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Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Urlaub: lachhafte 25 Tage pro Jahr
Verbesserungsvorschläge
wie gesagt ist die Software an sich solide. Im Vertriebszyklus wird man funktionell von einem PreSales-Team unterstützt. Sobald es aber in die Integrations-Diskussion geht, steht man ziemlich blank da. Es gibt einen deutschsprachigen Mitarbeiter, der ein wirklicher Experte im Bezug auf Backend-Integration ist – aber dieser ist eben nicht „vertriebstauglich“, und ohnehin völlig „land-unter“. Hinderlich ist auch, dass die Geschäftsleitung selbst auch noch vertrieblich tätig ist, und die eigenen Deals priorisiert und mit den besten Ressourcen belegt.
Arbeitsatmosphäre
bei der Besetzung hochrangiger Manager hat man alles andere als ins Schwarze getroffen. In Besprechungen werden Vorgänge, die nicht gefallen, gern mit dem Adjektiv „schwul“ versehen. „Schwul“ scheint also ein absolut akzeptables Schimpfwort zu sein. Kein Mitarbeiter hat Synertrade je verlassen (müssen), ohne dass es anschließend einen Prozess vor’m Arbeitsgericht gab; teilweise ziehen sich die Prozesse bis in die Gegenwart, obwohl die Mitarbeiter seit Jahren nicht mehr für Synertrade tätig sind. Die Kündigung von Mitarbeitern geschieht per Post. Ohne Mitarbeitergespräch. Gern auch am letzten Tag der Probezeit oder kurz vor Weihnachten. Dies ist einfach stil- und charakterlos.
Image
die Software ist wirklich solide. Nichts Besonderes verglichen mit der Konkurrenz, aber tatsächlich in vielen Funktionen auf Augenhöhe. Somit erklärt sich auch die Kundenbasis, welche ein paar spannende Accounts beinhaltet
Karriere/Weiterbildung
es werden händeringend humorvolle MItarbeiter gesucht, die Marvin endlich einen neuen Witz beibringen, und somit dessen Skill-Level verdoppeln
Gehalt/Benefits
Synertrade zahlt überdurchschnittlich gut; deutlich besser als einige Konkurrenten. Allerdings gibt es ständig Palaver / Verzögerungen bei Provisionszahlungen und Reisekosten. Sozialleistungen sind mir nicht bekannt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
man möge mal einen Blick auf den Fuhrpark des Managements werfen: mehr Zylinder als auf einer Zaubershow
Kollegenzusammenhalt
auf Mitarbeiterebene herrscht, speziell im Consulting, eine gute Atmosphäre und ein starker Zusammenhalt. Das Team besteht aus vielen jungen Leuten, was einen frischen Spirit in die Truppe bringt. Auch „spendiert“ Synertrade der Belegschaft nette Events (Weihnachtsfeier, Oktoberfestbesuch etc.).
Vorgesetztenverhalten
s. "Arbeitsatmosphäre"
Arbeitsbedingungen
verkauft sich Synertrade auf seiner Homepage als „freshes“ und innovatives Unternehmen, das der Zeit voraus eilt, so sieht die Realität ganz anders aus. Es gibt Büroregeln, die u.a. eine Kleiderordnung (kein Witz) beinhalten. Die Kleiderordnung liest sich wie der Dresscode einer englischen Elite-Universität in den 60ern: Männer müssen einen dunklen Anzug tragen; Krawatte ist im Büro keine Pflicht (wie großzügig), bunte Socken sind dagegen genauso verboten wie Sneakers und Jeans. Bei den Damen darf der Rock nicht zu kurz und die Farbe nicht zu flippig sein. Alles klar?! Selbst die Big Player der Branche treten auf Messen mittlerweile in Sneakers und insgesamt locker auf. Aber Synertrade versucht mangelnde Seriosität durch angestaubte Optik zu retuschieren. Das Büro ist gut gelegen (direkt am Bahnhof; viele Imbisse / Restaurants fußläufig erreichbar), aber sonst viel zu klein für die vielen Mitarbeiter. Es gibt einen Meetingraum. Externe Gäste sollte man dort nicht empfangen, spätestens wenn Gäste die Toilette besuchen, werden sie flüchten.
Kommunikation
Synertrade gehört zu econocom (Frankreich); manche News erfahren die Mitarbeiter sowie die Kunden und die Konkurrenz zeitgleich aus der Presse
Gleichberechtigung
abgesehen von der latenten Homophobie im Umgangston ist mir kein diskriminierendes Verhalten bekannt; die Belegschaft ist "bunt gemischt", und das ist auch gut so