Führung aus einer anderen Zeit
Arbeitsatmosphäre
Die räumlichen Arbeitsbedingungen habe ich als schwierig empfunden. Teilweise wurden mehrere Mitarbeiter in relativ kleinen Büros untergebracht, was zu einer hohen Belegung und entsprechend wenig Ruhe beim Arbeiten führte. Hinzu kam, dass Bürotüren nicht geschlossen werden sollten. Für mich entstand dadurch der Eindruck einer ausgeprägten Kontrollkultur, da jederzeit ein Einblick in die Büros und die dort stattfindende Arbeit möglich sein sollte.
Kommunikation
Mein persönlicher Eindruck: Führung und Arbeitskultur sind hier leider noch nicht im Jahr 2026 angekommen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur habe ich als ausgesprochen kontrollierend und wenig wertschätzend erlebt. Eigenverantwortliches Arbeiten schien weniger gefragt zu sein – Kontrolle dafür umso mehr. Mitarbeiterführung nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ trifft es aus meiner Sicht ziemlich genau. Was mir besonders gefehlt hat, war ehrliche Wertschätzung. Gute Arbeit sollte aus meiner Sicht nicht als selbstverständlich betrachtet werden.
Wer moderne Führung, Vertrauen und Wertschätzung erwartet, sollte sich hier vielleicht zweimal überlegen, ob das Unternehmen das Richtige ist.
Fazit: Wer gerne eigenverantwortlich arbeitet, Vertrauen statt Kontrolle schätzt und sich eine moderne Unternehmenskultur wünscht, sollte sich vorab genau anschauen, ob die tatsächliche Führungskultur zu den eigenen Erwartungen passt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren durchaus interessant und abwechslungsreich. Es gab immer wieder neue Herausforderungen und Tätigkeiten, bei denen man seine Fähigkeiten einsetzen und dazulernen konnte.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang unter den Kollegen war grundsätzlich gut. Besonders positiv empfand ich den respektvollen und wertschätzenden Umgang mit älteren bzw. langjährigen Kollegen.
Arbeitsbedingungen
Bei den Arbeitsbedingungen hatte ich den Eindruck, dass die Zeit ein wenig stehen geblieben ist. Homeoffice? Fehlanzeige – und das sogar während der Corona-Zeit. Moderne Arbeitsmodelle und zeitgemäße Führung wirkten auf mich eher wie Fremdwörter.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mein Eindruck war, dass bei Entscheidungen vor allem die Kosten im Vordergrund standen. Nachhaltige oder soziale Aspekte schienen dagegen eher nachrangig zu sein. Hauptsache günstig – wirtschaftliche Interessen hatten aus meiner Sicht klar Vorrang.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt sollte man keine großen Erwartungen haben. Die Vergütung empfand ich angesichts der Anforderungen und Verantwortung als wenig angemessen.
Karriere/Weiterbildung
Auf die Frage nach Möglichkeiten zur Weiterbildung wurde sinngemäß darauf verwiesen, sich u.a. bei YouTube passende Videos anzuschauen. Strukturierte Weiterbildungsangebote, gezielte Förderung oder konkrete Entwicklungsperspektiven? Fehlanzeige.