War nicht alles schlecht - aber Wertschätzung sieht anders aus. Ich bewerte hier Saarbrücken!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gutes Kassenprogramm. Leicht verständlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben.
Verbesserungsvorschläge
Neue Bezirksleitung einstellen, Klimageräte für die Stores, mehr Wertschätzung zeigen, Testkäufer nicht unrealistische Käufe/Umtäusche tätigen lassen und alles, was an negativen Bewertungen kommt, auch mal umsetzen.
Mitarbeiter mit guten Leistungen dürfen auch mal gelobt werden - tut nicht weh.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war grundsätzlich in Ordnung - solange die Bezirksleitung nicht in der Nähe war. An normalen Tagen konnte man in Ruhe arbeiten, aber sobald Sie auftauchte, wurde man durch den Laden gehetzt, als gäbe es kein morgen und genau beobachtet.
Besonders absurd: Man wurde regelmäßig allein zum arbeiten eingeteilt und dann kam die Frage, warum man dann allein auf der Verkaufsfläche sei oder wie man Bitte auf die Toilette gehen soll, wenn man alleine arbeitet.
Am Budget zum einsetzen der Mitarbeiter wurde gespart! Dadurch stand man oft morgens oder abends komplett allein da.
Kommunikation
An sich ganz ok, aber oft wenig respektvoll gegenüber der Freizeit der Mitarbeitenden. Es kam regelmäßig vor, dass man an freien Tag kurz vor Schichtbeginn (Teilweise nur zwei Stunden vorher) gefragt wurde, ob man einspringen kann. Selbst an Sonntagen, also an den eigentlich freien Ruhetagen, kamen noch Nachrichten mit der Frage, ob man arbeiten könne.
An sich kein Problem, mal einzuspringen - aber ständig erreichbar sein zu müssen, selbst in der Freizeit, hat mit gesunder Kommunikation und Planung nichts zutun.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war wirklich super. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, gut ergänzt und auch an stressigen Tagen als Team funktioniert. Man konnte sich aufeinander verlassen und selbst wenns hektisch wurde, haben wir zusammengehalten und den Laden am Laufen gehalten.
Work-Life-Balance
War auch in Ordnung. Auch wenn man private Termine hatte, wurde in der Regel drauf geachtet, dass ich an diesen Tagen frei bekomme.
Insgesamt konnte man Arbeits- und Privateben gut miteinander vereinbaren.
Vorgesetztenverhalten
Hier geht es nicht um die Filialleitung, sondern wirklich um die Bezirksleitung - und das Verhalten war wirklich Unterirdisch! Wenn jemand vom Auftreten oder Aussehen nicht ins persönliche Schema gepasst hat, wurde diese Person schlichtweg rausgeekelt!
Mitarbeitende, die ihre Arbeit gut gemacht haben, bekamen teilweise keine Vertragsverlängerung - ohne Vorwarnung und Begründung. Entscheidungen wirkten willkürlich und basierten nicht auf Leistung, sondern Empathie oder Tageslaune.
In stressigen Situationen wurden unangemessene oder herablassende Fragen gestellt, die einen eher an den Schulunterricht der 3. Klasse erinnerten als an respektvolle Mitarbeiterführung.
Zudem wurde enormer Druck aufgebaut, jeden Kunden direkt am Eingang anzusprechen, Apps anzudrehen und sogar Komplimente zu machen, um Zusatzverkäufe zu erzielen. Die Realität: Vielen Kunden fühlten sich dadurch genervt und bedrängt! Und wir als Mitarbeitende standen zwischen Anweisung und Kundenfrust.
Die App-Ziele waren ohnehin unrealistisch: Wir mussten Strichlisten führen und wurden bei nicht erreichen der vorgegebenen Apps sofort zur Rede gestellt - obwohl im Center kaum Empfang und das WLAN unzuverlässig war.
Interessante Aufgaben
Nicht wirklich, was ich nicht mal bemängeln möchte, da es relativ normal ist, das selbe zu machen. Aber: Keine Putzhilfe im Laden! Toilette der Mitarbeiter mussten von uns selbst geputzt werden. Der Laden 2x in der Woche komplett gesaugt, Staub gewischt und Flecken am Boden mussten auch nass gewischt werden.
Wenn Ihr Reinigungskräfte für den Laden braucht - dann stellt auch welche ein!
Arbeitsbedingungen
Im Sommer kam noch dazu, dass es im Laden teilweise nahezu 30 Grad heiß war! Die Klimaanlage funktionierte laut aussage seit Eröffnung 2023 nicht. Als Lösung gab es zwei kleine Ventilatoren und ein paar Sprudel Flaschen.
Selbst die Kundschaft hat sich über die Hitze beschwert und haben meist nichts anprobiert!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Katastrophal. Schmuck wurde im Pappkarton verpackt und dann jeder einzelne Ohrring in Plastik. Das Selbe bei Tshirts, Hosen etc. Manchmal am Tag 3 Säcke voller Plastikmüll.
Gehalt/Benefits
Kein Urlaubsgeld, dafür irgendwas mit +1€ auf den Stundenlohn als Entschädigung dazu bekommen. An Weihnachtsgeld oder einen Gutschein braucht man gar nicht denken. 3-4x im Jahr Saisongutscheine mit 50%. Und da war der Kaufbetrag auch begrenzt.

