Starker Leistungsdruck seit neuer Geschäftsführung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der erste Eindruck ist freundlich, und es scheint, dass die Geschäftsführung ihr Bestes versucht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Fokus liegt stark auf Zahlen und Kennzahlen. Es gibt unrealistische Erwartungen, die nur schwer umzusetzen sind, und dies führt zu erheblichem Druck auf die Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen könnte davon profitieren, wenn die Arbeitsatmosphäre entspannter gestaltet würde, indem Druck und Misstrauen reduziert und stattdessen Anerkennung und Lob stärker gefördert werden. Die Führung sollte offener und weniger autoritär agieren, Entscheidungen stärker mit den Mitarbeitern abstimmen und konstruktives Feedback geben, während Lästereien hinter dem Rücken vermieden werden. Aufgaben könnten abwechslungsreicher gestaltet und Verantwortung auch im positiven Sinne übertragen werden, nicht nur bei Fehlern. Zudem wäre eine fairere Behandlung von Frauen und jungen Mitarbeitern wünschenswert, ebenso wie transparente Gehaltsregelungen und mehr Wertschätzung unabhängig vom Verhältnis zur Geschäftsführung. Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten sollten ausgebaut, Vorschläge der Mitarbeiter ernst genommen und Eigeninitiative unterstützt werden. Auch das Gehalt und die Sozialleistungen könnten an den Branchendurchschnitt angepasst werden, und zusätzliche Benefits wie mehr Urlaubstage oder leistungsbezogene Anreize wären sinnvoll. Der Maschinenpark sollte modernisiert und regelmäßige Wartungen gewährleistet werden, um die Sicherheit und Arbeitsqualität zu verbessern. Trotz der bestehenden Recycling- und Energiesparmaßnahmen sollten Emissionen und Geruchsbelästigungen, insbesondere durch den Temperofen, reduziert werden. Schließlich wäre es hilfreich, den offenen Austausch im Alltag zu fördern und die Handhabung von Überstunden zu vereinheitlichen, damit klare, transparente Regeln für alle Mitarbeiter gelten.
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Wechsel in der Geschäftsführung hat sich die Stimmung deutlich verschlechtert. Anstelle von Wertschätzung und Lob herrschen nun Druck, Misstrauen und ständige Kritik. Viele Mitarbeiter empfinden die Atmosphäre als belastend, da es fast ausschließlich um Zahlen und Leistung geht.
Kommunikation
Informationen werden überwiegend in größeren Runden wie Betriebsversammlungen weitergegeben, im direkten Alltag fehlt jedoch oft der offene Austausch.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen herrscht ein freundlicher und respektvoller Umgang. Man unterstützt sich gegenseitig, wo es möglich ist, und das Teamgefühl ist insgesamt stark ausgeprägt. Lediglich zwischen einzelnen Abteilungen kommt es hin und wieder zu Reibungspunkten.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten sind flexibel, mit Gleitzeit und Kernarbeitszeit. Überstunden werden nicht ausdrücklich erwünscht, ihre Handhabung erfolgt jedoch unterschiedlich je nach Bereich. Homeoffice-Möglichkeiten gibt es nicht, Teilzeitmodelle sind jedoch vorhanden.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung im Unternehmen ist stark autoritär geprägt, unabhängig davon, ob es sich um Auszubildende oder Fachkräfte handelt. Entscheidungen werden oft von oben durchgedrückt, ohne Mitarbeiter einzubeziehen, und es herrscht ein kontrollierendes Klima ohne Vertrauen. Teilweise kommt es vor, dass Vorgesetzte hinter dem Rücken über Kollegen lästern. Insgesamt wirkt die Führung veraltet und wenig fördernd.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind überwiegend eintönig und bieten wenig Abwechslung. Verantwortung wird vor allem dann eingefordert, wenn Fehler passieren, nicht jedoch, wenn es um eigenständiges Arbeiten oder Weiterentwicklung geht.
Gleichberechtigung
Nach meiner Erfahrung werden Männer im Unternehmen besser behandelt als Frauen. Jüngere Mitarbeiter müssen sich zunächst beweisen und sehen sich selbst dann noch mit Vorurteilen konfrontiert, insbesondere beim Thema Gehalt. Wertschätzung erfahren vor allem diejenigen, die ein gutes Verhältnis zur Geschäftsführung pflegen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden im Unternehmen geschätzt und respektiert. Ihre Erfahrung wird anerkannt und im Arbeitsalltag berücksichtigt.
Arbeitsbedingungen
Die Büroausstattung ist in Ordnung, der Maschinenpark hat jedoch deutlich nachgelassen. Früher wurde in neue Maschinen investiert, mittlerweile kommen häufig Geräte aus insolventen Firmen zum Einsatz. Wartungen erfolgen nur bei Bedarf, regelmäßige Kontrollen durch Monteure gibt es kaum noch. An einigen Stellen besteht Rutschgefahr durch Ölreste, ansonsten ist die Arbeitsumgebung weitgehend sicher.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen achtet grundsätzlich auf Recycling und Energieeinsparung. Allerdings gibt es erhebliche Umweltbelastungen durch den Temperofen, dessen Geruch sich stark in der gesamten Firma und Umgebung bemerkbar macht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt eher unter dem Branchendurchschnitt. Es gibt Urlaubsgeld und Wintergeld, die Leistungen sind jedoch überschaubar. Der Urlaub beträgt 27 Tage, was in der heutigen Zeit etwas knapp ist. Leistung wird im Unternehmen kaum honoriert.
Image
Das Unternehmen wirkt eher altbacken und hat in den letzten Jahren an Ruf eingebüßt. Dennoch ist es im Vergleich zu vielen anderen Firmen weiterhin stabil und am Markt präsent.
Karriere/Weiterbildung
Schulungen werden nur dann angeboten, wenn sie als notwendig erachtet werden. Aufstiegschancen sind eher begrenzt, und Vorschläge von Mitarbeitern zu zusätzlichen Weiterbildungen werden häufig ignoriert. Eigeninitiative bei der persönlichen Entwicklung wird nur eingeschränkt unterstützt.