Es könnte alles so schön sein...
Gut am Arbeitgeber finde ich
siehe oben
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
hierarchisch und bürokratisch
Verbesserungsvorschläge
mehr Dezentralität und Verantwortung für die Fachdienststellen; Konzepte für leistungsgewandelte Mitarbeitende einführen; hohe Krankenstände können faktisch nicht ausgeglichen werden - die hierfür existierenden Instrumente sind bekannt, aber nicht zielführend
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt sehr gut. Die Atmosphäre ist von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt.
Image
Das Image wird meines Erachtens immer schlechter. Die Außenwahrnehmung der Verwaltung ("lockere Jobs") stimmt allerdings keineswegs mit der Realität überein. Bereits mehrfach habe ich es erfahren müssen, dass Mitarbeitende, die von extern kamen, überrascht und teils überfordert vom immensen Arbeitsdruck waren. Oft wird übersehen, dass in der Verwaltung zur hohen Arbeitsbelastung auch noch ungünstige Rahmenbedingungen (gesetzlich, tarifvertraglich, hausgemachte Bürokratie) hinzukommen. Das erschwert die Arbeit immens. Man will oft, kann oder darf aber nicht.
Work-Life-Balance
Vielfältige Möglichkeiten, wie Homeoffice, unzählige Teilzeitmodelle, Sabbaticals uvm. Gut für die Mitarbeitenden - herausfordend, um den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten. Beim Homeoffice ist dennoch, auch im Vergleich zu anderen öffentlichen Arbeitgebern noch Luft nach oben. Teils fehlt das Vertrauen der Führungskräfte in die Mitarbeitenden. Hier würde ich mir noch mehr Flexibilität wünschen. Es gibt öffentliche Arbeitgeber, die ein Maximum von 50% Homeoffice pro Jahr ermöglichen. Die Einteilung über das Jahr gesehen, liegt im Verantwortungsbereich der einzelnen Mitarbeitenden. Das zeigt Flexibilität und Vertrauen!
Karriere/Weiterbildung
Mittlerweile gibt es gute Entwicklungsmöglichkeiten, auch für externe Einsteiger.
Gehalt/Benefits
im Rahmen der tarifvertragsrechtlichen und gesetzlichen Möglichkeiten; natürlich kein Vergleich zur "Privatwirtschaft"; in den oberen Gehaltsgruppen ausreichend; im mittleren und unteren Segment kann man keine großen Sprünge machen
Kollegenzusammenhalt
Im Großen und Ganzen ein sehr guter Zusammenhalt. Man unterstützt sich gegenseitig.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte agieren größtenteils freundlich und wertschätzend. Die Mitarbeitenden werden grundsätzlich ernstgenommen und in Entscheidungen einbezogen. Leider fehlt hin und wieder die Rückendeckung. Manchmal ist es erforderlich, den Service für Kundinnen und Kunden für eine begrenzte Zeit stark einzuschränken, um etwas grundlegend - auch im Sinne der Kunden - zu verbessern. Es fehlt aber, auch aus politischen Gründen und wegen der negativen Außenwirkung, hierzu der Mut.
Arbeitsbedingungen
Passt.
Kommunikation
DIe Führungskräfte sind bemüht, gut und umfassend zu kommunizieren. In der Arbeitsflut klappt es jedoch nicht immer perfekt.
Interessante Aufgaben
Leider alles sehr hierarchisch; starke Abhängigkeiten zu diversen städtischen Querschnittseinheiten. Man kann auch als Führungskraft oder Fachdienststelle kaum etwas selbst bewegen. Starke Zentralisierungstendenzen in den letzten Jahren, was die Unterstützungsprozesse (Personal, Finanzen etc.) angeht. Es gibt zentrale Verwaltungseinheiten, solche auf mittlerer Hierarchieebene und in den Fachdienststellen. Deshalb immer mehr Schnittstellen und Doppelstrukturen. Die Prozesse werden immer umständlicher. Frustrierend! Gebt den Dienststellen einfach mehr Verantwortung und lasst sie machen! Könnte eigentlich Spaß machen...
