Ihr Unternehmen?

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Sutter 
Medizintechnik 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

TopCompany6 Jahre

Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Zeitarbeiter/inHat bis 2025 bei Sutter Medizintechnik GmbH in Emmendingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die unternehmerische Vision von Sutter ist positiv hervorzuheben. Es bestehen klare Bestrebungen zur Weiterentwicklung und Expansion des Unternehmens. Der Chef tritt freundlich, offen und kreativ auf, was grundsätzlich großes Potenzial für eine positive und zukunftsorientierte Unternehmenskultur bietet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein ausgeprägtes Mikromanagement, das zu Druck, Unsicherheit und eingeschränkter Eigenverantwortung führt.

Verbesserungsvorschläge

Eine Reduzierung von Hierarchiebarrieren zwischen Verwaltung und operativen Abteilungen könnte das gegenseitige Verständnis stärken. Mehr Vertrauen, Transparenz und eine offene Kommunikationskultur würden Stress und Spannungen abbauen. Zudem sollte geprüft werden, wie Strukturen und Verantwortlichkeiten so angepasst werden können, dass ein gesünderes, motivierenderes Arbeitsumfeld entsteht.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich als sehr streng und kontrollierend. Man hat häufig das Gefühl, ständig beobachtet zu werden, wodurch wenig Raum für Eigenständigkeit oder freie Entfaltung bleibt. Viele Mitarbeitende arbeiten unter starkem Druck und mit der Angst, den Erwartungen der Verwaltung nicht zu entsprechen und dadurch ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Auch wenn das Unternehmen nach außen einen anderen Eindruck vermitteln mag, herrscht intern eine Atmosphäre von Anspannung und Unsicherheit.

Karriere/Weiterbildung

Leistung steht zwar im Vordergrund, jedoch gibt es nur begrenzte strukturierte Möglichkeiten für Karriereentwicklung oder Weiterbildung.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt muss stark verhandelt werden. Ohne aktives Nachfragen oder Verhandeln gibt es kaum Anpassungen.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb einzelner Teams ist der Zusammenhalt gut und unterstützend. Zwischen den verschiedenen Abteilungen hingegen ist die Zusammenarbeit weniger harmonisch. Teilweise entsteht der Eindruck, dass eher auf Fehler anderer gewartet wird, anstatt gemeinsam lösungsorientiert zu arbeiten.

Vorgesetztenverhalten

Im Führungsverhalten einer Person in der Verwaltung besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf. Es wäre wünschenswert, dass sie mehr Vertrauen in die Abteilungsleitungen setzt und ihnen echte Entscheidungsfreiheit einräumt. Die sehr starke Kontrolle und das Bestreben, möglichst alle Bereiche selbst zu steuern, schränken die Eigeninitiative der Führungskräfte ein. Zudem bleibt wenig Raum für andere Perspektiven oder abweichende Meinungen. Eine offenere und vertrauensvollere Führungskultur würde Motivation, Innovation und Weiterentwicklung im Unternehmen deutlich fördern.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen könnten insbesondere in den Bereichen Produktion und Beschichtung verbessert werden. Mehr Aufmerksamkeit für die psychische und körperliche Gesundheit der Mitarbeitenden sowie präventive Maßnahmen zur Stressreduktion wären sinnvoll.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen ist grundsätzlich gut und funktioniert auf fachlicher Ebene. Allerdings ist sie von einer unterschwelligen Anspannung geprägt, da viele Mitarbeitende Sorge haben, Fehler zu machen. Die Kommunikation zwischen Verwaltung und unteren Abteilungen wirkt oft sehr hierarchisch und befehlend, was das Gefühl von Kontrolle und Druck zusätzlich verstärkt.

Interessante Aufgaben

Viele Mitarbeitende erledigen ihre Aufgaben routinemäßig, jedoch ohne große Begeisterung oder Motivation.


