4 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich vor über 5 Monaten auf die oben genannte Position beworben und bis heute weder eine Rückmeldung noch eine Absage erhalten. Heute habe ich dann eher zufällig festgestellt, dass die ausgeschriebene Stelle inzwischen von der Internetseite entfernt wurde.
Leider ist dies nicht das erste Mal, dass ich bei diesem Unternehmen ein derart mangelhaftes und respektloses Bewerbungsverfahren erlebt habe. Eine zeitnahe Rückmeldung – insbesondere auch eine Absage – sollte aus meiner Sicht selbstverständlich sein.
Hier besteht aus meiner Sicht dringend Handlungsbedarf in der Personalabteilung. Die Abläufe im Recruiting sollten grundlegend überarbeitet und professioneller gestaltet werden. Ich bin wieder sehr enttäuscht vom Ablauf.
UPDATE: offenbar hat man die beiden Bewertungen zur Stelle hier bei Kununu zum Anlass genommen die seit einem halben Jahr ausgeschriebene Stelle nun mit der Eingruppierung in der Ausschreibung zu versehen.
Dort steht jetzt die EG6. Ein interpretieren durch ChatGPT zusammen mit dem Zusatzwissen aus dem Bewerbungsprozess und dem Abgleich mit anderen Arbeitgebern, und dem Wissen um die deutlich unterdimensionierte Personaldeckel lässt mindestens eine 7, eher die 8 als realistisch erscheinen.
Aus den Bewerbungsgesprächen ist eine massive Überlastung des Personals deutlich geworden. Der Recruiting-Prozess und die Eingruppierung gehen am Markt vorbei.
Hier herrscht kein Fachkräftemangel, hier herrscht eine mangelnde Bereitschaft die Stelle angemessen zu vergüten. Hausgemachte Mentalitätsprobleme.
+++
Das positive vorweg: der persönliche Kontakt war wertschätzend, verbindlich, angenehm.
Die Bewerbungsgespräche verliefen auf Augenhöhe, alle vorgestellten Mitarbeiter waren freundlich und sympatisch - gerne hätte ich die Stelle angenommen.
Das war es dann aber auch an positivem.
Zunächst einmal zog sich der Bewerbungsprozess über knapp 4 Monate und erforderte aktives nachhaken, was belegt, dass ich den Job wirklich wollte.
Wer Stellen ausschreibt, sollte auch dafür sorgen, das jemand die Bewerbungen bearbeitet. Das ist bei den Stadtwerken offensichtlich nicht sichergestellt.
Hätte ich mich nicht aus einer ungekündigten Stelle beworben, hätte ich mich an der Stelle schon verabschiedet.
Im nächsten Schritt - nach aktivem nachhaken - fand ein erstes Gespräch mit dem Abteilungsleiter statt. Für beide Seiten positiv. Das zweite Gespräch mit dem Team fand aber wegen Urlaub, Abwesenheit etc. schon erst 6 Wochen später statt.
Auch hier eine sehr positive Rückmeldung.
Wenige Tage später dann ein Anruf von der Personalabteilung die mir ein Angebot mit einer absolut unangemessen niedrigen Eingruppierung unterbreitet hat. Mal eben 23% weniger als mein aktuelles Gehalt, und zwei Stufen unter dem marktüblichen.
Selbstverständlich habe ich das sprachlos abgelehnt. Die Eingruppierungskriterien sind aufgrund der Tarifbindung für jeden einsehbar, und sind mit dieser Einstufung in keiner Weise in Einklang zu bringen.
Auch wurde im Rahmen des gesamten Bewerbungsverfahrens kein einziges Mal angesprochen, dass man mir ein Angebot unterbreitet, welches deutlich über 20% unter meinem aktuellen Gehalt und der damit auch in der Bewerbung angegebenen Gehaltsvorstellung liegt. Das darf man als hochgradig respektlos gegenüber Bewerbern bezeichnen.
Daraufhin sollte die Eingruppierung intern nochmal geprüft werden. Nach "sorgfältiger" Prüfung kam man dann zu dem Schluss: ist schon richtig so.
Ist es nicht. Man kann die Vorgaben und Eingruppierung anderswo wie erwähnt einfach recherchieren. Diese lassen sich mit der Eingruppierung durch die SWO nicht in Einklang bringen.
