Von starkem Start zum toxischen Arbeitsumfeld – Kritik unerwünscht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Remote-Arbeit (war) möglich, mit viel Gestaltungsfreiheit
Solange die Kurse voll waren und Bildungsgutscheine flossen, konnte man weitgehend ungestört nach eigenen Werten arbeiten und hohe Qualität in den Kursen sicherstellen
Sehr gute Trainer:innen und motivierte Kolleg:innen, die mit Leidenschaft gearbeitet haben
Gehalt wurde pünktlich gezahlt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskultur: Kritik oder neue Ideen sind nicht willkommen. Wer eigene Qualität verteidigt, gerät schnell ins Visier der Geschäftsführung. Karriere macht nur, wer widerspruchslos „Ja“ sagt.
Mikromanagement: Ständige Eingriffe und kurzfristige Richtungswechsel der Geschäftsführung haben Projekte mehrfach unnötig zurückgeworfen.
Awareness/HR-Struktur: Die Person, die für Awareness und Konfliktlösung zuständig ist, ist gleichzeitig direkte Vorgesetzte. Von Neutralität kann daher keine Rede sein – vertrauliche Gespräche werden später in Mitarbeitergesprächen gegen einen verwendet.
Erfahrungen: Persönliche Grenzüberschreitungen von Führungskräften haben das Arbeitsumfeld nachhaltig belastet. Statt diese Vorfälle professionell aufzuarbeiten, wurden Betroffene anschließend besonders kritisch überwacht.
Fehlerkultur: Verantwortung wird konsequent nach unten weitergereicht, während die Leitung sich aus der Verantwortung zieht.
Fluktuation: Ein Großteil der ehemaligen Mitarbeitenden würde nicht wieder für das Unternehmen arbeiten – die Stimmung ist nachhaltig zerstört.
Verbesserungsvorschläge
Neutrale HR- und Awareness-Strukturen schaffen, die nicht in direkter Abhängigkeit zur Geschäftsführung stehen
Offene Fehlerkultur etablieren, in der Kritik nicht bestraft, sondern genutzt wird
Mikromanagement reduzieren und Mitarbeitenden Verantwortung zutrauen
Professionelle Aufarbeitung von Konflikten und klare Verhaltensstandards auf Führungsebene
Arbeitsatmosphäre
nfangs angenehm, mit motivierten Kolleg:innen und viel Gestaltungsfreiheit.
Mit der Zeit jedoch zunehmend toxisch: Kritik wird nicht akzeptiert, konstruktive Vorschläge ignoriert.
Mikromanagement, impulsive Entscheidungen und fehlende Fehlerkultur sorgen für ständigen Druck.
Wer eigene Qualität verteidigt, wird schnell zur Zielscheibe der Führung, wer widerspruchslos „Ja“ sagt, hat Ruhe.
Die Stimmung ist geprägt von Misstrauen und Angst, was langfristig das Teamklima zerstört.
Kommunikation
Transparente Kommunikation von oben nach unten fehlt weitgehend.
Wichtige Entscheidungen werden kurzfristig oder gar nicht erklärt, sondern einfach durchgesetzt.
Feedback- und Awareness-Gespräche sind nicht vertraulich, sondern werden später gegen Mitarbeitende verwendet.
Konstruktive Kritik stößt meist auf Abwehr oder führt zu Konflikten statt Verbesserungen.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte zeigen starkes Mikromanagement und treffen impulsive Entscheidungen, die Projekte immer wieder ausbremsen.
Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden kaum angenommen – wer eigene Ansprüche an Qualität verteidigt, riskiert Nachteile.
Fehler werden nach unten delegiert, Verantwortung selten übernommen.
Die offiziell für Awareness zuständige Führungskraft ist gleichzeitig direkte Vorgesetzte – Neutralität ist dadurch nicht gegeben.
Persönliche Konflikte führen dazu, dass einzelne Mitarbeitende stärker überwacht oder benachteiligt werden.
Karriere macht nur, wer ohne Widerspruch „Ja“ sagt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich spannend und vielfältig – es gäbe genug Potenzial für persönliche Weiterentwicklung.
Leider wird dieser Raum oft durch Mikromanagement und fehlendes Vertrauen blockiert, wodurch Eigeninitiative und Kreativität schnell ausgebremst werden.
Arbeitsbedingungen
Offiziell wird Diversität betont, in der Praxis fehlt jedoch echte Gleichbehandlung.
Wer nicht in das gewünschte „Ja-Sager“-Muster passt oder kritische Punkte anspricht, wird schnell benachteiligt.
Persönliche Sympathien spielen eine große Rolle bei Entscheidungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Alter spielt offiziell keine Rolle – der Umgang ist respektvoll.
Allerdings sind auch erfahrene Kolleg:innen nicht vor Mikromanagement oder willkürlichen Entscheidungen geschützt.
Wissen und Erfahrung werden selten systematisch genutzt, sondern oft übergangen.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, divers und innovativ.
Intern weicht dieses Bild jedoch stark von der Realität ab: Hohe Fluktuation, unzufriedene Mitarbeitende und fehlende Fehlerkultur stehen im Kontrast zum öffentlichen Auftritt.
Viele ehemalige Mitarbeitende und Partner sprechen eher negativ über die Firma.