunsicherung und Spannungen.
Karrierechancen
Es wurde mehrfach betont, dass man das Team langfristig halten und auch Auszubildende übernehmen möchte. Allerdings änderten sich die Pläne der Leitung häufig, sodass keine verlässliche Perspektive erkennbar war.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten waren grundsätzlich angenehm - mit kurzen Tagen, gelegentlichen langen Wochenenden und teilweise sogar mehr Urlaub als vertraglich vereinbart. Der gesamte Jahresurlaub war durch festgelegte Praxisferien vorgegeben. Dadurch gab es kaum bis keinen Spielraum für persönliche Planungen, was ich als stark einschränkend empfunden habe. Allerdings entstand bei mir der Eindruck, dass diese Regelungen primär auf die Bedürfnisse der Praxisleitung ausgerichtet waren und nicht als Entlastung für das Team gedacht waren. Die regelmäßig sehr langen Mittagspausen (bis zu zwei Stunden) waren ursprünglich für interne Abläufe der Leitung gedacht. Da diese jedoch zunehmend selten anwesend war , wirkten die Pausen im Teamalltag zunehmend unpraktisch und unnötig lang.
Ausbildungsvergütung
Zu Beginn war ich positiv überrascht, überhaupt einen Ausbildungsvertrag mit Vergütung zu erhalten - was in der Podologie nicht selbstverständlich ist. Die Bezahlung orientierte sich am Ausbildungsgehalt einer MFA. Im Vergleich zu anderen Auszubildenden an meiner Schule, die teilweise als Fußpflegerinnen angestellt waren, lag mein Verdienst jedoch deutlich darunter . Rückblickend war das finanzielle Modell weniger vorteilhaft, als es zunächst wirkte.
Die Ausbilder
Der positive Ersteindruck der Ausbilder hat sich im Verlauf meiner Zeit dort leider nicht bestätigt. Die fachliche und persönliche Begleitung wurde zunehmend oberflächlich und unzuverlässig.
Spaßfaktor
Mein Spaß an der Arbeit selbst war durchgehend vorhanden. Die Patienten und Patientinnen waren meist sehr freundlich, und das Kollegenteam in meiner Zeit dort war engagiert und zugewandt. Die Probleme, die ich erlebt habe, lagen nicht im fachlichen oder menschlichen Miteinander auf dieser Ebene, sondern eher in der Führung und Ausbildungsstruktur.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren vielfältig und praxisnah, ich durfte früh aktiv mitarbeiten. Anfangs war mein Ausbilder regelmäßig anwesend, was mir Orientierung gab. Später änderte sich das - häufig erfuhr ich erst morgens, dass die Leitung nicht erscheint. Ein neuer Kollege übernahm zusätzlich meine Anleitung, obwohl er selbst durchgehend in Behandlungen eingebunden war und so musste ich ihn regelmäßig aus seiner Arbeit herausholen. Trotz seines Engagements erfolgte die Begleitung oft unter Zeitdruck - eine strukturierte Ausbildung war so kaum für mich möglich.
Variation
Die Aufgaben waren vielseitig.
Respekt
Zu Beginn wurde viel Wert auf den Begriff -Augenhöhe- gelegt, und der Umgang wirkte zunächst respektvoll. Im weiteren Verlauf nach der Respekt jedoch deutlich ab - nicht nur mir gegenüber , sondern auch im Umgang mit anderen Mitarbeitenden und teilweise mit Patienten und Patientinnen. Besonders durch eine Person in der Leitung wurde der Ton zunehmend abwertend. Gespräche über Überforderung meinerseits stießen auf wenig Verständnis. Echten, konstanten Respekt habe ich nur im Kollegenteam erlebt.
Basierend auf 1 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Azubis wird Podologie Berggötz durchschnittlich mit 3.7 von 5 Punkten bewertet. 50 der Bewertenden würden Podologie Berggötz als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Basierend auf 1 Bewertungen schätzen die Auszubildenden besonders die Faktoren Image an dem Unternehmen.
Neben positivem Feedback haben Azubis auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 1 Bewertungen sind Auszubildende der Meinung, dass sich Podologie Berggötz als Arbeitgeber vor allem im Bereich Umwelt-/Sozialbewusstsein noch verbessern kann.