bestes Team - bis fast alle gekündigt haben(mal wieder)
Gut am Arbeitgeber finde ich
- die GF selbst hat viel Erfahrung in der Entwicklung der Produkte. Und wenigstens mit einer der GF gab es stets konstruktive Austäusche und Zusammenarbeit.
Ich wünsche der Firma alles Gute denn bis auf sehr wenige Menschen dort hatte ich nicht den Eindruck, dass es ein schlechter Arbeitsplatz ist oder es auch der GF an Menschlichkeit mangelt. Aber es mangelte an kritischer Reflektion und das Ego, mindestens einer der GF, ist ein bisschen zu groß und versperrt dieser Person den Blick auf das was mMn braucht, damit diese Firma den großen Wurf schafft(Vertrauen innerhalb der Mitarbeiterschaft und Konsistenz dabei; Klare Zielvorgaben für Arbeitsweise und die Frage, ob etwas schnell oder nachhaltig entwickelt werden soll).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Selbstreflektion der GF ließ zu wünschen übrig.
Verbesserungsvorschläge
Die GF sollte sich selbst kritisch reflektieren auf folgende Punkte:
- werde ich selbst manipuliert von gewissen Führungskräften innerhalb der Firma, welche nicht dem Firmenwohl dienen, sondern nur mein eigenes Ego kitzeln wollen?
- Ja-Sager und Duckmäuser geben zwar das Gefühl das alles gut läuft aber bringt es die Firma wirklich weiter?
- Klare Vorgabe, was den das Ziel ist bei der Produktentwicklung: Entweder will man einfach superschnell Irgendetwas entwickeln was so halbwegs läuft aber wodurch man sich dann erhofft Marktanteile zu gewinnen, wodurch man dann ein tolleres, nachhaltigeres Produkt entwickeln kann. Oder aber man möchte ein nachhaltiges Produkt, was sich von der Masse abhebt. Aber das benötigt Zeit und muss dann auch so den Investoren kommuniziert werden, so dass diese die nötige Zeit einräumen.
Arbeitsatmosphäre
eigentlich war alles super an meiner Arbeit und mit meinen Chefs und anderen Abteilungen. Aber mit der Zeit merkte man, dass sich strategische Fehler der Geschäftsführung in Stressmachen bei den Abteilungsleitern und dann bei den Mitarbeitern manifestierte, weshalb dann auch die meisten Entwickler gekündigt haben.
Gegen Ende hatte man das Gefühl, jeder kämpft für sich.
Image
das Image ist mittelmäßig, wenn man auf Google Bewertungen abstellt. Unter den Kollegen war das Image der Firma zuerst fantastisch, dann aber merkte man schnell, dass sich der Wind dreht und auch diese Firma nichts besonderes ist.
Es wurde übrigens darauf hingewiesen, dass man doch supertolle Bewertungen über die Firma schreiben soll - kam nicht so gut an bei mir und anderen. Schon ein bisschen peinlich.
Work-Life-Balance
zu meiner Zeit in Corona war Home Office angesagt und nach anfänglichen Zweifeln der GF, war diese auch davon überzeugt und hat sich als produktiv erwiesen.
Karriere/Weiterbildung
es gab zwei Tage wo man eine Entwicklermesse besuchen konnte. War ganz nett. Aber wichtiger ist, wenn man gezielt Projekte gemeinsam umsetzt als Team und Wissenstransfer stattfinden lässt und sich nicht so sehr auf Deadlines beschränkt, die dann Druck erzeugen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war marktüblich bzw. fair. Damals hatte ich nicht den Eindruck, dass um jeden Euro gefeilscht wird, sondern dass man sich bewusst darüber ist, dass man guten Mitarbeitern auch ein gutes Gehalt zahlen muss, sonst sind die schnell weg.
Kollegenzusammenhalt
Eigentlich war der Kollegenzusammenhalt einmalig in meiner Abteilung und ich hatte die besten Kollegen, die ich mir wünschen könnte.
Aber mit der Zeit kündigten diese Kollegen, weil Sie mit der Strategie der GF nicht zufrieden waren und mit der zunehmenden Arbeitsweise, dass man versucht den Abteilungen Druck zu machen um möglichst schnell Irgendetwas zu entwickeln.
Wenige wurden auch gekündigt, PO oder Entwicklungsleitung, weil die GF verfehlte Ziele diesen Personen in die Schuhe geschoben hat. Und diese Informationen wurde Ihnen von mindestens einer Person gesteckt, die selbst in der Leitung war und gegenüber der GF andere Führungspersonen schlecht gemacht hat, um sich selbst in Relation besser darstehen zu lassen.
Leider hat die GF dieses manipulative Verhalten nicht durchschaut und reflektiert nicht auf die eigene Historie(mit meinem Abgang war es das zweite mal, dass fast die komplette Entwicklungsabteilung getauscht worden ist innerhalb von 6 Jahren - das sollte zu denken geben).
Umgang mit älteren Kollegen
gab fast nur junge Kollegen im Team.
Vorgesetztenverhalten
nochmal: Eigentlich waren meine Vorgesetzten super. Nur einige wenige, insbesondere eine Person, die immer noch in der Führung ist, wirkt manipulativ auf die GF ein.
Zu meinem Abgang hatte man das Gefühl, jede Führungskraft versucht ihren eigenen Kopf noch zu retten und man arbeitete nicht mehr als Team, sondern damit sich vor der GF in ein positives Licht zu rücken(schleimen, Duckmäusertum, denunzieren von anderen Mitarbeitern/Führungskräften).
Arbeitsbedingungen
man hatte alles was man brauchte.
Kommunikation
zweiwöchiges Zoom Meeting wo das aktuellste in der Entwicklung und Zahlen präsentiert werden. Kann man auch knapper halten - die meisten interessierte es ohnehin nicht wirklich. Aber war schon okay.
Gleichberechtigung
Jeder wurde gleich behandelt. Tatsächlich hatte man den Eindruck dass Frauen bevorzugt werden in Führungspositionen, da einer der GF sich von diesen gerne manipulieren lässt. Also das Thema einmal andersherum.
Interessante Aufgaben
in der Entwicklung gab es für mich viele interessante Aufgaben und man wurde tatkräftig unterstützt von vielen tollen Kollegen - damals jedenfalls.