Stammtischatmosphäre gepaart mit Start-Up Chaos
Work-Life-Balance
Homeoffice ist möglich. Die flexible Arbeitsgestaltung, mit der der Arbeitgeber wirbt, ist nur bedingt möglich. Das liegt u.a. daran, dass man das Büro nur bedingt selbstbestimmt verlassen und betreten kann, da Arbeitnehmende keine Schlüssel bekommen. 20 Urlaubstage im Jahr bei Vollzeit sind - mit allem Respekt - wirklich aussagekräftig dafür, wie viel Wert wirklich auf Work-Life-Balance gelegt wird.
Gleichberechtigung
Auf der Arbeit herrscht meiner Meinung nach eine Stammtischatmosphäre und dem sollte man sich bewusst sein. Gerade für Frauen kann es meiner Erfahrung nach sehr unangenehm und mehr als grenzüberschreitend werden. Für unangebrachtes Verhalten von Kollegen solle man Verständnis haben, weil diese vermeintlich zu wenig Sozialkompetenz hätten, um ein angemessenes Sozialverhalten im Arbeitskontext an den Tag zu legen. Das Problem wird, wie ich finde, also geduldet und nicht gelöst.
Dass das Unternehmen aktuell zu ca. 90% aus Männern besteht und HR aus einem Geschäftsführer besteht, ist meiner Meinung nach wenig überraschend.
Arbeitsbedingungen
Es kann durchaus vorkommen, dass mehr Arbeitnehmende im Büro sind, als freie Schreibtische zur Verfügung stehen. Das ist organisatorisch fragwürdig. So kann es sein, dass jemand nicht an einem Schreibtisch arbeiten kann, sondern auf einen Sessel oder Barhocker ausweichen muss.
Es gibt keinen Pausenraum, sondern einen Stehtisch mit Barhockern mitten im Büro, an dem meistens Mittagspause gemacht wird. Allerdings reichen die 4 Barhocker selten für alle anwesenden Mitarbeitenden. Die Küchenzeile und Kaffeemaschine stehen im Empfangsraum des Hauses.
Arbeitnehmende bekommen keine Schlüssel zum Büro und sind darauf angewiesen, dass ihnen jemand persönlich die Tür öffnet. Wenn gerade niemand da ist, hat man auf gut Deutsch gesagt Pech gehabt. Das Büro kann man also nur bedingt selbstbestimmt betreten oder verlassen. Das ist widersprüchlich zum angeblich flexiblen Arbeiten und organisatorisch fragwürdig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okay, aber man muss sich mit 20 Urlaubstagen im Jahr zufrieden geben.