Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die SEC-COM Sicherheits- und Kommunikationstechnik GmbH ist meiner Erfahrung nach weder als Ausbildungsbetrieb noch als Arbeitgeber zu empfehlen. Ich habe die Arbeitsatmosphäre als von Hinterhältigkeit geprägt empfunden. Kritik oder persönliche Aussagen wurden häufig sofort weitergetragen, und wer nicht in die „Familie“ passte, stand schnell im Mittelpunkt von Lästereien. Offene Kommunikation fand nach meinem Eindruck kaum statt, stattdessen wurde eher übereinander als miteinander gesprochen, was ich gerade für ein Unternehmen mit „Kommunikation“ im Namen bemerkenswert finde.
Auch die Mitarbeitermeetings waren für mich wenig zielführend. Es wurde zwar über Probleme gesprochen, doch am Ende passierte nichts. Zudem hatte ich den Eindruck, dass von den Mitarbeitern erwartet wurde, auch im Urlaub erreichbar zu sein. Ein pünktlicher Feierabend wurde über lange Zeit nicht ernst genommen.
Auch beim Gehalt machte ich eher negative Erfahrungen. Nach der Ausbildung bewegte sich die Vergütung aus meiner Sicht auf Mindestlohnniveau. Einzige Ausnahme war, dass Berufseinsteiger bei den Vertragsverhandlungen etwas Spielraum hatten.
Die Geschäftsführung wirkte auf mich stark auf Wachstum und Profit fokussiert. Es wurden viele neue Themen und Trends aufgenommen, jedoch ohne ausreichende Schulung oder tiefes Fachwissen bei den Mitarbeitern. Selbst das Werben mit künstlicher Intelligenz erschien mir eher oberflächlich.
Des Weiteren lässt sich anmerken, dass neue Mitarbeiter meist nicht lange bleiben, aus ersichtlichen Gründen. Es gehen mehr, als kommen.
Besonders kritisch habe ich die Strukturen im Marketing wahrgenommen. Dort hatte ich das Gefühl, dass diese Abteilung überproportional viel Einfluss genießt. Aufgaben wurden teilweise an Auszubildende oder sogar Techniker abgegeben, die damit aus meiner Sicht wenig zu tun hatten. Persönlich habe ich die Leitung als sehr dominant erlebt, und es entstand bei mir das Gefühl, herablassend behandelt zu werden. Auch grundlegendes Marketingwissen wirkte auf mich nicht immer vorhanden.
Für Auszubildende ist die Situation besonders problematisch. Sie übernehmen vor allem einfache Hilfstätigkeiten wie Müll entsorgen, Telefone reinigen oder Kundensupport, lernen aber kaum etwas, das sie auf die spätere Arbeit vorbereitet. Obwohl suggeriert wird, man würde hier mehr lernen als in großen Unternehmen, ist das Gegenteil der Fall. Nach der Ausbildung fehlt das nötige Selbstbewusstsein, der Ausbildungsrahmenplan wird nicht eingehalten, und fachlich qualifiziert fühlt man sich nicht.
Zudem hat ein Azubi Vorteile genossen, wie einen privaten Firmenwagen oder Weihnachtsgeld, während andere leer ausgingen. Die IHK reagiert darauf kaum, weshalb man sich dort sofort melden sollte, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt.
Zusammenfassend lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass die SEC-COM für alle, die Wert auf eine solide Ausbildung, faire Behandlung und ein gesundes Arbeitsverhältnis legen, keine empfehlenswerte Adresse ist.
Macht gerne eure eigenen Erfahrungen, meine waren jedoch größtenteils negativ.
Ergänzung: Leider wurden mein erster sowie mein zweiter Kommentar gelöscht – danke an den Kununu-Support für die schnelle Hilfe bei der erneuten Veröffentlichung meiner Bewertung.