Gut am Arbeitgeber finde ich
- der Ort an dem man arbeitet ist außergewöhnlich schön
- die tarifliche Vergütung
- das fachliche Wissen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- alles was bisher genannt wurde ergibt ein recht klares Bild von dem Arbeitgeber denke ich
Verbesserungsvorschläge
- eine Person einstellen die ausschließlich für das Personal zuständig ist
- Ausbilder*innen einstellen, die nicht zeitgleich einen anderen Job im Betrieb übernehmen müssen
- ein Vorbild sein im Verhalten gegenüber anderen. Verständnis, Respekt, Freundlichkeit, Offenheit und Flexibilität an dem Tag legen
- Besprechungen mit dem GESAMTEN Personal abhalten und nicht einige Gruppen (Auszubildende und Saisonarbeitende) auslassen
- den Ausbildungsplan und rechtliche Bestimmungen wie Arbeitszeiten, Ausgleichstage und Lernzeiten von Auszubildenden einhalten
- Einführen einer Feedbackkultur
-Annehmen von Vorschlägen und konstruktiver Kritik
- Ablegen von veralteten Denkmustern zu Genderrollen und Vorurteilen gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft
-Orientierung am Wandel in der Arbeitswelt und der jüngeren Generation (die ob gewollt oder nicht den Betrieb weiterführen muss und wird)
- Team-building
- Anliegen und Vorschläge ernst nehmen
- Arbeitssicherheit im Pflanzenschutz einhalten
- Individuen fördern
- Angebote stellen zum Mitwirken am Betriebsgeschehen
- Zuhören
- Menschen auf Augenhöhe begegnen
Arbeitsatmosphäre
Am liebsten würde ich hier keinen Stern geben.
Die Arbeitsatmosphäre ist furchtbar. Die unterschiedlichen Bereiche des Betriebs arbeiten eher gegeneinander als miteinander. Es wird überall schlecht über andere geredet und die Kommunikation innerhalb des Betriebes ist chaotisch und unfreundlich. Es besteht ein generelles Gefühl, als Auszubildende Person unerwünscht zu sein mit Fragen, Anliegen, oder mit rechtlich relevanten Themen. Es schleicht sich schnell das Gefühl ein, einfach bloß die günstigste Arbeitskraft zu sein. Es gibt kein Feedback abgesehen von lautstarker und teilweise aggressiver Kritik bei Fehlern. Fehlerkultur und Lernkultur = 0.
Bissige Kommentare, Vorstellungen von Politik und Gesellschaft aus einer anderen Zeit, das abtun und Relativieren von Vorschlägen und Einwürfen von Auszubildenden mit “das ist überall so” und “das haben wir schon immer so gemacht” ist an der Tagesordnung.
In manchen Bereichen haben die Auszubildenden als gesammelte Gruppe Angst vor der Vorgesetzten, und haben schon den ein oder anderen emotionalen Zusammenbruch erlitten. Das Problem ist sowohl der Chef Etage als auch dem Riegierungspräsidium bekannt und es wird nichts unternommen.
Karrierechancen
Wer hier lange und viel arbeitet hat die Möglichkeit weiter lange und viel zu arbeiten und evtl eine leitende Position in einem Bereich einzunehmen.
Arbeitszeiten
Es gibt eine für alle gleich ausgelegte 40h Woche ohne flexible Arbeitszeiten. Im Sommer und im Winter wird die Anfangszeit, dem Licht und der Temperatur teilweise angepasst.
Teilzeitkräfte sind hier eher nicht gerne gesehen.
Es gibt Wochenenddienste die ein großteil des Betriebs zusätzlich übernehmen muss. Es gibt saisonbedingt Urlaubssperren und eine Winterpause für die Überstunden und Urlaubstage angespart werden müssen.
Ausbildungsvergütung
Nach Tarif
Die Ausbilder
Die zugeteilten Ausbilder*innen haben wenig Zeit für ihre Auszubildenden, da alle Vollzeit im Betrieb arbeiten und nicht hauptberuflich Ausbildende sind.
Teilweise werden Auszubildende einfach auf Gärtnermeister*innen zugeteilt, um mehr Auszubildende im Betrieb haben zu können. Teilweise haben die Auszubildenden nicht ein einziges Ausbildungs relevantes Gespräch mit ihrem Ausbilder oder ihrer Ausbilderin, die im Vertrag festgelegt sind.
Spaßfaktor
Die Arbeit in diesem Betrieb hat viel Potenzial Spaß zu machen. Ein schöner Betrieb, viele wunderschöne Pflanzen und oft freundliche und interessierte Kundschaft. Dies wird leider komplett zunichte gemacht, durch die vorherschende Arbeits- und Betriebsatmosphäre und die konservativen und teilweise feindlichen Aussagen von Angestellten.
Aufgaben/Tätigkeiten
Es gibt kein klares System nach dem Auszubildende dort einen Ausbildungsplan durchlaufen. Zugeteilt wird man nach den eigenen Stärken und nicht nach den Schwächen die auszubauen wären. Zudem werden Auszubildende den einzelnen Abteilungen nach Sympathie der Abteilungsleitenden gegenüber den Auszubildenden zugeteilt. Das führt zu einem deutlichen Ungleichgewicht im Lernprozess. Viele Aufgaben und Tätigkeiten sind außerdem eher solche, die das restliche Personal nicht übernehmen möchte, wie zum Beispiel stundenlanges Gießen oder Unkrauten und das Putzen des Aufenthaltsraumes.
Variation
Ein positiv zu erwähnender Aspekt ist, dass in dem Betrieb potentiell alle wichtigen Bereiche für die gärtnerische Ausbildung gegeben sind. Das ist an sich ein großer Vorteil gegenüber anderen Betrieben. Es bleibt dennoch eine willkürliche und wenig übersichtliche Entscheidung ob man als Auszubildende Person die immer gleichen Jobs macht oder unterschiedliche Bereiche kennenlernen darf.
Respekt
Am liebsten würde ich einen halben Stern geben für die 3-4 freundlichen und empathischen, respektvollen Menschen im Betrieb. Respekt haben die Menschen hier vor allem vor Geld und vor Kundschaft. Außerdem vielleicht noch vor der Chefetage. In deutlich erkennbaren Hierarchien wird allerdings gerne und viel nach unten getreten.