Standort Konstanz
Arbeitsatmosphäre
Schwankt zwischen Langeweile und Stress, mit gelegentlichem Ekel und Angst um die eigene Sicherheit. Bahnhofskiosk halt.
Kommunikation
Zwischen den Kollegen gut, zwischen Angestellten und Chefetage kaum vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Man hilft sich wo man kann und die Atmosphäre zwischen den Kollegen ist im großen und ganzen gut.
Work-Life-Balance
Der Laden hat 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche von früh morgens bis 21 Uhr geöffnet. In den 9 Monaten die ich dort gearbeitet habe ich an vielleicht 2 Feiertagen frei gehabt. Lang- und mittelfristige Planung ist quasi nicht möglich, das Sozial- und Familienleben wird komplett torpediert. Wenn man mit der Chefin vereinbart, an einem bestimmten Tag nicht eingeplant zu werden kann man sich sicher sein dass sie es "vergisst". Unpopuläre Schichten (Abend, Wochenende, Feiertage) werden immer den selben Angestellten zugeschoben.
Vorgesetztenverhalten
Beteiligt sich kaum am Arbeitsalltag sondern zieht es vor, im Hinterzimmer über die Angestellten zu lästern und redet mit ihnen als ob sie geistig zurückgeblieben wären.
Interessante Aufgaben
Jeden Tag das gleiche. Man sollte sich nicht die Illusion machen in einer Buchhandlung zu arbeiten. Die Hauptarbeit besteht darin, Alkohol-, Nikotin- und Glücksspielsüchtigen ihre Droge zu verkaufen.
Gleichberechtigung
Ich habe keine Diskriminierung zwischen den Geschlechtern wahrnehmen können.
Arbeitsbedingungen
Es ist nicht möglich, die gesetzlich vorgeschriebene halbe Stunde Pause am Stück zu nehmen. Im Hinterzimmer gibt es einen richtigen Stuhl, auf dem die Chefin sitzt. Arbeitszeiten sind absurd.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was man eben von einem Laden erwarten kann, der seinen Umsatz mit Alkohol, Zigaretten, Lotto, Klatschpresse und Propagandazeitschriften macht.
Gehalt/Benefits
Lachhaft wenig für das was gefordert wird. Gleichzeitig macht die chaotische Planung einen Nebenjob fast unmöglich.
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden. Dieser Job ist eine Sackgasse.