Image

Work-Life-Balance

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Bert Sutter, Geschäftsführer
Bert SutterGeschäftsführer

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen ausführlich zu schildern. Auch wenn wir Rückmeldungen aus Zeitarbeitseinsätzen immer im Kontext der jeweiligen Einsatzdauer und der damit verbundenen eingeschränkten Einblicke betrachten, nehmen wir Ihre Bewertung ernst - sowohl die positiven Aspekte als auch die beschriebenen Herausforderungen.

Es freut mich, dass Sie unsere unternehmerische Ausrichtung, den offenen Umgang sowie unsere Entwicklungsbestrebungen positiv hervorheben. Gleichzeitig möchte ich einige Ihrer kritischen Punkte aufgreifen und für außenstehende Dritte einordnen.

Sie sprechen von einem „ausgeprägten Mikromanagement“, das zu Druck, Unsicherheit und eingeschränkter Eigenverantwortung führe. Wenn Vorgaben in einzelnen Bereichen als „stark steuernd, streng und kontrollierend“ empfunden wurden, hängt dies vermutlich mit unseren hohen Qualitätsanforderungen zusammen. Die Medizintechnik ist ein Bereich, in dem Präzision und Fehlervermeidung aus Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten essenziell sind. Unser Anspruch ist ein ausgewogenes Verhältnis aus klaren Qualitätsstandards, nachvollziehbaren Prozessen und eigenverantwortlichem Arbeiten.

Auch das Thema „Leistung“ im Sinne von herzustellenden Stückzahlen ist in jedem Industrieunternehmen ein wesentlicher Bestandteil der Produktionsplanung. Belastungsspitzen können entstehen, wenn Teammitglieder länger ausfallen oder individuelle Arbeitsgeschwindigkeiten stark variieren. In solchen Phasen müssen die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen die offenen Aufträge dennoch zuverlässig erfüllen; denn unsere Kunden sollen termingerecht beliefert werden. Ihre Hinweise zu Stress und Anspannung nehmen wir zugleich ernst. Ich finde es schade, dass unsere bestehenden Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Ihrer Bewertung keine Erwähnung finden. Die körperliche und psychische Gesundheit unserer Mitarbeitenden ist uns sehr wichtig, und wir investieren bewusst in entsprechende Angebote. Dazu gehören ein wöchentliches Rückentraining während der Arbeitszeit, vergangenes Jahr ein Business Yoga-Kurs, Gesundheitsaktionstage u.a. zum Thema Stress sowie verschiedene Sensibilisierungs- und Informationsformate.

Zum Thema Gehalt möchte ich anmerken, dass unsere internen Prozesse für Gehaltsanpassungen klar strukturiert und an definierte Kriterien im Rahmen der jährlichen Mitarbeitendengespräche gebunden sind. Die tatsächlich jährlich stattfindenden Anpassungen sind freiwillige Leistungen des Unternehmens, die sich an Leistung, Kompetenzentwicklung und unternehmensweiten Richtlinien orientieren. Da Zeitarbeitende naturgemäß nicht in diese Abläufe eingebunden sind, kann von außen ein anderer Eindruck entstehen.
Auch Weiterbildungen und Entwicklungsschritte sind fest in diesen jährlichen Gesprächen verankert.

Abschließend noch ein Wort zum genannten Führungsverhalten: Die von Ihnen empfundene zentrale Steuerung „durch eine einzelne Person in der Verwaltung“ entspricht nicht unserer Organisationsstruktur. Vermutlich waren Ihnen im Rahmen Ihres zeitlich begrenzten Einsatzes nicht alle internen Verantwortlichkeiten sichtbar. Dass Sie sich dennoch die Zeit für eine so ausführliche Bewertung genommen haben, überrascht - wir wissen es jedoch zu schätzen, auch wenn nicht alle Aspekte zwingend die Gesamtrealität unseres Unternehmens widerspiegeln.

Wir bedanken uns nochmals für Ihre offenen Worte und wünschen Ihnen für Ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.