Fehlender Respekt und toxisches Führungsklima
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den enorm starken Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen, die sich gegenseitig gestützt haben, die moderne Arbeitsplatzausstattung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das aus meiner Sicht toxische Mikromanagement („Ich kann das viel schneller als ihr“), die gezielte Einschüchterung in 2-gegen-1-Gesprächen zum Drücken des Gehalts sowie ein respektloser, teils grenzüberschreitend sexistischer Umgangston gegenüber Frauen.
Verbesserungsvorschläge
1. Abschaffung des extremen Mikromanagements: Individuelle Kundenprojekte brauchen realistische Zeitfenster statt der pauschalen Unterstellung, man arbeite zu langsam.
2. Ein sofortiges Ende von sexistischen, anzüglichen Sprüchen und veralteten Rollenklischees gegenüber weiblichen Angestellten!
3. Faire Gespräche auf Augenhöhe statt einschüchternder 2-gegen-1-Situationen bei Gehalts- und Personalthemen.
4. Verbesserungsvorschläge aus dem Team nicht nur zum Schein anhören, sondern auch ernsthaft umsetzen.
Arbeitsatmosphäre
Durch ständige Kontrolle und ein tief sitzendes Misstrauen seitens der Führungsebene war die Stimmung extrem angespannt. Man musste sich permanent rechtfertigen, was auf Dauer enorm auf die Psyche schlägt.
Kommunikation
Konstruktive Verbesserungsvorschläge aus dem Team wurden zwar oberflächlich angehört, in der Praxis aber konsequent ignoriert. In kritischen Personal- oder Feedbackgesprächen wurde zudem gezielt eine einschüchternde „Zwei-gegen-Einen“-Situation (Vorgesetzte gegen Mitarbeitende) geschaffen, statt auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige echte Lichtblick. Wir haben uns als Kolleginnen und Kollegen immer gegenseitig den Rücken gestärkt, gemeinsam nach Lösungen gesucht und uns in diesem schwierigen Umfeld aufgefangen.
Work-Life-Balance
Die rein zeitlichen Rahmenbedingungen waren in Ordnung. Allerdings hat der permanente Rechtfertigungsdruck im Alltag dazu geführt, dass man die psychische Belastung mit nach Hause genommen hat.
Vorgesetztenverhalten
Geprägt von extremem Mikromanagement und fehlendem Respekt. Jeder Arbeitsschritt musste gerechtfertigt werden. Brauchte man für komplexe, individuelle Kundenanforderungen einmal länger, folgten sofort Vorwürfe und die herablassende Bemerkung, die Führungsebene könne das ja alles viel schneller. Ein solches Verhalten ist nicht nur realitätsfern, sondern hochgradig demotivierend und gesundheitsbelastend.
Interessante Aufgaben
Die Kundenprojekte selbst waren sehr individuell und anspruchsvoll. Leider wurde jede Freude an der Arbeit im Keim erstickt, da für individuelle Qualität keine realistische Zeit eingeräumt wurde und man ständig unter unfairem Zeit- und Rechtfertigungsdruck stand.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht ein absolutes Armutszeugnis. Die wenigen weiblichen Mitarbeitenden sahen sich einem Arbeitsklima ausgesetzt, das ich als zutiefst sexistisch und grenzüberschreitend empfunden habe. Von anzüglichen, völlig deplatzierten Witzen unter der Gürtellinie bei Firmenevents bis hin zu einem antiquierten Rollenverständnis (wenn Fachabteilungen plötzlich zum Aufräumen der Küche abkommandiert werden) fehlte hier jeglicher professionelle Respekt. Würde hier am liebsten 0 Sterne geben!
Arbeitsbedingungen
Die rein materielle Ausstattung, die Räumlichkeiten und das technische Setup vor Ort waren gut und modern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Soziales Bewusstsein zeigt sich im respektvollen und fairen Umgang mit den eigenen Leuten und genau daran mangelt es meiner Erfahrung nach an allen Ecken und Enden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde systematisch kleingehalten. In Verhandlungen saß man oft einer Übermacht gegenüber, in der Leistungen kleingeredet wurden, um die Vergütung zu drücken. Für die geforderte mentale Belastbarkeit absolut unangemessen.
Image
Nach außen wird eine professionelle Fassade gepflegt, die mit der internen Führungskultur leider überhaupt nichts gemeinsam hat.
Karriere/Weiterbildung
Wer sich einbringt und Prozesse verbessern will, läuft gegen Wände. Echte Weiterentwicklung oder Wertschätzung für eigene Expertise finden nicht statt.