Unsicherheit regiert, dabei war die Situation früher geprägt von Pioniergeist und Aufbruchstimmung. Das ist nun vorbei!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das es hier für ein paar Jahre ein toller Job in einer tollen Firma war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass Private-Equity-Firmen als Eigentümer nur auf kurzfristigen Gewinn aus sind und eine über 30-jährige Erfolgsgeschichte nichts wert ist. Es wird nicht erkannt, dass die Köpfe der Mitarbeiter den Wert eines Unternehmens ausmachen und nicht die Marke und das Logo.
Verbesserungsvorschläge
In der Krise sollte man zusammenstehen. Das Management muss schwere Entscheidungen treffen, keine Frage, aber man muss das kommunizieren. Möglichkeiten ausloten. Und nicht die Krise nutzen, um eine ohnehin geplante Umstrukturierung ohne Rücksicht auf die Menschen umzusetzen.
Arbeitsatmosphäre
Viele die noch da sind, haben Angst auch den Job zu verlieren. Die Stimmung unter der Belegschaft ist mies. Es soll aber gute Miene zum bösen Spiel gemacht werden, fordert das Management.
Image
Vor der Krise Top! Inzwischen haben Kunden, Interessenten und der Wettbewerb ein anderes Bild.
Work-Life-Balance
Die Sorge um den Arbeitsplatz nehmen Kollegen, die noch da sind natürlich mit nach Haus. Früher war die Balance stark abhängig von der Position/Rolle. Ich konnte mich nie beschweren und war, wie viele andere Kollegen auch, immer bereit, mehr zu geben als üblich oder verlangt war.
Karriere/Weiterbildung
Einzelne Weiterbildungen wurden gefördert. Aufstiegschancen durch die Neustrukturierung sind dahin.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt bewegt sich im unteren Branchendurchschnitt, Sozialleistungen sind gut (BAV, anteilige Übernahme der Kosten einer BU, Sonderurlaube etc.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus sozialer Verantwortung in der Corona-Zeit >50% der Belegschaft kündigen anstatt mit Kurzarbeitergeld zu versuchen, es irgendwie zu überstehen. Gut für die Umwelt: Im Lockdown verbrennt man keinen Sprit für Kundentermine.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen gibt/gab es Solche und Solche. Alles in allem aber ein tolles Team. Schade, dass nun viele gute Kollegen nicht mehr da sind und zusammen arbeiten können.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Team war/ist es egal, ob jemand jung oder alt ist. Und auch bei den Entlassungen hat das Alter keine große Rolle gespielt.
Vorgesetztenverhalten
Bis zuletzt immer top. Immer ein offenes Ohr und viel Verständnis für Ängste, Sorgen und Nöte. Doch der Vorgesetzte ist nun nicht mehr da. Vielleicht wurden aber die Falschen protegiert.
Arbeitsbedingungen
Gute, zweckmäßige Ausstattung. Könnte schlechter sein. Und Luxus braucht/will hier auch keiner.
Kommunikation
Alle Mitarbeiter wurden/werden vom Management vor vollendete Tatsachen gestellt. Und nach Außen hin soll man so tun, als wäre alles beim Alten. Kritischen Kollegen wird mit Entlassung gedroht.
Gleichberechtigung
Männer werden gegenüber Frauen nicht benachteiligt.
Interessante Aufgaben
Mit der früheren Freiheit hatte man viele Möglichkeiten. Das ist nun vorbei.
