Positiver Bewerbungsprozess, sehr unerwartetes Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Bewerbungsprozess sowie der Kontakt mit der Geschäftsführung waren sehr angenehm und wertschätzend. Auch die ursprünglich vereinbarten Arbeitsbedingungen und das Gehalt wirkten sehr attraktiv, weshalb ich mich sehr auf die Zusammenarbeit gefreut habe.
Ich habe mich bewusst für diese Position entschieden und dafür sogar mein vorheriges Arbeitsverhältnis beendet sowie meine Elternzeit früher beendet, da ich langfristig in dieser Rolle arbeiten wollte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umso überraschender war es, dass das Arbeitsverhältnis bereits nach kurzer Zeit im Zuge einer internen Entscheidung beendet wurde. Für mich kam diese Situation sehr unerwartet, da es zuvor keine Anzeichen oder Gespräche in diese Richtung gab. Die kurzfristige Beendigung war für mich persönlich und beruflich sehr belastend und brachten viele Nachteile mit sich.
Verbesserungsvorschläge
Eine transparente Kommunikation und eine vorsichtigere Personalplanung, insbesondere gegenüber neu eingestellten Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund der Möglichkeit, vollständig im Homeoffice zu arbeiten, habe ich diesen Punkt insgesamt positiv bewertet. In den Teammeetings hatte ich jedoch teilweise den Eindruck, dass die Atmosphäre angespannt war und die Teamleitungen unter einem hohen Druck standen. Im Bewerbungsprozess wurde von etwa zwei Stunden Telefonie pro Tag gesprochen, während der Einarbeitung wurde dieser Umfang jedoch ungefähr verdoppelt; für mich persönlich war das kein Problem, für viele Kolleg:innen schien diese Änderung jedoch ein spürbarer Konfliktpunkt zu sein und trug teilweise zu einer angespannten Stimmung bei.
Work-Life-Balance
Für die Work-Life-Balance habe ich drei Sterne vergeben. Positiv war die Möglichkeit, vollständig im Homeoffice zu arbeiten. Gleichzeitig waren die Arbeitszeiten durch die Telefoniezeiten weniger flexibel als im Bewerbungsprozess ursprünglich dargestellt. Zudem wurde erwartet, während der Pausen die WhatsApp-Gruppe im Blick zu behalten, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Das überdurchschnittliche Gehalt hat für mich diese "Einschränkungen" grundsätzlich relativiert.
Kollegenzusammenhalt
Unter den neu eingestellten Kolleg:innen herrschte ein sehr guter Zusammenhalt und ein unterstützender Austausch, gerade während der Einarbeitungsphase. Die bereits länger beschäftigten Mitarbeitenden habe ich in der kurzen Zeit nur begrenzt kennengelernt, sie wirkten jedoch ebenfalls hilfsbereit und freundlich. Aus meiner Sicht geriet der Zusammenhalt im Team unter Druck, da im Zusammenhang mit den Kündigungen verschiedene Vorwürfe geäußert wurden. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass die Kolleg:innen auch in dieser Situation füreinander da waren und sich gegenseitig unterstützt haben.
Vorgesetztenverhalten
Der Eindruck im Bewerbungsprozess war sehr positiv. Die Erfahrung am Ende des Arbeitsverhältnisses stand für mich jedoch in starkem Kontrast dazu. Teilweise entstand der Eindruck, dass Informationen innerhalb der Führungsebenen nicht immer einheitlich abgestimmt waren.
Kommunikation
Einen Stern für die Kommunikation habe ich vergeben, da die Beendigung meines Arbeitsverhältnisses sehr überraschend erfolgte und mir telefonisch per WhatsApp durch einen Abteilungsleiter mitgeteilt wurde, mit dem ich zuvor keinen direkten Kontakt hatte. Als Begründung wurde genannt, dass der Auftraggeber keine Quereinsteiger wünsche, obwohl in der Stellenausschreibung weiterhin Quereinsteiger angesprochen werden, was für mich schwer nachvollziehbar war. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass die Teamleiter im Arbeitsalltag ihr Bestes gegeben haben, den neu eingestellten Mitarbeitenden Informationen weiterzugeben und Fragen zu beantworten, dabei jedoch selbst teilweise an ihre Grenzen kamen.
Interessante Aufgaben
Im Rahmen der Sachbearbeitung empfinde ich die Kfz-Schadenbearbeitung grundsätzlich als eine der interessanteren und abwechslungsreicheren Tätigkeiten. Verglichen mit vielen anderen Sachbearbeitungsjobs bietet sie eine gewisse Vielfalt an Fällen und Fragestellungen. Dennoch sehe ich auch hier Grenzen der Abwechslung, weshalb ich in dieser Kategorie keine fünf Sterne vergeben habe.