Den Bewerber über so etwas im unklaren zu lassen, und damit Zeit und Aufwand die dieser in den Bewerbungsprozess steckt zu verschwenden, ist respektlos.
Als ITler fällt mir dann natürlich auch noch auf, dass die Personalabteilung eMails verschickt, die wegen eindeutiger Spam-Merkmale eben dort landen: im Spam.
Die SWO sollten an dieser Stelle dringend nachbessern und sich professionalisieren. Man hat ja nicht nur meine Zeit verschwendet, sondern auch die eigene. Wie oft akzeptieren Bewerber Angebote mit >20% weniger Gehalt als sie bisher haben, oder als Vorstellung angeben? Wahrscheinlich nie. Im öffentlichen Dienst werden ausgeschriebene Stellen vorher eingruppiert.
Die Absage meinerseits war also eigentlich ab Eingang meiner Bewerbung absehbar.
Statt dessen verschwendet man die Zeit des Bewerbers, die eigene Zeit, und sorgt auch noch für eine schlechte Reputation bei Bewertungsplattformen wie kununu.
Ich bin ja schon der zweite, der hier einen ziemlich miserablen Eindruck vom Recruiting hat.
Und das aus exakt den gleichen Gründen! So wird man die im Bewerbungsgespräch immer wieder erwähnte fehlende Manpower sicher nicht aufbauen.
Zumal wenn im Bewerbungsgespräch klargestellt wird, an welcher entscheidenden Position man in diesem Job sitzt. Und mit der zunehmenden Belastung durch neue Anforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen.
Unbegreiflich unprofessionell und nicht zu Ende gedacht.
Der Bewerbungsprozess war insgesamt enttäuschend und wenig professionell. Das ganze Verfahren dauerte 3,5 Monate.
Ich halte die Tarifpolitik dieses Unternehmens für sehr fragwürdig.
Eine niedrigere Eingruppierung
„nach Gutdünken“ des Arbeitgebers ist unzulässig, da die Eingruppierung „Normvollzug des Tarifvertrags“ ist und nicht zur Disposition steht. Die ausgeschriebene Stelle muss meiner Meinung nach mindestens 3 Entgeltgruppen höher zugeordnet werden.
Verbessungsvorschläge:
1. Transparente Gehaltskommunikation im Vorfeld
Bereits vor dem Vorstellungsgespräch sollte offen kommuniziert werden, in welchem tariflichen Rahmen sich die Position bewegt – insbesondere bei tarifgebundenen Unternehmen. So können beide Seiten frühzeitig klären, ob die Erwartungen zueinander passen.
2. Verbindlichkeit im Bewerbungsprozess stärken
Bewerber*innen investieren Zeit und Engagement. Daher ist es essenziell, Rückmeldungen fristgerecht und respektvoll zu kommunizieren – vor allem dann, wenn Nachfragen zu tariflichen Eingruppierungen gestellt werden.
3. Inhaltliche Auseinandersetzung mit fundierten Rückmeldungen
Wenn Bewerber qualifiziert und nachvollziehbar auf mögliche Fehlbewertungen hinweisen, sollte das nicht ignoriert oder pauschal abgelehnt werden. Eine transparente Prüfung und Rückmeldung wäre hier angebracht – gerade im öffentlichen Sektor mit Tarifbindung.
4. Klare Verantwortlichkeiten in der Kommunikation
Die Kommunikation wirkte teils zersplittert (z. B. Ausfall der Ansprechpartnerin, fehlende Vertretung). Hier sollte sichergestellt sein, dass Bewerber*innen auch bei krankheitsbedingten Ausfällen zuverlässig betreut werden.
5. Wertschätzender Umgang – auch bei kritischen Rückfragen
Rückfragen zur Eingruppierung sind kein Zeichen von „Unbequemlichkeit“, sondern von Professionalität. Wer Bewerber*innen unter Druck setzt oder ausweicht, riskiert Glaubwürdigkeit und verliert qualifizierte Fachkräfte.
6. Kürzere Verfahrensdauer und klare Kommunikation über den Ablauf
Der gesamte Prozess dauerte über drei Monate. Hier wäre es hilfreich, Bewerber über die Dauer des Auswahlverfahrens aktiv zu informieren – statt sie im Unklaren zu lassen.