Homeoffice allein macht noch keinen guten Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit zum Homeoffice und teilweise interessante Aufgaben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die Unternehmenskultur und den Umgang mit Mitarbeitern, sobald diese nicht mehr den Erwartungen entsprechen oder das Unternehmen verlassen möchten. Dazu kommen das viele Lästern untereinander, die aus meiner Sicht fehlende Nahbarkeit der Führungskräfte und eine Kommunikation, die nicht immer auf Augenhöhe stattfindet.
Verbesserungsvorschläge
Mehr miteinander statt übereinander sprechen. Andere Meinungen akzeptieren und Kritik nicht direkt negativ auffassen. Vor allem sollte Wertschätzung nicht davon abhängen, ob ein Mitarbeiter gerade den Erwartungen entspricht oder dem Unternehmen erhalten bleibt. Auch beim Ausscheiden sollte ein respektvoller und professioneller Umgang selbstverständlich sein.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich leider als wenig angenehm empfunden. Vieles wirkte davon abhängig, wie gut man sich anpasst und ob man den Erwartungen entspricht. Eine wirklich offene und wertschätzende Atmosphäre habe ich nicht erlebt.
Image
Das Image des Unternehmens ist meiner Meinung nach besser als das, was ich intern erlebt habe. Nach außen entsteht teilweise ein sehr positives Bild, das sich für mich im Arbeitsalltag nicht vollständig bestätigt hat.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance
Homeoffice war definitiv ein Pluspunkt. Gleichzeitig gehörten sehr viele Überstunden zum Arbeitsalltag. Wer pünktlich Feierabend gemacht hat, musste teilweise mit schiefen Blicken rechnen, während langes Arbeiten bis in den Abend hinein eher als selbstverständlich angesehen wurde. Wirkliche Anerkennung oder ein Danke dafür gab es kaum. Eine gesunde Work-Life-Balance sieht für mich anders aus.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Benefits
Das Gehalt ist im Vergleich zu anderen Arbeitgebern eher unterdurchschnittlich und steht für mich nicht im Verhältnis zu den Erwartungen und der geleisteten Arbeit. Nennenswerte Benefits gibt es kaum. Gerade in Kombination mit den vielen Überstunden ist das Gesamtpaket aus Gehalt und Zusatzleistungen wenig attraktiv.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für mich weder besonders positiv noch besonders negativ aufgefallen.
Kollegenzusammenhalt
Für mich leider einer der schwächeren Punkte. Es wurde sehr viel über andere Kollegen gesprochen und gelästert. Dadurch entstand nicht unbedingt das Gefühl eines ehrlichen und vertrauensvollen Miteinanders.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht sinnvoll beurteilen, da es während meiner Zeit dort kaum bzw. keine älteren Kollegen gab.
Vorgesetztenverhalten
Für mich der größte Kritikpunkt. Die Vorgesetzten habe ich als wenig nahbar erlebt. Solange man sich angepasst hat und alles nach den Vorstellungen der Führung lief, war der Umgang in Ordnung. Sobald man jedoch eine andere Meinung vertreten oder sich entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen, konnte sich der Umgang deutlich verändern. Gerade beim Ausscheiden hätte ich wesentlich mehr Professionalität und Wertschätzung erwartet.
Arbeitsbedingungen
Durch das Homeoffice gab es hier einen klaren Pluspunkt. Insgesamt waren die Arbeitsbedingungen in Ordnung, aber für mich auch nichts, was besonders positiv herausgestochen ist.
Kommunikation
Die Kommunikation war häufig wenig transparent und teilweise nicht auf Augenhöhe. Gerade bei unangenehmen Themen hätte ich mir deutlich mehr Offenheit, Professionalität und einen respektvolleren Umgang gewünscht.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich persönlich nicht in dem Maß wahrgenommen, wie ich es von einem modernen Arbeitgeber erwarten würde.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren teilweise interessant und abwechslungsreich. Hier gibt es durchaus positive Aspekte, auch wenn diese für mich die anderen Kritikpunkte nicht aufwiegen konnten.