2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Kennenlern-/Bewerbungsgepräche dienen dem Zweck, sich professionell und persönlich kennenzulernen. In der Praxis war es leider eher ein statisches Interview nach Fragebogen. Interaktion fand kaum statt. Die gestellten Fragen waren zum Teil völlig redundant, wenn man sich das Bewerber*innenprofil aufmerksam angeschaut hätte. Dass gerade solche Fragen dann auch noch mehrmals wiederholt wurden, gibt leider den Eindruck, dass man sich kaum vorbereitet hat. Negativ aufgefallen ist mir außerdem der vorab angeforderte Persönlichkeitstest von 16Personalities. Solch einen Test als belastbares Kriterium heranzuziehen, ist sowohl wissenschaftlich als auch in professionellen HR-Kreisen eigentlich eine Red Flag.
Was ich empfehlen würde: Ein Unternehmen, welches selbst Recruiting-Lösungen anbietet(!), sollte bereits im Bewerbungsprozess fachliche Professionalität und vor allem Geschick im Umgang mit Menschen ausstrahlen. Einen stichpunktartigen Fragebogen kann ich auch verab ausfüllen. Im Gespräch sollte es darum gehen, den fachlichen und cultural Fit rauszufinden. Damit das gelingt, braucht es vor allem Vertrauen und Offenheit. Einfach nur die Ausschreibung vorzulesen, hilft einem Bewerbenden nicht weiter.
Speziell zum Punkt Offenheit: Man sollte nichts versprechen, was man nicht halten kann. Das gilt für beide Seiten! Die Stelle war als Trainee ausgeschrieben. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Junior-Stelle, in der man sich viele Dinge selber beibringen soll. Die Darstellung in der Ausschreibung war also schlicht falsch. Ich frage mich: Hält mich das Unternehmen für naiv? Und auf welchem Vertrauen will das Unternehmen bauen, wenn nicht einmal das eigene Angebot ehrlich dargelegt ist?
Zum Thema Fachlichkeit: Es ist nicht Aufgabe der Bewerbenden, dem Unternehmen Vorschläge zu machen, worum es in der Stelle eigentlich geht. Ich verstehe, dass man Impulse sammeln und Bewerbende aus der Reserve locken möchte. Man sollte sich allerdings auch der Konsequenzen dieses Vorgehens bewusst sein. Mein Eindruck ist jedenfalls, dass das Unternehmen noch im Prozess ist, herauszufinden, was es überhaupt braucht und was nicht. Sehr schade, wenn man das nicht im Vorhinein klar festlegt und dann auch klare Auskunft geben kann. So habe ich leider das Gefühl, einfach nur Zeit verschwendet zu haben. Rückfragen zu dem, was eigentlich zu tun ist, wurden nämlich maximal offen gelassen und mit Nebenbomben umschifft.
Ich hatte bei SANOL damals zwei Vorstellungsgespräche. Leider erhielt ich im Anschluss nur eine kurze Absage per E-Mail, ohne jegliche Begründung.
Besonders irritierend ist, dass die Stellenanzeige bereits seit Monaten online ist. Das lässt den Verdacht aufkommen, dass es sich entweder um eine sogenannte "Ghost-Job"-Anzeige handelt oder dass die Gehaltsvorstellungen schlicht nicht zusammengepasst haben. Angesichts des eher niedrigen Gehalts, das für diese Stelle geboten wird, wäre Letzteres durchaus nachvollziehbar. Ohne Feedback bleibt dies jedoch reine Spekulation.
Transparenz und Feedback im Bewerbungsprozess wären wünschenswert, um Bewerbern die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben und den Bewerbungsaufwand nicht ins Leere laufen zu lassen.