Viele gute Jahre mit starkem Kollegenzusammenhalt, später spürbarer Wandel in Kommunikation und Führung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das starke Zusammengehörigkeitsgefühl mit einzelnen Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit besonders gut und vertrauensvoll war. Diese „Wir alle sitzen im gleichen Boot“-Mentalität hat viele Projekte erfolgreich gemacht und den Arbeitsalltag bereichert. Besonders positiv fand ich die spannenden Aufgaben mit Eigenverantwortung, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung sowie die flexible Gleitzeitregelung und die wertschätzende Gehaltspolitik.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In den letzten Jahren habe ich den internen Informationsfluss als weniger transparent erlebt. Rückmeldungen auf erledigte Aufgaben blieben teilweise aus oder erfolgten erst nach Nachfrage. Zudem empfand ich die Umsetzung der mobilen Arbeitsregelung als uneinheitlich, was sich nach meinem Eindruck negativ auf Vertrauen und Motivation ausgewirkt hat.
Verbesserungsvorschläge
Eine offenere und frühzeitigere Kommunikation, klarere Führungsstrukturen und eine einheitliche Umsetzung interner Regelungen würden helfen, Vertrauen und Motivation langfristig zu stärken. Außerdem wäre es wünschenswert, interne Expertise wieder stärker einzubinden und Mitarbeitenden bei Veränderungen mehr Gehör zu schenken.
Arbeitsatmosphäre
Das Team war für mich die letzten Jahre ein großer Pluspunkt. Besonders in meiner Abteilung herrschte eine vertrauensvolle, unterstützende Stimmung, ich konnte mich immer auf meine Kolleginnen verlassen. Der Zusammenhalt war stark, und daraus entstanden sogar Freundschaften, die bis heute bestehen. Ich habe mich in meiner Abteilung fachlich und menschlich wohlgefühlt, das Miteinander war respektvoll und offen.
Kommunikation
In den letzten Jahren habe ich die Kommunikation zunehmend als schwierig empfunden. Informationen kamen nach meinem Eindruck häufig verspätet oder unvollständig an, wichtige Entscheidungen wurden meines Wissens nach ohne vorherige interne Abstimmung getroffen und erst im Nachhinein mitgeteilt. Dadurch entstand für mich oft zusätzlicher Druck und das Gefühl, nicht mehr ausreichend eingebunden zu sein. Ich konnte vieles dank meines starken Teams auffangen, hatte aber das Empfinden, dass die Qualität der Kommunikation spürbar nachgelassen hat.
Kollegenzusammenhalt
Den Zusammenhalt innerhalb meiner Abteilung habe ich als außergewöhnlich gut erlebt. Ich konnte mich auf meine Kolleginnen verlassen, wir haben Aufgaben gemeinsam bewältigt und uns gegenseitig unterstützt. Abteilungsübergreifend habe ich sowohl Hilfsbereitschaft als auch gelegentliche Rivalitäten wahrgenommen, aber insgesamt war der Umgang aus meiner Sicht überwiegend kollegial. Ich bin dankbar für die positive Zusammenarbeit und die Menschen, die meine Zeit dort geprägt haben.
Work-Life-Balance
Das Gleitzeitmodell habe ich als sehr positiv empfunden. Es bot ausreichend Flexibilität und trug zu einer guten Work-Life-Balance bei. Während der Corona-Zeit war mobiles Arbeiten großzügig möglich, später wurde die Anzahl der Tage reduziert. Nach meinem Eindruck wurde diese Regelung in den Abteilungen unterschiedlich gehandhabt, was ich als inkonsequent empfand. Da meine Arbeitsergebnisse und Zuverlässigkeit – nach meiner Einschätzung – auch zuvor unabhängig vom Arbeitsort stets gleichbleibend gut waren, konnte ich die Einschränkung persönlich nur schwer nachvollziehen.
Vorgesetztenverhalten
Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich die Führung als sehr unterstützend und wertschätzend erlebt. Im Laufe der Jahre änderte sich das aus meiner Sicht deutlich: Feedback erhielt ich immer seltener, und ich hatte zunehmend den Eindruck, dass die interne Expertise weniger einbezogen wurde. Entscheidungen wurden nach meinem Empfinden häufiger außerhalb des Teams getroffen, was ich als Rückschritt empfand, da zuvor viel Vertrauen in meine Arbeit bestand. Gegen Ende fehlte mir zudem eine klare gemeinsame Richtung, und der Umgang wirkte distanzierter.
