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Mikromanagment mit Burnout-Garantie

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 für dieses Unternehmen in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Bezahlung einigermaßen fair (zu wenig für den Mehraufwand), aber anpassbar. Schlussendlich steigen auch die Abrechnungsmodalitäten der KK.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich habe in der Praxis als Therapeut gearbeitet und kann leider keine Empfehlung aussprechen. Ein zentraler Kritikpunkt war die fehlende Verlässlichkeit in der Dienstplanung: Absprachen über Arbeitszeiten und Einsatzorte wurden regelmäßig kurzfristig und ohne vorherige Rücksprache geändert. Es gab keinerlei transparente interne Kommunikation dazu – das hat nicht nur die persönliche Lebensplanung massiv erschwert, sondern auch das Vertrauen in die Führungsebene stark beeinträchtigt.

Die Arbeitsbelastung ist dauerhaft zu hoch. Neben der therapeutischen Haupttätigkeit wird erwartet, dass man zusätzlich Rezeptionsdienst übernimmt, Telefongespräche führt, Termine koordiniert, Wäsche macht und weitere organisatorische Aufgaben übernimmt – ohne zusätzliche Zeit oder personelle Unterstützung. Das ist schlicht nicht machbar, ohne auf Dauer an die eigenen Grenzen zu kommen.

Die Arbeitsatmosphäre leidet entsprechend. Obwohl die einzig andere Kollegin in der Administration bemüht war, zu unterstützen, war der Druck spürbar und anhaltend.

Fazit: Wer langfristig gesund und professionell arbeiten möchte, sollte sich sehr gut überlegen, ob dieses Arbeitsumfeld das richtige ist. Eine klare Struktur, faire Aufgabenverteilung und verbindliche Kommunikation wären dringend nötig.

Verbesserungsvorschläge

Neustrukturierung der Arbeitskultur: 20-Minuten-Takt ist ohne Rezeptionskraft nicht möglich. Zu viele Aufgaben in zu wenig Zeit.
Finger weg von unabgesprochenen Änderungen des Dienstplans! Sowas ist destruktiv für das Unternehmen und unterminiert sowohl das Vertrauen der Patienten wie Mitarbeiter.

Arbeitsatmosphäre

Schöne Praxis, aber altmodische Materialien (Laptop, Drucker, etc.)

Image

Schlechter als gedacht. Viele Patienten bemängeln die "spontanen" Änderungen im Plan.

Work-Life-Balance

Siehe oben. Grundsätzlich aber flexible Zeiten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Uralte Materialien - Papierkarteien, Arbeitszeit handschriftlich auf Papierzettel, Drucker oft nicht funktional.

Karriere/Weiterbildung

Nicht gegeben.

Kollegenzusammenhalt

Wer hinter dem Rücken ständig den Dienstplan "anpasst" und weder Patienten noch Behandler Bescheid gibt, sollte eigentlich keinen Punkt bekommen.

Vorgesetztenverhalten

Vorgesetzt zu sein, bedeutet Verantwortung zu übernehmen, statt diese ständig zu delegieren. Kontinuierliches Beschweren über alle Menschen in der Umgebung tragen nicht zu einer produktiven Arbeitsatmosphäre bei.

Arbeitsbedingungen

Ständiges Mikromanagement! Gleichzeitig soll man sich im 20-Minuten-Takt um Patienten, Telefon, Wärmeschrank, Aufräumen von Räumen, Termin-Neuvergabe und Patientenaufnahme kümmern!
Im Sommer Räume mit 35°C und mehr.

Kommunikation

Nicht gegeben! Maximaler Aufholbedarf!

Gehalt/Benefits

Generell ausreichend. Keine Zusatzleistungen oder Anpassungen.

Gleichberechtigung

Im Sinne der Diversität keinerlei Beanstandungen. Allerdings muss trotzdem exakt so gearbeitet werden, wie die Chefin es will.

Interessante Aufgaben

Same-same every day. Grundsätzlich das gegebene in der Physiotherapie, aber man bekommt oft das Gefühl die "unbeliebten" Patienten zu übernehmen.

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