Interessante Aufgaben
Meine Aufgaben habe ich über viele Jahre als spannend, kreativ und anspruchsvoll erlebt. Ich konnte eigene Ideen einbringen, große Projekte mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Das war fachlich bereichernd und brachte mir viel Anerkennung ein. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich das Markenbild des Unternehmens über die Jahre aktiv mitprägen durfte – ein Vertrauen, das ich sehr geschätzt habe.
Gleichberechtigung
Durch die internationale Ausrichtung des Unternehmens hatte ich Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern. Die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg empfand ich als bereichernd, Englisch diente dabei als gemeinsame Sprache. Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht oder Alter habe ich persönlich nicht erlebt. Insgesamt habe ich das Arbeitsumfeld als offen, vielfältig und respektvoll wahrgenommen, auch wenn ich das Thema nicht im Detail beurteilen kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang zwischen jüngeren und älteren Kolleginnen und Kollegen habe ich als respektvoll erlebt. Altersunterschiede spielten für mich im Arbeitsalltag keine Rolle. Nach meinem Eindruck wurden Entscheidungen unabhängig vom Alter getroffen.
Arbeitsbedingungen
Die technischen Voraussetzungen waren durchweg sehr gut: moderne Ausstattung, verlässliche Systeme und eine stets hilfsbereite IT-Abteilung, die bei Problemen schnell reagierte. Die räumlichen Bedingungen waren insgesamt in Ordnung, was Beleuchtung und Lärmniveau betrifft. Herausfordernd war jedoch das Raumklima im Sommer, insbesondere im Obergeschoss, wo keine Klimaanlage vorhanden war und die Temperaturen zeitweise deutlich anstiegen. Während meiner Zeit wurde bereits damit begonnen, ergonomische Arbeitsplätze wie höhenverstellbare Schreibtische schrittweise einzuführen. Die Vergabe, wer solche Plätze erhält, war für mich allerdings nicht nachvollziehbar. Ich persönlich hatte bis zu meinem Weggang keinen davon, konnte aber sehen, dass das Thema aktiv vorangetrieben wurde.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich habe das Unternehmen als engagiert erlebt: Es wurde auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen geachtet, Mülltrennung praktiziert und der Fuhrpark zunehmend auf E-Autos umgestellt. Auch die Energieversorgung über lokale Fernwärme und soziale Initiativen wie Spendenaktionen fand ich positiv. Natürlich gibt es immer noch Potenzial, aber die Bemühungen in Richtung Nachhaltigkeit waren aus meiner Sicht klar erkennbar.
Gehalt/Benefits
Ich habe mich beim Thema Gehalt stets wertgeschätzt gefühlt. Es gab regelmäßige Anpassungen, die meine Leistung und Verantwortung widerspiegelten. Außerdem durfte ich über mehrere Jahre eine Nebentätigkeit ausüben, was vom Unternehmen offen und ohne Einschränkungen akzeptiert wurde, solange meine Aufgaben im Hauptjob nicht darunter litten. Insgesamt empfand ich das Vergütungsmodell als fair und leistungsgerecht.
Image
Das Unternehmen hat nach außen einen guten Ruf, vor allem durch sein breites Produktportfolio und die internationale Präsenz. Intern habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, dass Veränderungen in der Kommunikation und Führung das Bild mancher Mitarbeitenden getrübt haben. Insgesamt solide, aber mit Potenzial, wieder an das frühere, sehr positive Image anzuknüpfen.
Karriere/Weiterbildung
Wer Eigeninitiative zeigt, bekommt nach meiner Erfahrung gute Chancen. Weiterbildungen, Online-Seminare und neue Themen wurden aktiv unterstützt. Ich konnte mich fachlich weiterentwickeln und mein Wissen auch intern einbringen. Insgesamt habe ich diesen Bereich als positiv erlebt. Es wurde investiert, wenn der Mehrwert für das Unternehmen erkennbar war.